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Beitrag Teldafax behält Guthaben ein ! | Teldafax und Buchhaltung?
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Gelegenheits-User

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16.11.2010 19:01 Zum Anfang der Seite springen
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Fragezeichen Heute Anschreiben "Vertrauenssache" bekommen...

Hallo zusammen,
ich habe im Oktober bei TelDaFax einen Vertrag mit Vorkasse abgeschlossen. Statt die Vorkasse nun per Lastschrift einzuziehen habe ich heute folgendes Anschreiben von TelDaFax bekommen:

"Vetrauenssache
Sehr geehrte Damen und Herren,

wie Sie vielleicht schon unseren Pressemeldungen entnehmen konnten, stehen wir kurz vor der Übernahme durch einen internationalen Investor, der uns mit strategischen und finanziellen Mitteln neue Wachstumsmöglichkeiten anbietet. Somit können wir Ihnen versichern, dass wir auch langfristig Ihr zuverlässiger und günstiger Versorger sein werden.

Sie haben vor einigen Tagen eine Rechnung zu Ihrem gebuchten Paket erhalten. Entgegen des darin enthaltenen Lastschriftenhinweises, bitten wir Sie hiermit - um ein vertrauensvolles Miteinander zu unterstreichen - um ÜBERWEISUNG des Paketpreises in höhe von 640,00 Euro. Damit sichern Sie sich einmalig ein Stromvolumen von 4000 kWh zu einem supergünstigen Preis von 16,00 Cent pro Kilowattstunde.

Bitte verwenden Sie für Ihre Überweisung des Paketpreises bis zum 19. November 2010 das folgende Bankkonto: ....

...
Wir freuen uns über Ihr entgegengebrachtes Vertrauen. Indem Sie uns die Treue halten, sparen Sie nicht nur bei Ihren Energiekosten, sondern sorgen dafür, dass Energie auch morgen noch für Alle bezahlbar bleibt, die sich für den freien Wettbewerb im deutschen Energiemarkt aussprechen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre TelDaFax"



Was soll ich nun davon halten?
Mir liegt die Auftragsbestätigung vom 07.10.2010 vor.
Kann ich da jetzt noch raus aus dem Vertrag, noch bevor die anfangen zu liefern?
Soll ich überweisen? Oder womit müsste ich rechnen, wenn ich erstmal einfach nicht zahle und abwarte.
Soll ich vielleicht eine Anzahlung von 1/12 für den Januar machen?
Was wäre wirklich clever?
So ein Schiiieeet!

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Stammgast

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16.11.2010 21:19 Zum Anfang der Seite springen
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RE: Heute Anschreiben "Vertrauenssache" bekommen...

Einer Lastschrift kann man 6 Wochen (bzw. bei ungenehmigter auch ewig) widersprechen. Überweist man, ist das Geld weg...

Wer bei dieser Firma auch nur irgend etwas kauft, ist selber Schuld...

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Gelegenheits-User

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17.11.2010 07:28 Zum Anfang der Seite springen
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RE: Heute Anschreiben "Vertrauenssache" bekommen...

Zitat:
Original von srm
Wer bei dieser Firma auch nur irgend etwas kauft, ist selber Schuld...

Entschuldigung! Danke für Deine hilfreiche Antwort^^

PS: Das mit der Lastschrift stimmt zwar, ist hier aber gar nicht Thema.

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17.11.2010 12:49 Zum Anfang der Seite springen
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RE: Heute Anschreiben "Vertrauenssache" bekommen...

Sie schreiben doch selbst, dass Sie mit Tf einen Vertrag mit Vorkasse abgeschlossen haben. Wenn ein wirksamer Vertrag vorliegt, müssen sich beide Vertragsparteien an ihre Pflichten halten, es sei denn, es läge ein Rücktrittsgrund für Sie vor. Den sehe ich ehrlich gesagt nicht ohne weiteres. Wenn Sie Tf eine Einzugsermächtigung erteilt haben, würde ich aus taktischen Gründen allerdings abwarten und nicht selbst zahlen. Tf kann das Geld abbuchen. Sie verletzen nicht Ihre vertraglichen Pflichten, wenn Sie selbst nicht überweisen. Wird Tf insolvent, kann es sein, dass Tf das Geld noch nicht bei Ihnen abgebucht hat, oder Sie können, wenn schon eine Abbuchung erfolgt ist, innerhalb von 6 Wochen versuchen, Ihr Geld rückbuchen zu lassen (wenn dann bei Tf noch was da ist). Wenn Sie selbst überweisen, können Sie das Geld nicht mehr zurückholen. Darin besteht der grundlegende Unterschied zwischen Lastschrift und Überweisung.

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Gelegenheits-User

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17.11.2010 16:10 Zum Anfang der Seite springen
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Vertrauenssache

Der Vertrag ist erstmal wirksam. Das ist genau das Problem.

