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12.01.2011 09:25 Zum Anfang der Seite springen
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Teldafax : Handelsblatt - Runde 2

Gestern las ich im Handelsblatt den folgenden Artikel...

Zitat:
Stromkonzerne drohen Teldafax mit Abschaltung

DÜSSELDORF. Der schlingernde Billigstromanbieter Teldafax wird zum Problem für die gesamte deutsche Strombranche. Wie die Bundesnetzagentur auf Anfrage des Handelsblattes bestätigte, haben Netzbetreiber der Aufsichtsbehörde im vierten Quartal 2010 mitgeteilt, dass sie von Teldafax Vorkasse für die Durchleitung von Strom verlangen. Grund waren ständige Zahlungsverzögerungen beim Troisdorfer Stromhändler. Einige Netzbetreiber haben der Aufsichtsbehörde nach Angaben der Sprecherin sogar "angezeigt, dass sie Teldafax damit gedroht haben, den Netzzugang zu sperren".

Das Geschäftsgebaren von Teldafax gibt der Branche seit Monaten Rätsel auf. Teldafax erzeugt selbst keinen Strom, sondern betätigt sich als reiner Händler. Das Unternehmen kauft im Großhandel Strom ein und gibt diesen an seine Kunden weiter. Für den Transport muss es den Netzbetreibern - den Eigentümern der großen Übertragungsnetze und Hunderten regionalen Versorgern - Gebühren bezahlen.

Um schnell viele Kunden zu gewinnen, ging Teldafax jedoch seit 2007 ein hohes Risiko ein. Wie aus internen Unterlagen hervorgeht, verkauft Teldafax den Strom zum Teil billiger, als es ihn einkauft. Außerdem schultert das Unternehmen hohe Marketingausgaben - etwa als Hauptsponsor für Bayer 04 Leverkusen. Das Bestreben von Teldafax ist, die Billigtarife nach und nach in teurere Modelle umzuwandeln. Es gibt aber kaum Anzeichen, dass dies gelingt.

Als Ergebnis seiner Strategie hat Teldafax seit Eintritt in den Energiemarkt ausschließlich Verluste geschrieben. Das Unternehmen hat zwar mehr als 500.000 Kunden unter Vertrag, ist aber bilanziell überschuldet. und konnte in der Vergangenheit seinen Untergang nur durch eine Verschmelzung einer Tochter mit einer anderen verhindern. Teldafax eigene Wirtschaftsprüfungsagentur, die BDO, aber hat so ernste Zweifel an den Bilanzen, dass sie noch immer nicht die Teldafax-Jahresabschlüsse 2008 und 2009 testiert hat. Teldafax-Vorstand Klaus Bath hat vorgeschlagen, dass der Aufsichtsrat für 2010 eine andere Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sucht.

Die Netzbetreiber sehen sich nun in einer Zwickmühle. Gesetzlich haben sie die Möglichkeit, bei Außenständen eines Händlers dessen Netzzugang zu sperren. Dies ist aber heikel. Niemand will sich von Teldafax dafür verantwortlich machen lassen, die Pleite des Marktneulings willentlich herbeigeführt zu haben. Laut Netzagentur hat Teldafax zudem seine Rechnungen bislang letztlich doch bezahlt.

Vorige Woche verlor ein Netzbetreiber aber bereits die Geduld. Die Zwickauer Energieversorgung kündigte 600 Teldafax-Kunden an, sie in die "Ersatzversorgung" zu übernehmen. Das ist gesetzlich vorgesehen, wenn ein Lieferant seine Kunden nicht beliefern kann. Dann springt der örtliche Anbieter ein, um die Versorgung zu gewährleisten - allerdings zu höheren Preisen.

Die Maßnahme wirkte. Einen Tag später einigte sich der ostdeutsche Netzbetreiber mit Teldafax. Der Billigstromanbieter durfte seine Kunden wieder beliefern. Teldafax begründete das Problem mit einer Umstellung des Buchhaltungssystems. Insgesamt habe man keine Probleme mit der Zahlung per Vorkasse.

Die Drohung von Netzbetreibern den Netzzugang zu sperren begründet die Sprecherin mit der Berichterstattung der vergangenen Wochen: "Dass bewährte Lieferantenbeziehungen vor diesem Hintergrund das eine oder andere Mal auf den Prüfstand gestellt oder neu diskutiert beziehungsweise verhandelt werden, kann nicht wirklich überraschen."

