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jamie ist offline jamie


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04.02.2008 17:02 Zum Anfang der Seite springen
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Vermieter entwendet Strom

folgendes Problem:
wir sind seit 25 Jahren Mieter in einem Haus, indem wir unser Geschäft haben. Dies befindet sich im Erdgeschoss. DIe Vermieterin wohnt im 1. Stock. Durch Zufall haben wir festgestellt, dass Steckdosen in den Kellerräumen der Vermieterin unserem Stromkreis zugeteilt sind und häufig genutzt werden.
Unser Problem nun: sicherlich werden diese Steckdosen schon seit vielen Jahren so benutzt und somit von uns finanziert. Da wir jedoch gerne unser Geschäft in diesen Räumlichkeiten lassen würde, wollen wir natürlich großen Streit zunächst vermeiden. Kann uns irgendjemand einen Tipp zur Vorgehensweise geben?
Vielen Dank!!!

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Mix ist offline Mix


Super-User

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04.02.2008 17:38 Zum Anfang der Seite springen
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RE: Vermieter entwendet Strom

MoinMoin,

wenn Ihr das friedlich lösen wollt, dann solltet Ihr zunächst den Begriff "Entwenden" oder "Diebstahl" vermeiden.

Seit Ihr sicher, dass sich Euere Vermieterin schon immer bewusst war, dass die Dosen auf Euren Zähler laufen? Habt Ihr schon ein Gespräch geführt. Was sagt sie?

Als erste Maßnahme sind die Stromkreisläufe auf den richtigen Zähler umzuklemmen. Dass sollte die Vermieterin eine Fachfirma erledigen lassen - und zwar auf ihre Kosten.

Bleibt der entstandene Schaden.

Mit der Bestimmung der Strommenge gibt es vermutlich Probleme. Man kann mittels Strommessgeräte die Menge evtl. bestimmen. Das macht aber nur Sinn, wenn immer wieder die gleichen Geräte gelaufen sind.

Die zweite Möglichkeit ist eine Differenzrechnung. Dazu braucht Ihr aber etwas Geduld. Man kann nach dem ersten Jahr nach Stromkreistrennung Bilanz ziehen und den Rückgang des Stromverbrauches bestimmen. Evtl. macht man das weitere 12 Monate später erneut.

Hier kommen natürlich Argumente wie vorsätzliches Stromsparen o.ä. zum Vortrag. Da müsst Ihr dann mit Eurer Vermieterin einen Kompromiss finden. Es ist immer besser, sich sachlich, friedlich und höflich zu einem Gespräch zusammenzusetzen als gleich die Keule herauszuholen und mit Anwalt und Anzeige zu drohen. Ihr wollt ja drinbleiben. Aber das ist Euch sicher selbst klar. Augenzwinkern

Ich empfehle aber, in jedem Fall die Sachlage zu dokumentieren, Bilder zu machen und Protokolle zu den Gesprächen anzufertigen. Falls es doch nicht friedlich geht, könnt Ihr belegen, was gesprochen wurde und wie die Sachlage war. Man verliert sonst schnell den Überblick oder vergisst etwas.

Denn vor Gericht müsstet Ihr Eure Argumente vortragen und den Beweis antreten.

Schwierig wird es dann endgültig, wenn es darum geht, wie lange zurück Ihr den Schadenersatz haben wollt. Auch da hilft nur ein Gespräch und Kompromissfähigkeit auf beiden Seiten.

Wenn die Vermieterin sich aber auf stur stellt, das Verhältnis schlechter wird und Ihr zum Schluss doch keinen Wert mehr darauf legt, dort zu bleiben, geht es doch vor Gericht. Da braucht Ihr aber dann sowieso einen Anwalt - und zwar einen, der etwas Ahnung vom Energierecht hat.

So long

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