Die Frage könnte sein, ob das Vertrauensverhältnis nachhaltig bereits im Vorfeld zur Belieferung gestört ist und eine Vertragsaufhebung aus wichtigem Grund in Frage kommen kann.

Alternativ kämen eben bei Vertragsdurchführung Abschlagszahlungen von meiner Seite aus in Frage, um keinen Anlass zu Mahnungen zu geben, aber das Risiko auf Minimum zu halten.

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Super-User

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17.11.2010 16:27 Zum Anfang der Seite springen
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RE: Vertrauenssache

Moin,

was ist denn eine Vertragsaufhebung aus wichtigem Grund?

Kündigung oder Aufhebung wegen nachhaltiger Vertrauensstörung im Vorfeld? Da mußt Du Dir die Frage stellen lassen, wieso Du dann abgeschlossen hast.

Die Widerrufsfrist ist verstrichen. Der Vertrag ist rechtswirksam geschlossen und beide Seiten haben sich daran zu halten. Und Gründe für eine Nichtigkeit des Vertrages liegen keine vor.

Da ist leider nichts zu machen...

So long

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Stammgast

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17.11.2010 17:56 Zum Anfang der Seite springen
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RE: Vertrauenssache

Perfekte Antwort Mix ;-)

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Gelegenheits-User

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17.11.2010 18:17 Zum Anfang der Seite springen
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Lustige Expertenrunde

Warum ich abgeschlossen habe...? OK. Weil ich TelDaFax seit mind. 10 Jahen kenne und genutzt habe als Anbieter für's Telefon. Ich wurde erst auf die Situation aufmerksam, als ich obiges Anschreiben bekommen habe. Soviel mal zur Historie(nur mal so, falls jemand glaubt, ich gehe absichtlich zu besonders schlechten Anbietern...)

Ich merke schon, eine gewisse Hähme ist hier permanent gegeben in diesem Forum. Sei's drum.

So, zurück zum Thema:
Die 640,- EUR Vorauszahlung sind offensichtlich nicht durch den Hauptvertrag gedeckt. Es handelt sich um ein zusätzlich gebuchtes Volumen-Paket (Paket L zum Tarif 1705) mit 12 Monaten Laufzeit. Hier gelten also ggf. besondere Regelungen, was die Kündigungsregelungen angeht. Das würde auch das Anschreiben erklären. Der Hauptvertrag sieht gleichbleibende Abschlagszahlungen vor. Das Sondervolumen-Paket ist dort nicht geregelt.

Vielleicht ändert das ja Eure Einschätzung...

Ach ja: Kündigung aus wichtigem Grund. Ich dachte die Juristen unter uns würden das kennen cool Schaut mal hier: § 314 BGB - Kündigung von Dauerschuldverhältnissen aus wichtigem Grund

Findet sich im Vertrag von TelDaFax wie folgt:
"8. Laufzeit
8.1. Dieser Stromliefervertrag hat - vorbehaltlich seiner Kündigung aus
wichtigem Grund - die im jeweiligen Tarif vereinbarte Mindestlaufzeit.
Die Laufzeit beginnt mit dem Lieferbeginn (Ziff. 4.2.) und verlängert sich
bei den Tarifen mit einer Mindestlaufzeit von mindestens 12 Monaten
um jeweils ein weiteres Jahr, wenn der Vertrag nicht mit einer Frist von
sechs Wochen vor Ende der Laufzeit gekündigt wird.
8.2. Darüber hinaus kann der Vertrag aus wichtigem Grund gekündigt
werden. Ein wichtiger Grund liegt (unbeschadet sonstiger gesetzlicher
Kündigungsgründe) insbesondere dann vor, wenn..."


Dies gilt natürlich beidseitig für Lieferant UND Abnehmer. Wäre ansonsten einseitig uns sittenwidrig. Kennt Ihr ja sicherlich aus §138 BGB, gelle?


Edit: Und weil's gerade so Spass macht.
Ich habe noch folgende Klausel entdeckt:
" Die Mindestvertragslaufzeit beginnt mit Versorgungsstart und verlängert sich um jeweils ein Jahr bei nicht fristgerechter Kündigung. Die Kündigungsfrist beträgt sechs Wochen zum Ende der Laufzeit"
Was sagt Ihr nun?

Dieser Beitrag wurde schon 2 mal editiert, zum letzten mal von DerNeue am 17.11.2010 18:43.

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MeyerLansky ist offline MeyerLansky


Fachmann

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17.11.2010 19:29 Zum Anfang der Seite springen
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cool Kennen Sie einen billigern Optiker als Fielmann?

