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Beitrag Teldafax im Focus | TelDaFax Horrortrip beendet! Mit Mahnbescheid!
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10.03.2011 08:47 Zum Anfang der Seite springen
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Teldafax gerade übernommen????

Guten Morgen,

bei den heutigen News zu TF bin ich gerade auf folgendes aufmerksam geworden:

TELDAFAX - Die Gläubiger des Billigstromanbieters Teldafax haben die Firma übernommen und damit Konsequenzen aus deren Schieflage gezogen. Bei den neuen Eigentümern handelt es sich um die Finanzinvestoren Sigma und CPA Invest. (Handelsblatt S. 29)


Bei der Onlineausgabe des Handelsblattes bin ich allerdings nicht auf Anhieb fündig geworden. Also noch mit Vorsicht geniessen!

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Themenstarter Thema begonnen von chrwe

10.03.2011 10:00 Zum Anfang der Seite springen
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RE: Teldafax gerade übernommen????

Gläubiger setzen Teldafax-Vorstände ab
10.03.2011, 07:41 Uhrexklusiv Die wochenlangen Streitereien um den Billigstromanbieter Teldafax haben ein überraschendes Ende gefunden. Gläubiger des Unternehmens haben die Macht an sich gerissen und den Vorstand abgesetzt.

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TroisdorfMehr als ein Jahr lang ist Klaus Bath seinem neuen Investor hinterhergelaufen. Ein Jahr hielt der Vorstandsvorsitzende von Teldafax den Einstieg des großen Unbekannten aus dem Osten wie einen Schutzschild vor sich. Alle Kritik an Baths Leistung, alle Zweifel an seinem Geschäftsmodell, würden mit der Übernahme durch einen strategischen Investor hinfällig, so die Parole. Doch nun, nach monatelanger Verzögerung, ist er tatsächlich da, der Investor. Genauer: Es sind sogar zwei. Ihre erste Amtshandlung: Sie teilten Bath mit, dass sie auf seine Dienste verzichten.

Bath, seit 2007 Vorstandschef des Stromanbieters, muss seinen Posten mit sofortiger Wirkung verlassen. Auch sein Vorstandskollege Gernot Koch verliert seine Zuständigkeit. Die Gesellschafter, der russische Energieversorger Energo Stream und der deutsche Fonds Debi Select, haben den kompletten Aufsichtsrat umbesetzt und kehren von oben nach unten durch. „Natürlich haben wir ein paar gute Leute identifiziert, mit denen wir weiterarbeiten wollen“, sagte ein Beteiligter dem Handelsblatt. „Aber in der Führung brauchen wir einen Neustart. Wir brauchen unbelastete Personen.“ Der Investorenvertreter spielte damit auf die Arbeit der Staatsanwaltschaft Bonn an, die bei Teldafax wegen des Verdachts auf Insolvenzverschleppung ermittelt. Er kündigte an, mit den Behörden zusammenarbeiten zu wollen.

Selten ist die Investorensuche eines deutschen Unternehmens so gründlich schief gelaufen wie beim Troisdorfer Stromanbieter Teldafax. Stattliche 300 Millionen Euro, so zeigen interne Unterlagen, waren 2009 als Preis schon vorverhandelt. Der Käufer: Gazprom. Doch der Deal scheiterte. Anschließend verhandelte Teldafax mit der Investmentbank Eco3 Capital – hier war ein Preis von 147 Millionen Euro fixiert. Doch auch mit Eco3 wurde Teldafax nicht handelseinig.

Der letzte Verhandlungspartner ist der, der nun tatsächlich einsteigt: der russische Versorger Energo Stream. Hier wurde Anfang 2010 ein Kaufpreis von 100 Mio. Euro für 75 Prozent der Aktien vereinbart. Nun sieht der Deal ganz anders aus. Energo Stream übernimmt nicht 75 Prozent der Aktien, sondern nur 49. Und die Investoren zahlen nicht 100, sondern nur 3,9 Millionen Euro. Das Geschäft wird über ein Zwischengesellschaften abgewickelt.