Einer der wenigen Rettungsanker von Teldafax ist die sogenannte Sonderabschlagszahlung seiner Kunden. Je günstiger der angebotene Tarif, desto höher ist diese Zahlung. Vereinbart ist, dem Kunden die entsprechende Summe bei Vertragsende zurückzuzahlen. Verbraucherzentralen melden aber massenhafte Anfragen von Kunden, deren Guthaben nicht ausgezahlt wird.

Für neuen Ärger sorgt nun die Entscheidung von Teldafax, seine Forderungen nicht mehr per Lastschriftverfahren einzuziehen, sondern seine Kunden zu bitten, ihre Stromgebühren selbst zu überweisen. Eine Teldafax-Sprecherin nannte als Grund eine "Prozessoptimierung". Allerdings hat dieses Verfahren den Nachteil für die Kunden, dass sie ihr Geld im Streitfall nicht zurückverlangen können. Mehrere Verbraucherzentralen haben die Umstellung kritisiert und raten den Kunden, auf dem Lastschriftverfahren zu bestehen. Ein Kunde hat sich bereits an die Staatsanwaltschaft Bonn gewandt. Diese ermittelt gegen den Teldafax-Chef Klaus Bath bereits wegen des Vorwurfs der Insolvenzverschleppung. Bath bestreitet ein Fehlverhalten.

Quelle: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/...haltung;2728459

Kurze Zeit später konnte man auf der TDF-Homepage die folgende Pressemitteilung lesen...

Zitat:
Stellungnahme der TelDaFax Holding AG

Troisdorf, 11.01.2011 – Zu der heutigen Veröffentlichung im Handelsblatt, nach der Stromkonzerne der TelDaFax Energy mit Abschaltung drohen, nimmt das Unternehmen wie folgt Stellung.

Das Handelsblatt geht in seiner Darstellung beispielhaft von einem Vorfall mit den Stadtwerken Zwickau aus, der bereits gelöst wurde. Im konkreten Fall hat die aktuelle Umstellung der Buchhaltungs- und Abrechnungssysteme bei TelDaFax zu einer Verzögerung des Zahllaufs und in der Konsequenz zur Abschaltung durch die Stadtwerke Zwickau geführt. Der Fall wurde binnen weniger Stunden gelöst – Kunden waren zu keiner Zeit beeinträchtigt.

Auf Basis dieses Falls unterstellt das Handelsblatt Zahlungsprobleme des Unternehmens. Diese Aussage ist so falsch. Richtig ist vielmehr, dass es durch die Umstellung des Abrechnungs- und Buchhaltungssystems zu Verzögerungen innerhalb der Zahlprozesse, sowohl auf Kunden- als auch auf Lieferantenseite, kommt. Die Umstellung soll in den nächsten Wochen komplett abgeschlossen sein. Eventuelle Verzögerungen oder Missverständnisse bei Kunden und Lieferanten bittet TelDaFax zu entschuldigen.

Das Handelsblatt kritisiert weiterhin die Umstellung von Lastschrift auf Selbstzahler, die auch schon den Verbraucherschutz auf den Plan gerufen hätte. Dazu äußert sich TelDaFax wie folgt: Die Umstellung auf Selbstzahler erfüllt zum Einen Vorgaben des kommenden russischen Eigentümers, dient zum Anderen aber auch der Vereinfachung von Prozessen. Zum Jahresbeginn hat TelDaFax außerdem ein neues einfacheres Tarifsystem eingeführt, das künftig grundsätzlich auf Jahres- und so genannte Vorkasse-Tarife verzichtet. Das Unternehmen reagiert damit nicht zuletzt auf die immer wieder auftauchende Kritik gerade an diesen Preismodellen.

Quelle: http://www.teldafax.de/presse/

Ich kann nur jedem Kunden raten, der LSV-Kündigung unbedingt zu widersprechen. In meinem Fall hat mir dies TDF bereits schriftlich bestätigt und wird kommende Beiträge per LSV einziehen.

Im Falle einer Insolvenz von TDF, die Beiträge zurückbuchen, die den Versorgungszeitraum für die Zukunft betreffen und TDF darauf hinweisen, eine neue Schlussrechnung unter Berücksichtigung einer evtl. bereits gezahlten Sonderabschlagszahlung zu erstellen

Parallel dazu mit dem Grundversorger Kontakt aufnehmen und ggf. in einen günstigeren Tarif wechseln.

Gruß
Mohlo

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12.01.2011 18:04 Zum Anfang der Seite springen
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RE: Teldafax : Handelsblatt - Runde 2

Danke mohlo für den Hinweis auf den Handelsblatt-Artikel. Das sieht wahrlich nicht gut aus.

Viele Grüße
ML

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