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15.06.2011 16:57 Zum Anfang der Seite springen
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Untätige und unfähige/unwillige Aufsichtsbehörden

Der Fall Teldafax zeigt exemplarisch, dass die staatlichen Aufsichtsbehörden auf dem Stromsektor völlig untätig und unfähig, zumindest aber unwillig sind. Jedem Gewerbetreibenden, der auch nur 1000 Euro Steuern hinterzieht, wird daraufhin wegen Unzuverlässigkeit die Gewerbeerlaubnis entzogen. Die Firma Teldafax kann jahrelang ihr Unwesen treiben und Tausende Kunden über den Tisch ziehen, und die staatlichen Aufsichtsbehörden tun nichts. Warum??? Der kleine Mann zahlt wie immer allein die Zeche. Ich frage mich, wann sich z.B. der nordrhein-westfälische Landtag mit dem Untätigbleiben der Konzessionsbehörde für Teldafax, des Wirtschaftsministeriums NRW, in dieser Sache befasst. Hier hat man ohne irgendwelche behördliche Aktivitäten Tausende Stromkunden in die Fänge eines überschuldeten Unternehmens laufen lassen, obwohl nicht nur aus diesem Forum seit Jahren ersichtlich ist, dass Teldafax Tausende Kunden über den Tisch zieht. Jetzt muss dieses behördliche Versagen aufgearbeitet werden.

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16.06.2011 09:15 Zum Anfang der Seite springen
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RE: Untätige und unfähige/unwillige Aufsichtsbehörden

Moin MeyerLansky,

mir liegt es fern, die Behörden in Schutz zu nehmen und im Falle TDF hätte sicher aufgrund der Hinweise von Verbrauchern und Verbraucherschützern Gewerbeaufsicht, Hauptzollamt oder Finanzamt mal tätig werden müssen....

Und ich bestreite auch nicht, dass es für jeden einzelnen Kunden ein schmerzhafter Geldverlust ist.

Aber als erste Reaktion jetzt herzugehen und wie die Verbraucherverbände neue gesetzliche Absicherungen und Überwachungen zu fordern ist falsch. Das ist in Deutschland leider immer gleich der erste Ruf.

Der Strommarkt ist seit 1998 geöffnet und seither kommen immer neue Vorschriften heraus, um dem achso mündigen, selbstbestimmten Verbraucher den Markt möglichst transparent zu machen. Energiemix, Ausweis der Netznutzung auf der Rechnung, Energieeffizienzhinweise auf Rechnung und Homepage, Veröffentlichung von Unternehmensdaten etc.

Und dann gibt es ja auch noch die Printmedien, Radio, Fernsehen und vor allem das Internet, zu welchen heute die allermeisten Zugang haben.

Wenn jetzt dieser mündige und informierte Bürger seinen Stromanbieter frei wählt, dann muss man ihm doch eine bewußte Entscheidung unterstellen. Und eine Entscheidung für TDF (gilt auch für Flex) ist eine Entscheidung für günstigen Preis und hohes Risiko. Wenn das dann schief geht, müsste doch eigentlich jeder auch mal in sich selbst gehen und einsehen, dass es auch ein Stück weit eine selbst getroffene Fehlentscheidung war, für die man die Verantwortung nicht abgeben kann.

Wir sind inzwischen gesellschaftlich in einer Denke der Absicherung durch den Staat. Sobald irgendetwas schief geht, wird sofort nach den Behörden gerufen und Schadenersatz vom Staat oder der EU gefordert. Der Strommarkt ist in einem unglaublichen Maß staatlich reglementiert, alles zum Besten des Verbrauchers. Und der schreit dann Zeter und Mordio, wenn er die Folgen seiner "Schnäppchenmentalität" dann selbst tragen soll. Jeder sieht seine Rechte, seine Pflichten aber nicht....

Die Pleite von TDF war mit langer Vorankündigung zu erwarten. Wer sich vor einem oder zwei Jahren für diesen Laden entschieden hat, wurde da bereits in Foren mit vielen schlechten Erfahrungen und von Verbraucherverbänden laut gewarnt. Da bin ich nun einfach mal der Meinung, dass sich da die Kunden auch selbst an die Nase fassen müssen.

So long

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16.06.2011 10:36 Zum Anfang der Seite springen
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RE: Untätige und unfähige/unwillige Aufsichtsbehörden

Zitat:
Original von Mix
Die Pleite von TDF war mit langer Vorankündigung zu erwarten. Wer sich vor einem oder zwei Jahren für diesen Laden entschieden hat, wurde da bereits in Foren mit vielen schlechten Erfahrungen und von Verbraucherverbänden laut gewarnt. Da bin ich nun einfach mal der Meinung, dass sich da die Kunden auch selbst an die Nase fassen müssen.


hi

Grundsätzlich hast du recht. Der mündige Bürger ist da schon gefordert.

Aber das hat hat Grenzen. Und zwar da wo kriminelle Energie ins Spiel kommt. Da hat auch der informiert Bürger wenig Chancen im Vorfeld richtig zu reagieren.

Die Eiertour von TelDaFax zeigt doch deutlich das es da nicht mir richtigen Dingen zugegangen ist.

Die zuständigen Behörden ( Staatsanwaltschaft, BNetzA usw. ) hätten da schon deutlich früher reagieren müssen. DIE hatten es in der Hand den Schaden zu begrenzen.

Interessant ist jetzt die Frage ob für die Schäden die jetzt durch die Insolvenz bei den vielen Verbrauchern und Gläubigern entstanden sind bzw. noch entstehen werden die eine oder andere Behörde zumindest teilweise mit haftbar gemacht werden kann.

