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Beitrag Wechsel mit schätzung - doppelt zahlen? | Preiserhöhung per E-Mail
ManfredKoehler ist offline ManfredKoehler


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31.01.2011 16:26 Zum Anfang der Seite springen
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Grundversorger verweigert Wechsel des Anbieters

Hallo,

meine Tochter ist zum 01. November 2010 von uns ausgezogen und hat nun eine eigene Wohnung. Diese Wohnung stand schon einige Wochen leer.

Wir haben gemeinsam einen Stromanbieter ausgesucht (Stromio, Magdeburg)und dort alles sofort Online beauftragt.

Mitte Dezember kam ein Schreiben von Stromio, dass die EVS (Energieversorgung Sehnde / E.ON Avacon) den Wechsel zum 01.11.2010 nicht zulassen würde.

Auf Nachfragen bei EVS und Stromio passierte erst mal nichts.

Jetzt, am 29. Januar 2011 kam genau dasselbe Schreiben von Stromio noch einmal. Telefonisch kommt man bei denen nicht durch.


Fragen:
- Wenn bisher mit dem Grundversorger kein Vertrag bestand, warum ist es dann so schwierig, die Freigabe zu bekommen?
- Bei mir (ebenfalls EVS) haben die das ebenfall einfach rausgezögert
- was kann man da bei der EVS tun?
- dürfen die das einfach so willkürlich um 3-4 Monate verschleppen, nur um für diese Zeit das Geld zu kassieren?

Meiner Meinung nach grentz das schon an Nötigung!!!

Für sinnvolle Hinweise oder Tipps wären wir sehr dankbar.

Beste Grüße
Manfred

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Mix ist offline Mix


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01.02.2011 10:08 Zum Anfang der Seite springen
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RE: Grundversorger verweigert Wechsel des Anbieters

Moin,

zunächst müssen wir mal die Beteiligten in diesem Spiel feststellen. Da ist also Stromio als gewünschter Lieferant, dann der Netzbetreiber EVS und der Grundversorger EVS.

Wenn Deine Tochter zum 01.11.2010 in die Wohnung eingezogen ist, passiert folgendes:

Der Vermieter oder Mieter meldet den Einzug in der Verbrauchsstelle beim Netzbetreiber. Dieser hat zu diesem Zeitpunkt keine Anmeldung von Stromio vorliegen und muß dann dem Grundversorger melden, dass da ein Kunde ist, den dieser zu versorgen hat. Der Grundversorger muß das dann dem Kunden schriftlich mit allen Vertragsdaten mitteilen.

Nun kommt Stromio ins Spiel. Wenn Ihr den Liefervertrag VOR dem Einzug abgeschlossen habt, hat der Lieferant die Möglichkeit, sechs Wochen rückwirkend zum Einzugstermin die Versorgung beim Netzbetreiber anzumelden (das mit dem VOR wird in der Praxis nich ganz so eng gesehen, weil sich die wenigsten die Netzbetreiber/Grundversorger die Verträge zeigen lassen). Der letzte Termin hierfür wäre also der 13.12.2010 gewesen. Dann muß die Grundversorgung rückabgewickelt werden als hätte sie nie bestanden.

Ist der Vertrag später abgeschlossen, gilt die Kündigungsfrist der Grundversorgung (§20) von einem Monat auf Monatsende. Das bedeutet, falls die Grundversorgung vom neuen Anbieter z. B. am 31.01. gekündigt wird sie auf den 28.02. wirkt.

Gleichzeitig muß Stromio beim Netzbetreiber zum 01.03. die Belieferung und somit die Netznutzung anmelden. Hier gilt die selbe Frist, also ist die letzte Anmeldemöglichkeit der 31.01.

Der nötige Datenaustausch zu diesen Prozessen ist genormt und erfolgt elektronisch. Und hier könnte auch das Problem liegen.

Hat beispielsweise Stromio bei der EVS nicht angezeigt, dass es eine Belieferung zum Einzug ist sondern es als normalen Lieferantenwechsel deklariert (was dem Standartfall entspräche), wird eine rückwirkende Kündigung natürlich vom Grundversorger wegen Verletzung der Kündigungsfrist abgelehnt.

Erfolgte die Meldung jetzt etwa erst zum Abend des 13.12. und die Ablehnung wird erst am 14.12. morgens gelesen, ist eine Korrektur der Meldung nicht mehr möglich, weil die 6-Wochen-Frist verstrichen ist. Ähnlich ist es mit der Kündigung der Grundversorgung oder der Anmeldung der Belieferung beim Netzbetreiber.

Das wäre also die Fehler, die Stromio gemacht haben könnte. Falls es so ist, werden die das aber dem Kunden gegenüber nicht zugeben. Der könnte ja dann einen Ausgleich der Mehrkosten fordern. Da ist es einfacher zu sagen, der Grundversorger oder Netzbetreiber macht Probleme.