Die Übernahme gleicht mehr einer Notgeburt, als eine Wunschhochzeit. Beide Investoren steigen vor allem aus einem Grund bei Teldafax ein: sie haben sich eh schon so stark an dem Stromanbieter beteiligt, dass sie nun alles tun wollen, um ihr Investment zu retten.



Das ursprüngliche Kaufargument für Energo Stream war strategisch. Der russische Versorger erhoffte sich Zugang zu den vielen in Deutschland lebenden Russen und russisch-stämmigen Verbrauchern, Teldafax war mit mehr als 600.000 Stromkunden der größte konzernunabhängige Anbieter in Deutschland und deshalb für Einsteiger in den hiesigen Markt ein natürliches Kaufobjekt.

Womit die Russen nicht rechnen konnten: Die Verhandlungen mit Teldafax wurden zur schier endlosen Geduldsprobe. Ursprünglicher Abschluss des Kaufvertrags, dies zeigen interne Unterlagen, sollte schon im Juni 2010 sein. Voraussetzung für einen solchen Abschluss war jedoch eine Due Diligence, also eine eingehenden Prüfung der Bilanzen. Und Teldafax war nicht in der Lage, testierte Bilanzen vorzulegen.

So befand sich Teldafax über Monate in einem üblen Patt. Das Unternehmen hatte hundertausende von Kunden mit Billigangeboten geködert und musste sie zu Preisen beliefern, die nicht kostendeckend waren. Der Investor mit den tiefen Taschen wollte keine Kaufvertrag unterschreiben, solang die Bilanzen nicht testiert waren – doch die Buchhaltung war so durcheinander, dass sich die Wirtschaftsprüfer ein solches Testat verweigerten.

Teldafax überlebte diese Phase zu einem Gutteil nur, weil es über einen heimlichen Investor verfügte. Heimlich deshalb, weil der Investor selbst gar nichts davon mitbekam. Sein Name: Debi Select.

Debi Select ist ein Anlagefonds in Landshut, der sein Geschäft mit Factoring macht – also dem Kauf und der Eintreibung fremder Forderungen. Den Anlegern wurde das Konzept als hochsicher und sehr renditestark vorgestellt. Doch der Mann hinter dem Konzept ist einer, der bereits 2007 wegen Anlagebetrugs verurteilt wurde: Michael Josten, der Gründer von Teldafax.



Josten, so jedenfalls die Darstellung von Debi Select, sorgte dafür, dass fast alle Gelder, die Debi Select bei seinen Anlagern einsammelte, an Teldafax flossen – ein hochverschuldetes Unternehmen, dem keine Bank Kredite geben wollte. 65 bis 70 Millionen Euro flossen über Zwischenfirmen an den Stromanbieter und seine Schwestergesellschaften. Als Gegenleistung hielt Debi Select Schuldverschreibungen. So wurde der Fonds zum Großaktionär bei Teldafax, ohne dass das Fonds-Management davon nach eigener Aussage Kenntnis hatte.

Doch nun, heißt es in Landshut, ist das Versteckspielen vorbei. Josten und sein Geschäftspartner Anton Stiffler hätten die Kontrolle über das Unternehmen verloren. Debi Select hätte nun zwar alle Möglichkeiten,. juristische Schritte einzuleiten. Das wichtigste sei jedoch die Rettung von Teldafax – denn wenn der Stromanbieter untergeht, ist der Fonds nicht mehr lebensfähig. Alle Energie der neuen Gesellschafter richte sich daher auf die Stabilisierung von Teldafax.