"Vergessen Sie´s", sagt der Humphrey-Darsteller in der Werbung. So ähnlich ist das auch mit der Beurteilung der von Ihnen gewünschten Unwirksamkeit Ihres Vertrages. Da helfen auch Ihre vielen Farben und süffisanten Bemerkungen in Ihren Beiträgen nichts. Um die Wirksamkeit eines Vertrages abschließend beurteilen zu können, muss man sämtliche Vertragsklauseln kennen. Dieses Wissen haben wir nicht, was Sie uns schlecht zum Vorwurf machen können. Oder sehen Sie das etwa anders? Ich bin davon ausgegangen, dass Sie - wie Sie selbst sagen - einen wirksamen Vertrag abgeschlossen haben und die zweiwöchige Frist für den Widerruf des Vertrages abgelaufen ist (sonst wär er ja nicht wirksam). Dann stellt sich mangels anderer Informationen Ihrerseits nur die Frage, ob ein Rücktrittsgrund für Sie vorliegt. Das ist m.E. nicht der Fall - auch nicht aus wichtigem Grund, etwa weil Sie sich über die Eigenschaften Ihres Vertragspartners geirrt hätten . Auch eine Anfechtung des Vertrages kommt m.E. nicht in Betracht (bloße Gerüchte über Insolvenz sind m.E. keine verkehrswesentliche Eigenschaft der Vertragssache). Sie hätten sich mit ein wenig Überlegung ja vorher mal über die Seriosität Ihres Vertragspartners informieren können. Solange Tf nicht insolvent ist und liefert, sind Sie deshalb m.E. nach Ablauf der 2wöchigen Widerrufsfrist nach den gesetzlichen Regelungen an den Vertrag gebunden. Ob Sie darüber hinaus individuell mit Tf was anderes vereinbart haben oder ob für Sie etwas anderes gilt, weil Tf Ihnen u.U. bestimmte Informationen verheimlicht hat, die zu einer Verlängerung der Widerrufsfrist führen, wissen wir nicht und können wir von hier ohne Kenntnis Ihrer individuellen Vertragsunterlagen auch nicht hellsehen - obwohl ich Experte bin. Deshalb empfehle ich Ihnen dringend, alsbald einen Anwalt einzuschalten. Aber nehmen Sie alle Vertragsunterlagen mit, sonst kann der Ihnen auch nicht helfen. Und informieren Sie sich bei Ihrem nächsten Vertragsschluss vielleicht einmal etwas früher, mit wem Sie es auf der Gegenseite zu tun haben. Denn das Recht ist - wie wir Volljuristen sagen - nicht mit die Dummen ;-) (womit ich natürlich nicht Sie persönlich meine). PS: Ob Sie vorleisten müssen, ist ebenfalls eine Frage Ihres ganz persönlichen Vertrages. Wenn der Vertrag das vorsieht und der Vertrag wirksam ist, kann Tf das Geld jetzt schon einziehen (sonst wäre es ja keine VORleistung). Aber auch das muss der Anwalt bezogen auf Ihren ganz konkreten Fall prüfen. Abschließende Ferndiagnosen sind insoweit nicht möglich.

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von MeyerLansky am 17.11.2010 19:50.

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17.11.2010 19:43 Zum Anfang der Seite springen
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TelDaFax Forum

Ich sag auf jeden Fall mal artig danke! und verabschiede mich mit besten Empfehlungen bis auf weiteres.

Ich werde mal morgen mit der Verbraucherzentrale kontakten bevor's zum Anwalt gehen sollte.

Und sorry für die 2. Farbe (Das Blau der automatischen "Stichwortsuche" kann ich ja selbst leider nicht beeinflussen). Es sollte nur meinen EDIT hervorheben, um zu zeigen, was ich ergänzt habe, statt einen neuen Post in meiner lustigen Art vom Stapel zu lassen Augenzwinkern

Machts gut!

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tiger7334 ist offline tiger7334


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18.11.2010 07:58 Zum Anfang der Seite springen
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wütend gleiches Problem

Ich habe genau das gleiche Anschreiben bekommen. Würde mich mal interessieren, was der Verbraucherschutz bei dir gesagt hat. Ich weiß zumindest, das ich das Geld nicht überweisen werde, genau aus dem Grund, dass ich dann keine Möglichkeit mehr habe das Geld zurückzuholen.
Damit verhalte ich mich auch nicht vertragswidrig. Ich habe denen bei Auftragserteilung eine Lastschriftvereinbarung gegeben, die sie dann tunlichst einzuhalten haben.

Über eine Info wäre ich dankbar!

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RE: TelDaFax Forum

Moin,

dem Vortrag von MeyerLansky ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.

Abschließend nur noch eines:

@ DerNeue

Zitat:
Ach ja: Kündigung aus wichtigem Grund. Ich dachte die Juristen unter uns würden das kennen Schaut mal hier: § 314 BGB - Kündigung von Dauerschuldverhältnissen aus wichtigem Grund

Da Du mich hier zum Klugscheißen schon einlädst:
Du sprachst von VertragsAUFHEBUNG aus wichtigem Grund. Das würde bedeuten, dass der Vertrag rückwirkend gar nicht zustande gekommen ist. §314 BGB regelt die VertragsKÜNDIGUNG aus wichtigem Grund. Also die Beendigung eines rechtsgültig zustandegekommenen Vertrages.

So long

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