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Beitrag Anbieter kündigt wegen Tod des Vertragsinhabers | Wer hat genug von zu überteuerten Stromanbietern?
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11.04.2016 22:51 Zum Anfang der Seite springen
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Preiserhöhung ohne Ankündigung

Hallo,
vor ein paar Tagen wurde unsere Stromrechnung abgebucht. Leider musste ich feststellen dass diese Abbuchung höher als gewöhnlich war. Als ich beim Stromanbieter angerufen habe, hieß es, es hätte eine Preiserhöhung gegeben. Angeblich wären wir vor mehreren Wochen schriftlich darüber informiert worden. Leider haben wir besagten Brief nie erhalten. Die nicht allzu nette Dame am Telefon meinte nur dass eine erneute Zusendung des Schreibens nicht möglich ist. Auch ein Sonderkündigungsrecht gäbe es nicht, da wir uns auf den (nie erhaltenen) Brief nicht gemeldet haben.
Was können wir nun tun? Muss man das einfach so hinnehmen?

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12.04.2016 09:39 Zum Anfang der Seite springen
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RE: Preiserhöhung ohne Ankündigung

Hallo LisaH,

um welchen Versorger handelt es sich und in welchem Umfang wurde der Preis erhöht?

Von einigen insbesondere sogen. "Discountern" ist bekannt, dass Preiserhöhungsmitteilungen in einer mehrseitigen allgemeinen Info "versteckt" werden - siehe bspw. hier www.verbraucherzentrale-sachsen.de/verst...hoehung-beendet !

Zu der telefonischen Aussage der Hotline-MAin: Selbstverständlich muss es möglich sein, dass Sie eine Zweitschrift der angeblichen Mitteilung bekommen. Fordern Sie eine solche aus Nachweisgründen schriftlich -mindestens per Email- mit Fristsetzung (Datum ca. 10 Tage nach dem Absendetag) bei dem Versorger an.

Wenn das vorliegt (evtl. schon, sobald der Versorger bekannt ist), sind vllt. Tipps möglich, was getan werden kann.

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12.04.2016 09:54 Zum Anfang der Seite springen
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Preiserhöhung ohne Ankündigung

Vielen Dank für die Antwort.
Der Versorger ist BEV.
Ich habe auch keine Preiserhöhung in einer versteckten Info bekommen, da ich in letzter Zeit weder per Post, noch per Email etwas von BEV erhalten habe.
Der Preis wurde von 80€ auf 87€ erhöht.
Zudem habe ich bereits Anfang Februar die Ablesekarte eingeschickt. Eine Jahresabrechnung habe ich auch noch nicht erhalten. Auf die Frage am Telefon was damit sei, wurde ich nur angeschnauzt was es denn überhaupt soll dass wir so wenig Strom verbraucht haben...
Das Schreiben werde ich sofort nochmal schriftlich per Email anfordern.

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RE: Preiserhöhung ohne Ankündigung

Zitat:
Original von LisaH
Der Preis wurde von 80€ auf 87€ erhöht.


Meinen Sie damit, dass der monatliche Abschlag für April auf 87€ erhöht wurde?

Meine Frage bezog sich auf den Grundpreis €/Monat und auf den Arbeitsreis Cent/kWh!

Zitat:
Original von LisaH
Zudem habe ich bereits Anfang Februar die Ablesekarte eingeschickt. Eine Jahresabrechnung habe ich auch noch nicht erhalten.


An wen (den Netzbetreiber?) haben Sie wann genau die Ablesekarte mit Zählerstand von welchem Tag eingeschickt?

Seit wann genau werden Sie von der BEV beliefert, welchen Jahresverbrauch hatten Sie angegeben, wie war der anfängliche Grund- und Arbeitspreis, hat es schon mal Preisänderungen gegeben, wird/wurde für das 1. Vertragsjahr ein Bonus vereinbart?

Zitat:
Original von LisaH
Das Schreiben werde ich sofort nochmal schriftlich per Email anfordern.