Gruss

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MeyerLansky ist offline MeyerLansky


Fachmann

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16.06.2011 13:02 Zum Anfang der Seite springen
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RE: Untätige und unfähige/unwillige Aufsichtsbehörden

Hallo Mix, ich beklage nur, dass so etwas möglich ist

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/...html?p4284232=2

obwohl Teldafax unter der Beobachtung der Staatsanwaltschaft stand. Die StA prüft und prüft und prüft und währenddessen können Mitarbeiter montagelang strafrechtlich relevante Unterlagen schreddern. Ich meine, allein das ist ein Befund, bei dem sich die Staatsanwaltschaft Bonn viele unangenehme Fragen gefallen lssen muss.

Jetzt, wo das Kind in den Brunnen gefallen ist, soll plötzlich der Zugriff erfolgen. M.E. viel zu spät, weil vorher Tausende in die Falle gelaufen sind - auch mit Hilfe der untätig gebliebenen Staatsanwaltschaft Bonn, deren Verhalten ich in diesem Zusammenhang für rechtlich ziemlich grenzwertig halte.

Dass die für die Prüfung der Zuverlässigkeit zuständige Aufsichtsbehörde (Wirtschaftsministerium NRW) ebenfalls untätig geblieben ist und dadurch auch dazu beigetragen hat, dass weiterhin Tausende Kunden über den Tisch gezogen wurden, halte ich für amtspflichtwidrig, um mich vorsichtig auszudrücken, und ist ein weiterer Skandal, den es aufzuarbeiten gilt, um so eine Farce in Zukunft zu vermeiden.

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16.06.2011 13:37 Zum Anfang der Seite springen
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RE: Untätige und unfähige/unwillige Aufsichtsbehörden

Moin,

wenn hier Versäumnisse der Behörden tatsächlich da sind, muss das zweifellos Folgen haben und dann darf man auch nach Schadenersatz fragen.

Nur würden in diesem Fall eine geänderte, bessere Aufsicht auch nicht helfen, weil wie so oft die bestehenden Mittel nicht angewendet wurden. Es müssen die zuständigen Leute einfach auch ihren Job richtig machen.

Nach meiner Erfahrung muss man mit Presseberichten - auch wenn sie in seriösen Blättern stehen - immer etwas vorsichtig sein. Wer das was gesagt hat und wie das von wem verstanden und interpretiert wurde wissen wir nicht.

Außerdem: ich bin kein Jurist, habe aber ausreichend mit rechtlichen Dingen Erfahrung um mir vorstellen zu können, dass z.B. die Staatsanwaltschaft den Laden gern gestürmt hätte aber für den richterlichen Beschluss nicht ausreichend echte und belegbare Fakten vorlegen konnte.

Ein Urteil über die Arbeit der zuständigen Behörden möchte ich mir im Moment noch nicht erlauben. Es wird viel geredet und viel geschrieben. Was wirklich stimmt wissen wir nicht.

Keine Frage, es muß untersucht werden, ob die bestehenden Aufsichtspflichten erfüllt wurden. Falls nicht haben die Zuständigen auch ihren Kopf hinzuhalten wie jeder kleine Private auch.

Aber es kann auch nicht sein, dass die Verbraucher ihr Hirn abschalten, weil doch alles staatlich geregelt ist. Privatleute wie Unternehmen sind auch für ihr Handeln verantwortlich und haben das dadurch entstandene Risiko zu tragen. Und bei TDF einen Vertrag abzuschließen war in meinen Augen ein für jeden erkennbares Risiko. Kriminelle Energie hin oder her...

So long

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17.06.2011 07:51 Zum Anfang der Seite springen
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Kriminelle Handlungen!

hi

Zitat:
Mehrere Mitarbeiter berichteten dem Handelsblatt nun, wozu Teldafax die erkaufte Zeit nutzte: „Es wurde ein Team von loyalen Leuten gebildet die schreddern seit zwei Monaten den ganzen Tag Unterlagen.“ Bei den Unterlagen soll es sich einerseits um belastendes Material handeln, andererseits schlicht um Kundenpost.


Wenn das zutrifft wäre das der Hammer :-()

Irgendwie verwundert mich das aber nicht.

So was ist ist strafbar. Firmen können nicht einfach Unterlagen vernichten. Da gibt es gesetzlich vorgegebene Fristen wie lange Geschäftsunterlagen aufbewahrt werden müssen. Und gerade im Vorfeld einer Insolvenz ist so was sehr gefährlich. Vor allem für die Verantwortlichen. Stichwort: "betrügerischer Bankrott".

Bei Teldafax dürfte nicht mehr nur die Straftat einer Insolvenzverschleppung vorliegen.

@Staatsanwaltschaft: Aufwachen!!!! Bewegt Eure faulen Beamtenärsche endlich mal und tut Eure Pflicht!

Ich bin jetzt mal gespannt ob die meine Schlussabrechnung für die ersten zwei Monate von 2011 überhaupt erstellen können. Nicht das die "aus Versehen" auch mein Schreiben mit dem Zählerstand entsorgt haben.

Ist aber nicht mein Problem. Ich zahle erste wenn ich eine korrekte Schlussabrechnung erhalten habe. Bei der Vorkasse von 2011 hat sich TelDaFax bei mir erfolglos die Zähne ausgebissen. Ich bleib weiter hart und poche auf die mir zustehenden Rechte.

Gruss

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