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Beitrag Vermieter legt Stromanbieter fest?? | Welcher ist der Richtige für mich?
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21.12.2007 09:58 Zum Anfang der Seite springen
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RE: wie unabhängig sind Stromanbieter

Ex-Wirtschaftsminister und derzeitiger RAG-Vorstand Müller???: -)

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RE: wie unabhängig sind Stromanbieter

MoinMoin

Yeaph!

Guckst Du hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Werner_M%C3...%28Politiker%29

So long

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22.12.2007 13:50 Zum Anfang der Seite springen
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RE: wie unabhängig sind Stromanbieter

Na, es gibt auch viele weniger bekannte Politiker die in der "freien" Wirtschaft dafür sorgen das uns das Geld aus der Tasche ziehen...

GEZ, Bundesmonopolverwaltungen, Wetterdienst, Ordnungsämter...

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lobby

jedes wirtschaftlich denkende unternehmen versucht eine lobby zu nutzen. wenn du visionen hast, versuchts du sie mit allen mitteln durch zu setzen. hier geht es weniger um geld (davon ist genug) da. viele verraffen`s und kriegen vom geld nicht genug, den meisten geht es aber um die unternehmenspolitik, welcher auf landes/ bundesebene sehr gut erweiterbar ist.
das wird immer so bleiben.

Wie der Kollege schon richtig geschrieben hat, müssen die großen 4 ihren Interessen genau so nach kommen, wie die kleinen 1000. Das die zwecks ihrer Größe mehr Möglichkeiten haben, erklärt sich von selbst. 2 der Großen konzentrieren sich immerhin auf den Kunden. Beide haben recht gute Tarife und die gute Kohle, welche man mit Energie machen kann (wenig Mitarbeiter, viel Umsatz) wird in das Bundesland und in den Service investiert. Im Übrigen ist der Strompreis seit 1998 netto um 5% gesunken, die Staatsabgaben um 15% gestiegen. Kohle machen die 4 großen nur wegen der Kraftwerke AGesellschaften, der Vertriebsbereich hat keinen allzu großen EBIT.
Die Bundesländer unterstützen natürlich die Großen, da hat man einen fetten Repräsentanten.

Ist doch auch im Grunde scheissegal, wer mit wem zusammenhängt, hauptsache Dein Geld bleibt in Deutschland. Die preislichen Differenzen ohne Vorkasse sind eh marginal

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10.03.2008 11:16 Zum Anfang der Seite springen
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RE: lobby

MoinMoin,

das jeder seine Interessen vertritt ist in Ordnug. Dass sich die politischen Entscheidungsträger aber so einseifen lassen oder sich gar in Abhängigkeiten begeben, die eine kritische Beurteilung gar nicht mehr zulassen, ist nicht in Ordnung. So werden die Kleinen vom Markt gedrängt und die Großen können endgültig machen was sie wollen.

(Ist neben der Energiewirtschaft z.B. auch in der Pharmaindustrie so. Warum steigen die Kosten im Gesundheitswesen so stark? Warum müssen die Kassen seit Jahren in regelmäßigen Abständen die Beiträge anpassen?)

Den Preis machen aber in erster Linie die Erzeuger. Und wer die größten Erzeugungskapazitäten hat, wissen wir ja alle. Hier sollte man eigentlich ansetzen. Diese heutige Marktregulierung spielt den Großen in die Hände - erfolgreiche Lobbyarbeit, das muss ich zugeben. Gutheißen werde ich es aber nicht!

Das die in die Bundesländer investieren, ist mir neu. Die shareholder value ist heute der Maßstab. Das interessiert. Und wenn die Investitionen in einem Bundesland oder in Deutschland bleiben, ist das sicher zu begrüßen. Sollte hier aber die angestrebte Rendite ausbleiben, fließt das Geld woanders hin.

Diese Lobbyarbeit und die daraus erwachsende einseitige Marktmacht muss unbedingt kritisch betrachtet werden. Sonst kostet uns die Energie bald mehr als die Miete/Finanzierung für unser Häuschen!