Debi Select erhöht deshalb noch seinen über einen Zwischengesellschaft gehaltene Anteile an Teldafax und wird mit 51 Prozent der bestimmende Aktionär. Schon im Februar schickte der Fonds ein Rettungsteam nach Troisdorf. Der erfahrene Sanierungsexperte Manfred Ziegler soll den Stromanbieter stabilisieren und für einen Weiterverkauf vorbereiten. Dabei muss er um viel guten Willen bei den Gläubigern bitten. Bereits am Mittwoch besuchte Ziegler das Hauptzollamt Köln, wo erneut eine Forderung gegen Teldafax über mehrere Millionen Euro aufgelaufen ist. Die neuen Eigentümer hoffen auf Stundung. Sie sind aber auch bereits, selbst Geld nachzuschießen, um Teldafax über die nächsten Wochen zu bringen.

Entscheidend für das Überleben von Teldafax wird nun sein, wie sich die Geschäftspartner verhalten. Fast im Wochentakt gaben zuletzt Netzbetreiber bekannt, sie hätten Teldafax wegen ständiger Zahlungsschwierigkeiten von Netz abgeschaltet oder diesen Schritt ultimativ angedroht. Das Vertrauen zu dem alten Management ist komplett aufgebraucht – auch deshalb wurde es von den neuen Eigentümern sofort abgesetzt. Sie hoffen nun, mit neuen Gesichtern in der Vorstandsetage bei den Geschäftskunden zumindest wieder Gehör zu finden.

Doch nicht nur bei den Netzbetreibern, auch bei seinen eigenen Kunden muss Teldafax das Vertrauen erst mühsam wieder aufbauen. Anfang des Jahres hatte Teldafax das Lastschriftverfahren für seine Kunden eingestellt. Teldafax gab an, dies sei der Wunsch des russischen Investors. Das Argument jedoch war nur vorgeschoben. Tatsächlicher Grund war die Sorge der Banken von Teldafax vor möglichen Haftungsrisiken. Die Geldhäuser fürchteten, die Kunden könnten im Falle einer Insolvenz das Geld aus dem Lastschriftverfahren von der Bank zurückholen und die Banken würden auf ihren Forderungen sitzenbleiben.

Teldafax musste deshalb seine Kunden auffordern, ihre Beiträge selbst aktiv zu überweisen – ein Schritt, der bei dem Stromanbietern zu einem Chaos führte. Noch die Hälfte der Kunden, so heißt es aus dem Unternehmen, hätte überhaupt gezahlt. Die andere Hälfte hätte sich mit dem Hinweis geweigert, dass eine Überweisung sie rechtlich schlechter stelle. Ein Kunde, der das Geld selbst anweist könnte es im Falle einer Insolvenz nicht zurückholen. Der Verwaltungsaufwand hat Teldafax stark überfordert. Die Buchhaltung war Ende Februar noch auf dem Stand von Anfang Januar – das Unternehmen wusste also nicht, wie der aktuelle Geldbestand war. Eine der wichtigsten Aufgaben der neuen Führung wird sein, diesen Zustand so schnell wie möglich abzustellen.

Die Staatsanwaltlichen Ermittlungen gegen Teldafax wegen des Verdachts auf Insolvenzverschleppung sind von der neuen Entwicklung nicht betroffen. Die Behörde folgt derzeit Spuren, nach denen das Teldafax-Management schon seit 2009 die Insolvenz verschleppt. Wie Beteiligte dem Handelsblatt bestätigten, wollen die neuen Eigentümer von Teldafax mit der Staatsanwaltschaft zusammenarbeiten. Insider erwarten sogar, dass die Ermittlungen nu schneller vorangehen, weil die entmachteten Chefs nicht mehr kontrollieren können, welche Informationen von Teldafax an die Staatsanwaltschaft fließen und welche nicht.

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10.03.2011 11:16 Zum Anfang der Seite springen
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Naja....

