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Gasanbieter Goldgas | das grenzt an erpressung
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sauron
Starter
Dabei seit: 10.11.2010
Beiträge: 1
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Nach dem Atom - Wechsel zum Ökostrom - Fragen
Hallo Forum,
nach der absaufenden Asse und dem Chaos in Gorleben steht für mich fest, das ich keinen Atom-strom mehr will.
Allerdings habe ich einige sehr grundlegende Fragen zu den Stromanbietern. Mittlerweile gibt es ja nur noch 4 großen Anbieter (E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW) sind nicht die meisten "unabhängigen" Stromanbieter doch wieder von diesen 4 abhängig ?
Nur diese 4 Betreiben KKW's, wie kommen also die kleinen an den Atomstrom ?
Und wie kann dann der selbe Strom billiger sein ?
Die Verlängerung der Laufzeiten ist (fast) durchgeboxt, was würde passieren, wenn keiner mehr den Atom-strom will ?
Viele verkaufen Öko-strom, doch wie kann ich mir sicher sein, das der Anbieter wirklich die geforderte Menge einspeist ? gibt es unabhängige Kontrollstellen ?
Wie sehr kann man sich auf die Zertifikate verlassen ?
Nun wird ja nur für mich kein neues (Öko) kraftwerk gebaut, wenn ich umsteige. Wo genau kommt also der Strom her ?
Ich hab vorhin mal mit enQu telefoniert. Erstaunlicherweise konnten die mir nicht sagen, wie sich ihr 100% regenerativer Strom zusammensetzt, wenn die noch nicht mal wissen, was sie verkaufen, was kann ich davon halten ?
Laut unserer Bundesregierung zählt der Atomstrom auch zu den regenerativen!
Kann es also passieren , das uns Atomstrom als Öko verkauft wird ?
ich hoffe das sind nicht zu viele Fragen auf einmal.
Michael
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von sauron am 10.11.2010 15:07.
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columbus111
 
Aufsteiger
Dabei seit: 19.05.2010
Beiträge: 25
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Oeko-strom
Hallo,
meine Gedanken zu grünem Strom:
1. Wir bezahlen alle mit jeder Kilowattstunde einen Beitrag "zur Förderung regenerativer Energien". Im nächsten Jahr werden es etwa 3,5 Cent pro Kw/h sein.
2. Gegenwärtig werden fast 50% des Geldes in die Förderung der Solarenergie gesteckt bei einer Stromproduktion von ca. 4,5% der gesamten erzeugten Menge an Ökostrom!!!
3. Wird denn überhaupt soviel grüner Strom produziert, wie uns die Energieanbieter mit ihren "Grünen Tarifen" verkaufen???
4. Die großen industriellen Stromverbraucher kaufen ihren Strom, wo er am billigsten ist. Egal ob Atom oder Braunkohle. Hauptsache billig. Und der kleine Mann (oder Frau) soll den grünen Strom kaufen!
Ich nicht. Mein Beitrag dazu ist Strom sparen! Energiesparende Geräte, Standby aus, Zeitschalter am Licht u. ä. Das schont Umwelt und Geldbeutel am besten.
So sehe ich das. Ist vielleicht nicht ganz die erwartete Antwort, aber meine Meinung zum Oekostrom.
Grüße von Hardy
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RE: Nach dem Atom - Wechsel zum Ökostrom - Fragen
Hi sauron,
auch ich will weg von Atomstrom und habe mich über Ökostrom informiert. Die Ökostrom Zertifikate sind meist nicht so streng, z.B. muss der Ökostrom garnicht aus Deutschland kommen. Besser sind da Ökostrom Gütesiegel. Ich bin zu einem Anbieter mit dem Grüner Strom Label gewechselt, das macht die strengsten Vorgaben zu Ökostrom.
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RE: Nach dem Atom - Wechsel zum Ökostrom - Fragen
Moin,
was ist so schlimm daran, wenn der Grünstrom nicht aus Deutschland kommt? Ich denke, in der Energiepolitik können wir uns ein nationales Denken nicht erlauben. Wenn in Deutschland die AKW abgeschaltet werden, kommt mit Sicherheit der Atomstrom aus Frankreich oder aus der Tschechei. So gesehen ist es doch in Ordnung, wenn wir auch dort Alternativen durch Kauf unterstützen.
Abgesehen davon ist die Menge an Ökostrom in Deutschland begrenzt. Wasserkraft ist bei uns nur sehr begrenzt durch Effizienzerhöhung ausbaubar, Windkraft und Photovoltaik werden zwar deutlich mehr (die EEG-Umlagensteigerung ist ja in aller Munde), sind aber auch nicht unendlich.
Um Misverständnisse zu vermeiden: ich bin auch gegen AKW´s. Ich halte es für eine gefährliche Technologie, die Endlagerung ist völlig ungeklärt, die Kosten für die Folgen bei Unfällen werden ebenso sozialisiert wie die der Endlagerung. Und - ganz wichtig - auch Uran ist endlich, wird schon jetzt knapper und teurer!
Die seriösen Anbieter lassen sich ihr Angebot zertifizieren. Das erledigt der TÜV oder ein Wirtschaftsprüfungsinstitut. Außerdem bieten sie große Transparenz bei den Infos dazu. Und jeder kann sich sein Urteil dann dazu bilden und entsprechend handeln.
Was man bei der ganzen Öko- und Atomstromdebatte nicht vergessen sollte: Für die Grundlast, also die Strommenge, 24h täglich angefordert wird, gibt es bislang noch keine umweltfreundliche Lösung. Eigentlich wäre es dringend nötig, entweder eine Möglichkeit zu finden Strom in großen Mengen günstig zu speichern, um EEG-Überschüsse "wegzuparken", oder eine CO2-neutrale Alternative zu finden, Strom täglich in gleichbleiben großer Menge zu erzeugen.
Die Idee der Smartgrids, also intelligente Netze, in denen viele kleine Stromerzeuger und -speicher genutzt werden könnten hat zwar auch ihren Charme, aber das dürfte in der Netzsteuerung riesige Probleme bereiten. Da muß vermutlich noch mehr Hirnschmalz investiert werden als bei der alternativen Produktion.
So long
Dieser Beitrag wurde schon 2 mal editiert, zum letzten mal von Mix am 15.11.2010 09:56.
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Hannaa
Starter
Dabei seit: 22.11.2010
Beiträge: 4
Herkunft: Stuttgart
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Ökostrom
ich bin selbst Fan von Ökostrom und Gegner von Atomstrom, und habe mich aber vor dem Wechsel erst mal ausgiebig informiert. Es wird ja auch viel Unsinn erzählt und ein Ökostrom-Zertifikat muss auch wirklich nichts heißen! Aber für alle, die einen kleinen Überblick über das Ganze brauchen, kann ich das hier empfehlen:
http://knol.google.com/k/anonym/ist-in-%...szzdzois4h33/1#
Trotzdem geht der Atomaausstieg nicht von Jetzt auf Gleich. Das wird sicher noch mindestens zehn/zwanzig Jahre dauern...
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