Aber es könnten auch Fehler beim Grundversorger gemacht werden. Wenn er z.B. nicht erkennt, dass es sich um einen Neueinzug handelt und die Rückabwicklung ablehnt. Das wäre auch beim Netzbetreiber denkbar. Oder es wurde eine Mail vergessen etc. Es gibt wirklich viele Möglichkeiten, hier Fehler zu machen. Und wenn die Vorgänge immer auf den letzten Drücker abgewickelt werden ist auch für Korrekturen der Meldungen keine Zeit mehr und mit Fristversämung dann immer gleich ein weiterer Monat ins Land gegangen.

Vorsätzliches Behindern kann sich aber eigentlich keiner leisten. Die Bundesnetzagentur geht solchen Meldungen sehr schnell und gründlich nach und verhängt empfindliche Sanktionen. Wenn Du also den Eindruck gewinnst, hier wird der Markt absichtlich behindert, melde es der BNA. Geht ganz einfach über die WebSite.

Google doch mal, ob es mit Stromio solche Probleme öfter gibt. Und das selbe machst Du dann mit der EVS. Dann bekommst Du vielleicht ein Gespür dafür, wer Dich in dem Spiel nicht richtig informiert.

So long

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ManfredKoehler ist offline ManfredKoehler


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01.02.2011 19:33 Zum Anfang der Seite springen
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RE: Grundversorger verweigert Wechsel des Anbieters

Hallo Mix,

erst einmal vielen Dank für Deine ausführliche Info!!! Allerdings muss ich sagen, dass einem ein derart komplexes Geflecht aus Firmen und Terminen nicht gerade Mut macht!

Ich habe heute dann einmal direkt bei EVS angerufen. Die Dame dort am Telefon war sehr freundlich und hilfsbereit (ganz im Gegensatz zu Stromio, wo man seit 2 Tagen immer nur den AB dran hat!!!). EVS sagte, dass es von deren Seiten her keinen Hinderungsgrund gäbe, das Stromio ab dem 01.11.2010 meine Tochter beliefern sollte! Terminlich wäre alles OK. Nur zur Erinnerung: EVS ist der Grundversorger.

EVS sagte weiter, dass jedoch der Netzbetreiber E.ON-Avacon hier auch noch sein OK geben müsse. Das wollte die Dame in Erfahrung bringen, wie dort der Status ist. So warte ich mal bis Donnerstag, dann wollte sie sich wieder melden.

Beste Grüße

Manfred

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Mix ist offline Mix


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01.02.2011 19:39 Zum Anfang der Seite springen
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RE: Grundversorger verweigert Wechsel des Anbieters

Moin,

also das mit den vielen Firmen soll nach Ansicht des Gesetzgebers zu mehr Marktwirtschaft, Wettbewerb und Transparenz führen. Sei einiger Zeit gibt es sogar noch weitere Mitspieler, die ich Dir bewußt unterschlagen haben - Messstellenbetreiber und Messdienstleister.

Ich denke, beim Grundversorger wirst Du vernünftige Auskünfte erhalten. Wünsche Dir, dass Du alles aufklären kannst. Wäre schön, wenn Du uns hier auf dem Laufenden halten würdest.

So long.

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printy ist offline printy printy ist männlich


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Grundversorger verweigert Wechsel des Anbieters

Kurz um, wie aus zurückliegenden Eintägen von mir ersichtlich, ich war TelDaFax Kunde - und die sind sogesehen nicht mehr. Glücklicherweise war von der jährlichen Vorauszahlung bereits 11 Monate verbraucht.
Ein blaues Auge, o.K., das wars. TelDaFax, bzw. der Insolvenzverwalter, hat auch auf meine Schreiben reagiert und mich gebeten nach Eröffnung des eigentlichen Insolvenzverfahrens meine Ansprüche (nochmals) geltend zu machen.
Doch was mich noch mehr ärgert, wie diese Pleite, ist das Verhalten des Ersatzversorgers, dem örtl. Grundversorgers "rheinenergie".
Den Zählerstand habe ich diesem mit Zählernummer am 18.06.2011 schriftlich mitgeteilt, auch mit der Bitte mich über dessen Tarife zu informieren.
Am 24.06.11 folgte ein Serienbrief mit allgemeinen Informationen zur Übernahme in die Ersatzversorgung und: das auch noch mit
dem Geburtsnamen meiner Frau, mit welcher ich bereits seit 9 Jahren verheiratet bin (Zählernummer stimmte).
27. Juni, endlich ein paar Infos zu den Tarifen - jedoch nicht für mich akzeptabel. (Ich möchte mit elektrischer Energie versorgt werden und brauche
als Bonus o.ä. keine Karten für den Kölner Zoo oder zum 1.FC Köln)
Noch am selben Tag entschied ich mich für einen anderen Anbieter, der Onlineantrag war schnell erledigt; die Vertragsbestätigung folgte am
01.07.2011 - mit der Mitteilung, dass rheinenergie für den Wechsel kontaktiert wird und der Wechsel zum 01.08.11 durchgeführt wird.
Ruhe - so dachte ich.
War nix.