Aber bitte unbedingt mit Terminsetzung !

Dieser Beitrag wurde schon 2 mal editiert, zum letzten mal von REWE47 am 12.04.2016 11:53.

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12.04.2016 12:41 Zum Anfang der Seite springen
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Preiserhöhung ohne Ankündigung

Ja das ist der monatliche Abschlag, der kw/h Preis ist mir momentan leider unbekannt. Bei Abschluss des Vertrages zum 20.02.15 war der kWh Preis 22.28 Cent und der Grundpreis 7,46 €. Als Bonus wurden 15% des Jahresverbrauch vereinbart.
Als Jahresverbrauch hatten wir 3900 kWh angegeben. Da wir letztes Jahr erst in unser neues Haus eingezogen sind, wussten wir nicht was wir verbrauchen werden. Die 3900 kWh hatte eon für uns geschätzt.
Die Ablesekarte habe ich am 15.2.16 eingescannt und per E-Mail verschickt.

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RE: Preiserhöhung ohne Ankündigung

Der bisherige Abschlag mtl. 80 € war dann korrekt. Die Erhöhung um mtl. 7 € (3.900 kWh Verbrauch im Zeitraum 20.02.15 - 19.02.16 unterstellt) würde bedeuten, dass die BEV bspw. den Arbeitspreis um rd. 2,15 Ct./kWh brutto erhöht hat. Die Umlagen haben sich Anfang 2016 lediglich um 0,715 Ct./kWh brutto erhöht. Worauf die weitere Erhöhung zurückzuführen sein soll, wird die BEV noch begründen müssen, denn Preiserhöhungen sind gemäß BGH-Rechtsprechung nur im Rahmen tatsächlich gestiegener Gesamtkosten zulässig = der Versorger darf seinen Gewinnanteil nicht erhöhen. Es bleibt also abzuwarten, was sich aus der angeforderten Zweitschrift der Preiserhöhungsmitteilung ergibt.

Zur Abrechnung des Verbrauchs und für Abschlagszahlung gelten folgende gesetzliche Bestimmungen - Energiewirtschaftsgesetz/EnWG www.gesetze-im-internet/enwg_2005 :
§ 40 Abs. 3 und 4 - Zitat (Auszug)
"(3) Lieferanten sind verpflichtet, den Energieverbrauch ... in ... Zeitabschnitten, die ... zwölf Monate nicht wesentlich überschreiten dürfen, abzurechnen. ...
(4) Lieferanten müssen sicherstellen, dass der Letztverbraucher die Abrechnung nach Absatz 3 spätestens sechs Wochen nach Beendigung des abzurechnenden Zeitraums und die Abschlussrechnung spätestens sechs Wochen nach Beendigung des Lieferverhältnisses erhält."

§ 41 Abs. 2 - Zitat (Auszug)
" ... Wird eine Vorauszahlung vereinbart, muss sich diese nach dem Verbrauch des vorhergehenden Abrechnungszeitraums oder dem durchschnittlichen Verbrauch vergleichbarer Kunden richten. Macht der Kunde glaubhaft, dass sein Verbrauch erheblich geringer ist, so ist dies angemessen zu berücksichtigen. Eine Vorauszahlung wird nicht vor Beginn der Lieferung fällig.

Die BEV hätte die Abrechnung für das Vertragsjahr 20.02.15 - 19.02.16 also bis spätestens 01.04.16 erstellen und Ihnen zur Verfügung stellen müssen. Ein Guthaben muss BEV "unverzüglich" = innerhalb weiterer zwei Wochen, also bis zum 15.04.16 auszahlen (gemäß Urteil des OLG Düsseldorf vom 16.12.2014, Az I-20 U 136/14). Bei der Abschlagsneufestsetzung ist neben dem aktuellen Preis (die Erhöhung dürfte sehr fraglich sein!) der tatsächliche Verbrauch im 1. Vertragsjahr (wie war der ?) zugrunde zu legen.