Endlich ist der alte Vorstand abgesetzt. Es ist allerdings fraglich, ob man mit einer neuen Geschäftsführung das Ruder wieder rumreißen kann. Zum einen ist der Ruf so sehr geschädigt, dass sich viele Kunden von TDF abgekehrt haben und zum anderen kann man in Zukunft seine Ware (Strom und Gas) nicht unter EK verkaufen, was Preissteigerungen zur Folge hat.

Goodbye Teldafax – Goodbye Debi Select Fonds!

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10.03.2011 13:54 Zum Anfang der Seite springen
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RE: Teldafax gerade übernommen????

hi

Zitat:
Die Buchhaltung war Ende Februar noch auf dem Stand von Anfang Januar – das Unternehmen wusste also nicht, wie der aktuelle Geldbestand war. Eine der wichtigsten Aufgaben der neuen Führung wird sein, diesen Zustand so schnell wie möglich abzustellen.


Da bin ich mal gespannt. Ich warte noch auf die Schlussabrechnung für 2010 und die Lastschrift für die Abschlagszahlung 2011.

Aus meiner subjektiven Sicht kann das Chaos bei TelDaFax noch recht lange andauern.

Ich weiss, andere Verbraucher sehen das gerade anders rum. Vor allem die die auf eine Rückzahlung warten.

Gruss

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11.03.2011 10:36 Zum Anfang der Seite springen
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RE: Teldafax gerade übernommen????

Moin,

das Handelsblatt schreibt da auch wieder Augenzwinkern

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/...ab/3934270.html

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/...ax/3937830.html

Wird dauern, aber vielleicht kommt doch Ruhe rein.

So long

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11.03.2011 15:22 Zum Anfang der Seite springen
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RE: Teldafax gerade übernommen????

Energiemarkt
: Energiediscounter Teldafax wird komplett umgebaut
Wirtschaft und Finanzen, 11.03.2011, Sven Frohwein


Hans-Gerd Höptner ist neuer Chef beim Energiediscounter Teldafax. Das Unternehmen soll jetzt wieder Geld verdienen. Foto: dapd

Düsseldorf. Teldafax wird komplett umstrukturiert. Der Gas- und Stromdiscounter war immer wieder in die Schlagzeilen geraten, weil Netzbetreiber drohten, den Teldafax-Kunden die Leitung abzudrehen. Damit soll jetzt Schluss sein, kündigte der neue Chef Hans-Gerd Höptner an. Teldafax soll wieder Geld verdienen.


Hans-Gerd Höptner hat bislang nur wenige Antworten parat. Der 69-Jährige, der sich bereits mit der Sanierung des angeschlagenen Wäsche-Herstellers Schiesser einen Namen machte, soll jetzt beim Billig-Stromanbieter retten, was zu retten ist. Höptner hatte das Amt des Vorstandschefs vor kurzem überraschend übernommen. „Ich bin erst seit gut 48 Stunden mit dem Unternehmen befasst“, sagt der Sanierer am Freitag. „Bitte verstehen Sie, wenn ich noch nicht all Ihre Fragen beantworten kann.“

Das Unternehmen, das ist Teldafax. 800.000 Kunden hat der Strom- und Gasdiscounter zurzeit in Deutschland. Die meisten band der Energieversorger mit langfristigen Lieferverträgen an sich. Das brachte Teldafax in Schwierigkeiten. Teldafax hatte Energie kurzfristig zu Marktpreisen eingekauft, war aber durch die Verträge gezwungen, Strom und Gas unter dem Einkaufswert an die Kunden weiterzureichen. Ein solches Geschäftsmodell könne auf Dauer nicht funktionieren, sagte Höptner. Jetzt wolle man wieder Geld verdienen.

Teldafax, so versicherte Höptner am Freitag, stehe nicht vor der Insolvenz. Aber es sei nicht von der Hand zu weisen, dass das Unternehmen überschuldet sei. „Zahlungsunfähigkeit droht allerdings nicht.“ Das Geschäftsgebaren von Teldafax hatte in der jüngsten Vergangenheit diese Vermutung aber nahegelegt. Weil das Unternehmen nur sehr zögerlich Entgelte für die Anmietung von Strom- und Gasleitungen bei Netzbetreibern wie Stadtwerken und anderen Energieversorgern beglich.