So long

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10.03.2008 22:17 Zum Anfang der Seite springen
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RE: lobby

Zitat:
Original von Mix
MoinMoin,

das jeder seine Interessen vertritt ist in Ordnung. Dass sich die politischen Entscheidungsträger aber so einseifen lassen oder sich gar in Abhängigkeiten begeben, die eine kritische Beurteilung gar nicht mehr zulassen, ist nicht in Ordnung. So werden die Kleinen vom Markt gedrängt und die Großen können endgültig machen was sie wollen.
Wenn die Kleinen größer werden, verhalten sie sich genau so....

Zitat:
Original von Mix(Ist neben der Energiewirtschaft z.B. auch in der Pharmaindustrie so. Warum steigen die Kosten im Gesundheitswesen so stark? Warum müssen die Kassen seit Jahren in regelmäßigen Abständen die Beiträge anpassen?)
das muss sich die Bundesregierung fragen. Unser Gesundheitssystem funktioniert in Relation zu anderen Ländern erstaunlich gut für den Preis. Das ist noch zu retten, aber kein Vergleich zu Märkten mit weniger grundsätzlichen Werten wie Gesundheit

Zitat:
Original von MixDen Preis machen aber in erster Linie die Erzeuger. Und wer die größten Erzeugungskapazitäten hat, wissen wir ja alle. Hier sollte man eigentlich ansetzen. Diese heutige Marktregulierung spielt den Großen in die Hände - erfolgreiche Lobbyarbeit, das muss ich zugeben. Gutheißen werde ich es aber nicht!
Wie gesagt, der Preis hat sich netto seit 98` nicht verändert. Und wer Interessen hat, wird sie erweitern. Da macht gut- oder schlechtheissen keinen Sinn. Das wird immer so bleiben. Du würdest das auch so tun.

Zitat:
Original von MixDas die in die Bundesländer investieren, ist mir neu. Die shareholder value ist heute der Maßstab. Das interessiert. Und wenn die Investitionen in einem Bundesland oder in Deutschland bleiben, ist das sicher zu begrüßen. Sollte hier aber die angestrebte Rendite ausbleiben, fließt das Geld woanders hin.
Der EBIT liegt bei ca. 10% des Umsatzes. Sponsoring, Spenden, Investitionen in Kraftwerke, Netze....

Zitat:
Original von MixDiese Lobbyarbeit und die daraus erwachsende einseitige Marktmacht muss unbedingt kritisch betrachtet werden. Sonst kostet uns die Energie bald mehr als die Miete/Finanzierung für unser Häuschen!
Der Strompreis ist 07-08 etwas günstiger geworden. Falls Du Deine Negativ-Prognose verbreitest, hilfst Du den Preisanpassern.

Ich kreige einen Brechanfall, wenn ich 2 der Großen beobachte. Allerdings kann man (wie immer) nicht alle 4 über einen Kamm scheren. Auch viele Stadtwerke verhalten sich mehr als komisch (da kann ich in Karlsruhe ein Lied von singen). Wenn jeder Versorger 10% Netzanteil hätte, wäre das m.E. der Optimalfall. Es ist halt alles leider nicht soooo einfach und oberflächlich, wie es die geplagten Medien uns es beibringen

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11.03.2008 09:21 Zum Anfang der Seite springen
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RE: lobby

MoinMoin,

die Kleinen haben gar keine Chanche, groß zu werden - nicht unter diesen Voraussetzungen. Und ob Du es glaubst oder nicht. Es gibt sogar in dieser Branchen Unternehmer, die nicht ausschließlich auf den Profit schauen.

Das mit dem Gesundheitswesen sehe ich anders, ist hier im Forum aber nicht weiter zu behandeln.

Die Strompreise hatten eine Phase, in der sie gefallen waren. Das der Nettopreis niedriger ist als 1998 behauptet allerdings nicht mal mehr der bdew.

