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Komplikation mit 4-wöchiger und 1-monatiger Kündigungsfrist

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Beitrag Aufteilung der Gasteillieferungen wenn keine Zählerablesung | Anbieterwechsel in allerletzter Sekunde und Probleme
MnfredW ist offline MnfredW


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21.01.2010 18:30 Zum Anfang der Seite springen
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Komplikation mit 4-wöchiger und 1-monatiger Kündigungsfrist

So, da es auf komplexere Fragen wohl keine vernünftigen Antworten hier gibt mal eine relativ abgegrenzte Sache.

Frage:

Wer kennt die Regelung, daß ein Versorgerwechsel einen vollen Monat dauern MUSS (Versorgerintern) ?

Konkreter Fall:
Ich hatte am 02.06.2009 zum 30.06. desselben Jahres einen Vertrag abgeschlossen (und dabei dem Neuversorger eine Kündigungsvollmacht erteilt / zudem habe ich aber den Altversorger selbst gekündigt).
Die Kündigungsfrist des Altversorgers war laut den Geschäftsbedingungen 4 Wochen (und kein kompletter Monat).
Der Wechsel kam jedoch nicht zustand weil sich ein Mitarbeiter vom neuen Versorger darauf berief, daß die Dauer 1 Monat betragen MUSS (obwohl natürlich die Kündigungsfristen eingehalten wurden).

Leider gab es das Angebot von BS-Energy auch erst ab 02.06. sodaß ich mir nicht vorwerfen muß die Sache auf den letzten Drücker rausgeschoben zu haben.

Mich würde nur interessieren wo es diese 1-Monatsregelung gibt (sodaß 4 Wochen nicht ausreichend sind).

Weiß natürlich, daß man wohl nicht den Anspruch hat, daß der Wechsel zeitnah gemacht wird. Wenn der neue Versorger sich nicht bemüht kann man als Kunde ganz schön ins Schleudern kommen und für einige Monate in einen teuren Grundversorgungstarif kommen (besonders beim Gas wenn der Wechsel in den Wintermonaten stattfindet).

Ich weiß nicht wie weit es Praxis ist, daß der Wechsel zum Schaden des Kunden um einen oder weitere Monate hinausgezögert wird und das ist hier auch nicht die Frage.

Frage ist welche Regelung besagt, daß ein Versorgerwechsel 1-Monat dauern muß (wenn alle andere Fristen kürzer sind (z.B. 4 Wochen)eingehalten wurden) ?

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Mix ist offline Mix


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22.01.2010 11:01 Zum Anfang der Seite springen
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RE: Komplikation mit 4-wöchiger und 1-monatiger Kündigungsfrist

MoinMoin,

ich glaube, wir müssen auch hier wieder zwei Dinge unterscheiden.

Auf der einen Seite gibt es die Kündigungsfrist für Deinen alten Vertrag. Die ergibt sich aus den dazugehörigen Vertragsbedingungen. Wenn da vier Wochen auf Monatsende steht, wäre eine Kündigung am 02.06.2009 auf den 30.06.2009 noch möglich gewesen. Wenn Du diese Kündigung allerdings Deinem neuen Versorger überläßt, mußt Du damit rechnen, dass er mit Postweg zu ihm und seiner Bearbeitungszeit bei der verbleibenden Frist evtl. nicht mehr rechtzeitig die Kündigung aussprechen kann. Du hast vermutlich aus diesem Grunde selbst gekündigt und das war auch richtig so.

Wir gehen also davon aus, die Kündigung ist rechtzeitig eingegangen und wird vom alten Anbieter akzeptiert. Dann entsteht das Problem, dass die Anmeldung der Netznutzung nach der Anlage zum Beschluß BK6-06-009 der Bundesnetzagentur, (Geschäftsprozesse zur Kundenbelieferung mit Elektrizität, kurz GPKE)Abschnitt II Punkt 4 einen Monat auf Monatsende beim Netzbetreiber eingehen muß, um die Versorgung aufnehmen zu können.

In Deinem Fall wäre also die Kündigung fristgerecht gelaufen, der neue Anbieter kann Dich aber nicht lückenlos zum 01.07. versorgen, weil er die Netznutzung auf dieses Datum nicht mehr rechtzeitig anmelden kann. Du hast die Kündigung erst ausgesprochen, nachdem die letzte Möglichkeit für eine direkt anschließende NN-Anmeldung verstrichen war.

Du kommst folglich in die Ersatzversorgung (da die Kündigung ja durch ist und Du somit keinen Lieferanten mehr hast) und der neue Anbieter muss dann zum 01.08. die Belieferung beim Netzbetreiber anmelden und kann Dich ab da beliefern.

Die Frage ist, ob der neue Lieferant die Mehrkosten für die Grundversorgung trägt, da kann man nachfragen.