11.07.11 - Ablesekarte von rheinenergie, bis 15.07 ausgefüllt zurückschicken (noch am gleichen Tag erledigt) Hinweis auf Begleitschreiben
... es brauch keiner mehr in Ihr Haus um den Zähler abzulesen .... (Nebenbei, Zählernummer stimmt)
13.07.11 - es läutet an der Tür - "Ableser von rheinenergie" !? (Ich teilte freundlich mit, dass alles schon erledigt ist)

25.07.2011
Ich erhielt Mitteilung von meinem neuen Anbieter:
Ihr gewünschter Wechsel zu XXX zum 01.08.2011 konnte aufgrund
fehlerhafter Angaben bei Ihrer Anmeldung nicht durchgeführt werden.
Ihr Netzbetreiber teilte uns mit, dass die von Ihnen angegebene
Verbrauchsstelle nicht eindeutig identifiziert werden kann, dies kann darin
begründet sein, dass die bei Anmeldung angegebene Zählernummer nicht
korrekt ist oder die Angaben zur Straße, Hausnummer und Postleitzahl
fehlerhaft sind.
-> Das mir der Hut wegflog, versteht sich von selbst.
Am gleichen Tage dort angerufen und noch alles bestätigt.

27.07.11
Ein erneuter, unschöner Serienbrief von rheinenergie.
Nur kurze Zitate:
"nach § 2 Abs. 2 Grundversorgungs - blah - verpflichtet Energieentnahme unverzüglich mitgeteilt werden muss."
"wir übernehmen Sie ab 01.08.11 in den Grundversorgungstarif. Ihre Vertragdaten (alles richtig, auch die Zählernummer)"
Erneut die Adresse mit (zusätzlich) Geburtsnamen meiner Frau.
Selber Tag - die Krawatte wegen dickem Hals abgelegt - Einschreiben an rheinenergie.
Zunächst Mitteilung über "rechtzeitig erfolgte Mitteilung" - meinerseits.
Hinweis nach § 41 Elektrizitäts + Gasversorgung Abs1. Satz 5. das bitte "zügig" meinem Wechsel aus Ersatz! (Nicht Grund)- Versorgung
entsprochen werden möchte. Zuletzt Widerspruch gegen deren einseitige Übernahme in die Grundversorgung innerhalb der 3 monatigen
Ersatzversogung.

Rein Vorsorglich an "Mix", da hilft auch kein "Schönreden" mehr.
In deren Mitteilung wurde der Begriff Ersatz- und Grundversorgung mehrmals schwammig miteinander verbunden.
Erforderliche gesetzliche Angaben über Kündigungsfristen etc. wurden nicht getätigt.
Ich bin zwar nur ein kleiner Selbständiger - aber bei solch einem Brief an meine (vielleicht) Kunden könnte
ich getrost den Laden abschließen und den Schlüssel in den Gulli werfen - rein von Amtswegen wäre der Laden dicht!

Heute 03.08.11 habe ich nochmals mit meinem neuen Versorger tel. Kotakt aufgenommen um endlich einen Abschluß des
Vorgangs zu erreichen. Ich bin gespannt!

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Mix ist offline Mix


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03.08.2011 17:52 Zum Anfang der Seite springen
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RE: Grundversorger verweigert Wechsel des Anbieters

Moin,

irgendwie hat es wohl nicht gereicht, den Post einmal zu setzen....

Nochmal...
Für mich hat es den Anschein, als wäre beim Netzbetreiber ein anderer Kunde beim Anschluß gemeldet (Deine Frau, evtl. deren Geburtsname?) als auf dem Liefervertrag steht.

In dem Fall kann die Verbrauchsstelle nicht eindeutig zugeordnet werden (trotz korrektem Zähler) und es wird nie eine Lieferung zustande kommen.

Wenn das so ist läßt sich das Problem mit einem Anruf beim Netzbetreiber aus der Welt schaffen.

So long.

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columbus1111 ist offline columbus1111


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03.08.2011 21:47 Zum Anfang der Seite springen
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RE: Grundversorger verweigert Wechsel des Anbieters

Hallo,
habe mit Stromio auch die Erfahrung gemacht, daß sie schlecht zwischen Neukunde und Lieferantenwechsel unterscheiden. Auf Nachfrage wurde der Fehler zwar bestätigt, aber zu korrigieren ging das nicht mehr. Es war dann ein Monat Grundversorgung.
Grüße

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