Ich werfe den Managern nicht vor, dass sie das tun, wofür sie bezahlt werden. Das ist das Wesen unserer Marktwirtschaft.

Ich denke nur, dass wir hier ein Niveau erreicht haben, dass es zu überdenken gilt. Man muss gelegentlich schon mal anhalten und schauen, ob die Richtung noch stimmt. Ich meine, dass das hier nicht mehr der Fall ist. Und ich bin auch nicht bereit, alles hinzunehmen, nur weil man es im Allgemeinen als systemimmanent betrachtet. Dann darf man ruhig das System mal in Frage stellen. Gut- oder schlechtheißen macht Sinn!

Kapitalrenditen von 10 % und mehr auf dem Rücken von Arbeitnehmern und Verbraucher halte ich für unanständig (in allen Branchen).

ICH würde das SO mir MEINEM EIGENEN Unternehmen nicht tun! Ich sehe Unternehmer auch in einer moralischen Verpflichtung. Und wie gesagt, solche Chefs gibts auch noch - wenn auch wenige. Du kannst mich aber gern für einen Romantiker halten.

Alle vier großen sind AGs und handeln im kapitalistischen Sinn. Meinetwegen mit unterschiedlichen Philosohien, aber dem gleichen Ziel. Kann das Ziel nicht erreicht werden, spielt die Philosophie keine Rolle mehr.

Dass der EBIT bei ca. 10 % liegt, ändert nichts an der Tatsache, dass das Geld andere Wege nimmt, wenn das mal nicht so ist. Wenn der gesponsorte Verein keinen Erfolg mehr hat, die Lobbyarbeit für einen Kraftwerksneubau nicht reicht, wegen Plänen der EU oder mangelnder Rendite nach Regulierung die Investitionen in die Netzte auf das allernötigste zurückgefahren werden... .

Die Strompreisstatistiken, die ich kenne, weisen eine stetig steigende Preisentwicklung auf. Und selbst wenn Du eine Statistik haben solltes, die in den letzten 12 Monaten einen fallenden Strompreis belegen kann, ist das wohl ein etwas zu kurzer Zeitraum für eine aussagefähige Beurteilung.

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Mix am 11.03.2008 09:23.

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11.03.2008 09:59 Zum Anfang der Seite springen
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RE: lobby

Warum haben die Kleinen keine Chance? Selbst reine Stromhändler haben 1 Mio Kunden (die EnBW hat netto auch nur 2,6 Mio Haushalte). Viele Stadtwerke kämpfen Konzessionen aus und gewinnen Netze. Das schleicht sich schon.

Analyse

Ich meinte nur, dass man Lobbyarbeit niemals unterbinden kann, weil dort Menschen arbeiten.

Renditen von 10% kann man durch Dienstleistungen rechtfertigen. Wenn ein Versorger keine Werbung, keinen Service, keine nutzbaren Zusatzdienstleistungen bietet, sollte der Kunde selber entscheiden dürfen, wei viel er für was bezahlt.
Der reine Strombezug ohne Drumherum wird leider zu wenig angeboten.

Was die Manager angeht: Die befinden sich in keiner gewöhnlichen Situation. Durch die Enteignungspläne wird hier für den Ernstfall aufgerüstet. Den Netzbetreibern geht es durch die runtergegulierte Durchleitungsgebühr nicht gerade spitzenmäßig. Hauptverdiener sind die Kraftwerke AG, welche an der EEX verdienen.

Das das Geld andere Wege nimmt, wenn... ist spekulativ.

Ich sage ja nicht, dass wir in Deutschland eine super Sitiation haben, allerdings auch nicht zum heulen.
Ich warte halt immer bei der ganzen Kritisererei auf ein Alternativ-Modell. Bei der Netzeinteignung gibt es auch 1000 Fragen, die mir bis heute keiner gescheit beantworten konnte. Auf die Medien und ihre oberflächlichen Berichte habe ich schon zu Zeiten meiner politischen Interesse geschissen

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