Netzbetreiber drohten mit Sperrung der Leitungen
Vor kurzem mussten 3000 Kunden in Hagen und in Südwestfalen darum bangen, ihren günstigen Strom- und Gastarif zu verlieren. In Dortmund drohte der Netzbetreiber DEW21 mit der Sperrung der Leitungen. Das „Handelsblatt“ berichtete von einer Liste mit 70 Netzbetreibern, bei denen ähnliche Probleme aufgetaucht sein sollen.

In allen Fällen konnte Teldafax durch Eilüberweisungen eine Netzsperre verhindern, Teldafax-Kunden blieben Teldafax-Kunden. Denen dürfte ein Stein vom Herzen gefallen sein. Denn zahlreiche Strom- und Gasbezieher hatten bereits im voraus für ihre Energie bezahlt, viele gingen für ein Jahr in Vorleistung.

Höptner versprach am Freitag, all diese Ungereimtheiten in den kommenden Tagen und Wochen auszuräumen. „Wir sind mit den wichtigsten Netzbetreibern im Gespräch“, sagte der neue Teldafax-Chef. Für Teldafax geht es bei den Netzentgelten um Geld, viel Geld. „Viele Betreiber sind durch die negative Berichterstattung in den Medien nervös geworden“, so Höptner. Teldafax musste Zugeständnisse an die Netzbetreiber machen, zum Teil auch durch Vorauszahlungen. Das Unternehmen habe so mehr Kapital aufwenden müssen, als im normalen Geschäftsbetrieb notwendig sei, so der neue Firmenchef. Jetzt soll mehr Ruhe rein. Wenn er sich mit den großen Betreibern geeinigt habe, werde das auch die kleineren Betreiber beruhigen, hofft der neue Chef. Es gebe einfach zu viele kleinere Partner, um mit allen persönlich ins Gespräch zu kommen.

Großangelegte Umstrukturierung geplant
Höptner kündigte am Freitag eine großangelegte Umstrukturierung des Unternehmens an. Teldafax besitze zahlreiche Tochterfirmen im Portfolio. Das Unternehmen müsse nun prüfen, ob diese alle für das Kerngeschäft nötig seien, sagte der neue Chef. Oberstes Ziel müsse es sein, Strukturen zu vereinfachen. Komplexe Strukturen kosteten nämlich Zeit, und die Geld. Ob das auch zu Entlassungen führe? „Das kann ich nicht ausschließen“, sagte Höptner. Teldafax beschäftigt laut eigener Aussage rund 550 Mitarbeiter.

Die Turbulenzen bei Teldafax gipfelten vor wenigen Tagen in einem abrupten Eigentümerwechsel. Seitdem gehört das Unternehmen zu 51 Prozent dem Finanzinvestor Sigma Citation Capital Strategies und zu 49 Prozent dem Fondsanbieter Debi Select. Laut Höptner habe das Unternehmen kürzlich ein Darlehen über 44 Millionen Euro erhalten, allerdings nicht vom russischen Geldgeber Energo Stream, „sondern internationalen privaten Investoren“. In der Vergangenheit war immer wieder berichtet worden, Energo Stream sei ein weißer Ritter, der Teldafax in der Not beispringe.