Ich würde der BEV jetzt SOFORT per Email (und parallel aus Nachweisgründen per Einschreiben-Einwurf) für die Abrechnungszustellung eine Frist bis zum 20.04.16 sowie für die ÜBERWEISUNG(!) des Guthabens INKL.(!) Bonus eine Frist bis zum 27.04.16 setzen und für den Fall eines fruchtlosen Fristablaufs rechtliche Schritte ankündigen (die Auszahlung des Bonus zögert die BEV immer mit dem Angebot einer Sachprämie [siehe Ziff. 4.2. der AGB] und mit der Verwendung eines Verrechnungsschecks hinaus).

Halten Sie uns über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden.

Viel Erfolg!

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13.04.2016 16:31 Zum Anfang der Seite springen
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Preiserhöhung ohne Ankündigung

Vielen Dank nochmal für die sehr hilfreiche Antwort.

Auf meine E-Mail mit der Bitte mir dieses Schreiben nochmal zuzuschicken habe ich bereits eine Antwort erhalten.
Der Arbeitspreis liegt weiterhin bei 22,28 cent, der Grundpreis hat sich allerdings auf 13,97 € erhöht.
Weiterhin hieß es dass ich auch von dem außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch machen kann.

Ein Schreiben wg der Jahresabrechnung habe ich soeben mit Hilfe der Auszüge aus dem EnWG verfasst und verschickt.

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14.04.2016 09:38 Zum Anfang der Seite springen
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RE: Preiserhöhung ohne Ankündigung

Auch der Grundpreis kann nicht willkürlich erhöht werden!

Wenn Sie sonderkündigen wollen, dann würde ich das zum Ablauf des 25.05.2016 machen und gegenüber der BEV damit begründen, dass gemäß AGB eine Preisanpassung frühestens 6 Wochen nach der Preiserhöhungsmitteilung wirksam werden kann. Dann bleibt für Sie ausreichend Zeit, um sich einen günstigen seriösen Anbieter zu suchen und die sonst zumindest für kurze Zeit kaum vermeidbare teure Ersatzversorgung durch den Grundversorger wird nicht notwendig.


Zur Anbieterwahl einige Anmerkungen:

1. wechsle ich grundsätzlich nicht zu einem relativ neuen Anbieter, denn die können frühestens nach 1-2jähriger Geschäftstätigkeit wirklich beurteilt werden;
2. meide ich generell die immer wieder negativ auffällig werdenden "Billig-Discounter" und deren Vertriebsmarken, die vor allem mit Ihren vermeintlich besonders günstigen Paket-Tarifen bei den Vergleichsportalen vielfach weit vorne gelistet sind.

Da die auf den Webseiten der Anbieter und bei den Vergleichsportalen zu findenden Versorgerbewertungen durch Kunden leider wenig brauchbar sind, sollte man sich besser VOR der Auftragserteilung über den Anbieter im Netz informieren - bspw. beim Bund der Energieverbraucher e.V. www.energieanbieterinformation.de !

Bei der Versorgerwahl können die Empfehlungen und das Wechselkonzept des gemeinnützigen e.V. www.bezahlbare-energie.de sehr hilfreich sein. Wer nicht jährlich wechseln möchte, sollte bei einem Vergleichsportal besser den Erstjahres-Bonus ausschließen. Aber aufgepasst, auch dann tauchen einige "Billig-Discounter", bei denen sich häufig Probleme mit der ersten Abrechnung und/oder ab dem zweiten Vertragsjahr einstellen, mit vorne auf.

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von REWE47 am 14.04.2016 09:39.

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14.04.2016 09:46 Zum Anfang der Seite springen
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RE: Preiserhöhung ohne Ankündigung

PS:
Falls die BEV "Probleme" macht, hilft meistens eine kostenfreie Beschwerde bei der www.schlichtungsstelle-energie.de , was immer dann möglich ist, wenn der Versorger einer Reklamation des Kunden nicht innerhalb von 4 Wochen abhilft - siehe auch §§ 111a und 111b EnWG.

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