Zitat:
Der Wechsel kam jedoch nicht zustand weil sich ein Mitarbeiter vom neuen Versorger darauf berief, daß die Dauer 1 Monat betragen MUSS (obwohl natürlich die Kündigungsfristen eingehalten wurden).

Ich denke mal, da hat sich der Mitarbeiter nicht genau genug ausgedrückt oder Du hast das falsch verstanden. Kann leicht passieren, weil diese Dinge nicht so bekannt sind. Ich nehme an, Du hast eine Kündigungsbestätigung vom alten Versorger erhalten und es ist so abgelaufen, wie oben beschrieben.

Falls nicht oder falls Du noch weitere Fragen hast - einfach nochmal posten.

So long

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Themenstarter Thema begonnen von MnfredW

22.01.2010 17:28 Zum Anfang der Seite springen
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Klasse erklärt

Hast Du klasse erklärt Mix.

Also hatte der Mitarbeiter doch Recht und Du untermauerst das eben noch mit den entsprechenden Vorschriften.

In der Praxis sind das interne Einschränkungen, die wohl kein Kunde kennt. Auch bei Verivox konnte mir die Telefonistin keine gute Auskunft zu meinem Problem geben. Bisher habe ich zu dieser Problematik auch keine Hinweise auf den Anbietervermittlerseiten (wie Verivox gefunden).

Auf jeden Fall habe ich mir Mühe gegeben, daß alle Fristen die meinerseits einzuhalten sind auch eingehalten werden (habe ich alles am letzten Tag mit Fax gemacht).

Naja beim Strom ist es nicht so gravierend wenn man für einen Monat lang in den Grundversorgungstarif fällt - aber jedoch bei Gas.

Ein ungewollter Monat im Winter mehr im Grundversorgungstarif (z.B. Dezember, Januar oder Februar) könnte dann schnell 2-3% mehr Jahresmehrkosten sein.

Ich schätze z.B., daß der Monat Januar etwa 17% der Jahresgesamtenergiemenge ausmacht. Der Grundversorgungstarif kostet bei mir etwa 0,55 Cent mehr, was etwa 10-12% Mehrkosten zum Standardtatrif sind. Folglich würde dann ein verschlampter Januarmonat 2% mehr Jahresmehrkosten ausmachen.

Meine Odyssee:
Naja jetzt bin ich ja froh, daß mein Wechsel zum Jahreswechsel funktioniert hat. Hatte leider im Sommer in aller Panik beim Altversorger=EWE noch einen etwas günstigeren Tarif abgeschlossen (um den Grundversorgungstarif von EWE zu umgehen). Dieser Schritt hat sich aber nicht gelohnt, weil ich dann einen Ersatztarif mit halbjähriger Kündigungsfrist nehmen mußte (was ich leider erst nachher bemerkte - irgendwann wird man in dem ganzen unverhersehbaren Durcheinander ja ein wenig kopflos).
Am 14.01. (Tag seitdem es Teldafax-Prepaid-Gas gibt) diesen Jahres hatte ich dann noch den neuen Versorger innerhalb der 14-Tagesfrist (nach Fernabsatzgesetz) wiederrufen wollen. Habe dann aber von dem Vorhaben Abstand genommen, da ich mir das bezüglich der ganzen Komplexität bezüglich Prepaidgas innerhalb eines Tages nicht überlegen konnte (insbesondere weil das Gas größtenteils an die Mieter weiterberechnet wird). Da warte ich noch ein bißchen ab wie sich der Prepaidmarkt jetzt entwickelt.

Problem ist jetzt, daß ich wohl über Jahre hinweg auf einen Wechsel im Winter festgenagelt bin, weil ich nur 1-Jahresverträge abschließe. Der Wechseltermin verschiebt sich dann ja erst zu einer anderen Jahreszeit wenn ich bei einer Preiserhöhung von meinem Sonderkündigungsrecht gebrauch mache.

Bedanke mich nochmal für Deine kompetente Antwort.

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Mix ist offline Mix


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25.01.2010 12:04 Zum Anfang der Seite springen
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RE: Klasse erklärt

MoinMoin,

vielen Dank, gern geschehen.

Kleine Anmerkung - die Vorschrift heißt bei Gas GELI, hat aber étwa den gleichen Inhalt und es ist der selbe Mechanismus.

Von Prepaid-Anbietern würde ich Abstand nehmen. Mir scheint, dass die Anbeiter am Markt noch nicht ausreichend zuverlässig sind.

Du hast Recht, dass bei Gas der Wechselzeitpunkt enorm was ausmachen kann. Und was den Wechselzeitpunkt betrifft - vielleicht hast Du Glück und bekommst eine Preiserhöhung mit einem Sonderkündigungsrecht.

Da heißt es aber dann umsomehr auf die Fristen achten und zügig handeln. Meist bleibt da nicht mehr als zwei Wochen für Auswahl, Kündigung etc.

So long

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