Teldafax-Chef Höptner bat alle Beteiligten am Freitag um Zeit. „Die nächsten Wochen werden entscheidend für die Zukunft des Unternehmens sein“, sagte er. Er müsse sich jetzt erst einmal ein genaues Bild vom Unternehmen machen und die dringendsten Fragen klären. Höptner wandte sich direkt an die Kunden seines Unternehmens: „Die Kunden werden weiter beliefert, sie werden nicht in die Grundversorgung zurückfallen.“

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28.03.2011 09:50 Zum Anfang der Seite springen
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Pressemeldung TDF vom 28.03.2011

Pressemeldung TDF vom 28.03.2011

Zitat:
Neuer Investor an Bord - Liquiditätssituation bei TelDaFax entspannt sich


Troisdorf, 28.03.11 – Die Prime Mark Financial Group mit Sitz in Zypern steigt als neuer Gesellschafter bei der TelDaFax Holding AG ein und stattet das Unternehmen mit zusätzlichem Kapital im mittleren zweistelligen Millionenbereich aus. Damit ist das Unternehmen in der Lage, seine aktuellen Liquiditätsprobleme zu lösen und seine wirtschaftliche Lage deutlich zu verbessern. TelDaFax hatte erst kürzlich seine Übernahme und einen damit verbundenen Wechsel des Vorstandsvorsitzes bekannt gegeben.

Prime Mark übernimmt 51% von der CPA Invest AG, die erst vor zwei Wochen bei TelDaFax eingestiegen war. „Der neue Investor kommt genau zum richtigen Zeitpunkt“, freut sich Dr. Hans-Gerd Höptner, Vorstandsvorsitzender der TelDaFax Holding AG. „Wir sind mit dem Investment jetzt in der Lage, die durch Eigenkapital nicht gedeckte Liquiditätslücke und die daraus resultierenden bestehenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten schrittweise zu beseitigen und neu durch zu starten.“ Der zweistellige Millionenbetrag wird für die Begleichung entstandener Verbindlichkeiten und weitere Restrukturierungsmaßnahmen genutzt. Auslöser für die Schieflage des Unternehmens war u.a. eine Medienkampagne, die vor allem bei den Geschäftspartnern und den Banken für einen erheblichen Vertrauensverlust gesorgt hatte. In der Folge wurden etliche Vertragsbeziehungen neu gestaltet und mit hohen liquiditätseinschränkenden Sicherheitsleistungen für das Unternehmen verbunden.

Wie schwierig die Situation für das Unternehmen geworden war, zeigen die Entwicklungen der letzten beiden Wochen: Einige regionale Netzbetreiber haben aufgrund verzögerter Zahlungen den Netzzugang für TelDaFax gesperrt. Mit vielen Betreibern konnte sich das Unternehmen inzwischen einigen. Aber: „Wir haben etwa 20.000 Kunden auf diese Weise verloren“, räumt Höptner ein. Mit dem frischen Kapital könne man nun etliche aufgelaufene Probleme klären und vor allem neu durchstarten. Der neue Vorstandschef hatte erst vor zwei Wochen ein umfangreiches Restrukturierungsprogramm angekündigt, das die Prozesse und Strukturen verschlanken und damit vereinfachen soll.

Ziel des neuen Anteilseigners ist es, TelDaFax wirtschaftlich zu stabilisieren und mittelfristig in die Gewinnzone zu führen. „Das Potenzial,” so Richard Reinert, Geschäftsführer Prime Mark, „ist bei TelDaFax als größtem unabhängigen Energieversorger Deutschlands vorhanden.“ Außerdem könne man auf einer soliden Kundenbasis aufbauen.

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Beiträge: 190
28.03.2011 13:34 Zum Anfang der Seite springen
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Daumen runter! RE: Pressemeldung TDF vom 28.03.2011

Hahaha, das haben wir schon so oft gehört. Noch ein paar Schäflein ins Trockene und dann die echten Schafe auf die Schlachtbank. Wir brauchen endlich wieder mal so eine Insolvenz, damit können wir noch grüner werden.
Grüßle

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Kenner

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Herkunft: München
28.03.2011 16:45 Zum Anfang der Seite springen
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RE: Pressemeldung TDF vom 28.03.2011

Todgesagte leben länger - "sterben" aber doch!

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