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Der Stromrechner

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Beitrag Jahrelang kein Abschlag und Abrechnung | Verbrauch bzw. kWh Ausrechnen
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11.10.2007 21:55 Zum Anfang der Seite springen
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Fragezeichen Stromzähler

Hallo zusammen!

Ich/Wir haben ein Problem! Wir wohnen in einem kleinen Häuschen zur Miete! Alles wunderbar, bis auf unseren enorm hohen Stromverbrauch (2 Personenhaushalt), welcher wie wir befinden schon an Horror grenzt! 6.400 Kwh. Wir sind gut den halben Tag nicht zu Hause, unter Tags laufen weder Fernseher, Receiver, DVD usw. überhaupt nicht, sind also komplett vom Strom, auch nicht im Standby-Modus. Was immer rund um die Uhr läuft ist: Kühlschrank und die Heizanlage(diese im Sommer auf Sommerbetrieb, im Winter auf Normalbetrieb, Nachts im Abschaltbetrieb, keine höhere Temperatureinstellung) Die Heizanlage ist jetzt 10 Jahre alt, also nicht ein altes klappriges Teil. Die Waschmaschine läuft nur am Wochenende, d.h.: ca. 2 Vollwaschprogramme und 2 - 3 Energiesparprogramme. Eine zwei Jahre alte kleine (Größe eines Kühlschrankes) Gefriertruhe und 1 - 2 am Wochenende der Trockner, im Sommer überhaupt nicht! Der PC läuft am Abend und nur der PC max. wenn überhaupt 3 - 5 Stunden! Wir haben überall Energiesparlampen installiert, also ist uns alles langsam nicht mehr klar, an was der hohe Stromverbrauch liegen sollte! Der Verbrauch wird von Jahr zu Jahr immer mehr, obwohl wir keine neuen Geräte oder ähnliches angeschafft haben, im Gegenteil, vor gut 1 1/2 Jahren haben wir sogar unser 550 l Aquarium abgeschafft!
Jetzt aber für uns das Hauptproblem!!!
Der Stromzähler befindet sich nicht in unserem Gebäude, noch ist er für uns nicht ohne weiteres zugänglich!
Wir möchten nun nicht vorschnelle Behauptungen aufstellen, aber wäre es möglich, dass jemand auf unsere Kosten Strom bezieht?
Kurz zur Sachlage: an unserem Häuschen ist direkt ein großes, ich benenne es jetzt mal Wohnhaus drangebaut, gehört dem gleichen Vermieter. In dem Wohnhaus befindet sich aber nur eine Zahnarztpraxis, es wohnt dort niemand, nur Behandlungszimmer, Wartezimmer, Anmeldung usw. "Unser" Stromzähler befindet sich in den Räumen der Zahnarztpraxis, also für uns nicht so einfach aufzusuchen.
Wir empfinden es an sich ohnehin als unmöglich, da falls es wirklich mal nötig wäre die Sicherung zu wechseln, was bisher Gott sei Dank noch nicht vorgefallen ist, wir dies gar nicht so einfach machen lassen könnten!
Wenn hier nun irgendwelche Gerätschaften der Zahnarztpraxis, wir drücken es nun mal so aus, "unwissentlich" an unseren Strom angeschlossen wurden, wie z.B.: Klimaanlagen usw., könnten wir uns ja gut vorstellen, dass "unser" Stromverbrauch so hoch ausfällt!

Nun also mal die erste grundlegende Frage: ist es zulässig, dass der Stromzähler sich in einem anderen Gebäude befindet? Zweitens: Kann ich eine Überprüfung durchführen lassen, welche Geräte jeweils angeschlossen sind, also ob nur wir der Verbraucher sind, (kostet so eine Überprüfung etwas bei einem derartigen Verdacht?)
Drittens: Kann ich als Mieter verlangen, dass der Stromzähler in unsere Räume verlegt wird? Wenn ja, wer muss die Kosten für die Verlegung bezahlen, falls der Vermieter nicht dafür aufkommen möchte, was kostet dies, dass wir diesen Betrag selbst bezahlen?
Sollte es sich herausstellen, dass über Jahre hinweg, Gerätschaften auf unseren Zähler gelaufen sind, kann ich die Kosten irgendwie einfordern, wenn dies der Fall wäre, wie lange rückwirkend wäre dies möglich?

Wir wären für Antworten sehr, sehr dankbar, da wir langsam aber sicher am verzweifeln sind!

Wir bedanken uns bereits im Voraus für alle Ratschläge!

Liebe Grüße,

Lementine

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11.10.2007 22:27 Zum Anfang der Seite springen
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RE: Stromzähler

Hallo!

Alsö, alles der Reihe nach:

1.) Der Zählerplatz ist zulässig. Es ist n icht selten,
dass Zähler in einem Nebengebäude hängen.

2.) Die Hausinstallation ist Sache des Vermieters. Dieser
muss die Überprüfung durch einen eingetragenen Elektro-
installateur in Auftrag geben.

3.) Nur der Vermieter kann Änderungen an der Hausanlage
in Auftrag geben (Eigentum).

4.) Ich glaube zu wissen, dass Sie ab Kenntnisnahme des
"Stromdiebstahls" die üblichen zivilrechtlichen
Zeiträume von 2-3 Jahre zur Verfügung haben.

Ich werd mich aber nochmal schlau machen.....

Also, zur Verjährung habe ich nichts gefunden. Aber im Normalfall ist es laut BGB bei monetären Forderungen so, dass sie ab Entstehung (Bekanntwerden der Entstehung) nach 2 Jahren verjähren.
Sollte eine vorsätzlicher Stromentnahme vorliegen, greift zusätzlich § 248c StGB.

Gruß
Stromhändler

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12.10.2007 08:42 Zum Anfang der Seite springen
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RE: Stromzähler

MoinMoin,

Stromhändler hat völlig recht: wo sich der Zählerplatz befindet, ist völlig egal. Er muß lediglich den technischen Anschlußbedingungen entsprechen.

Die Installationsanlage gehört zum Haus und ist immer Sache des Eigentümers.

Bei Euch klingt es nach einem Haus, das irgendwie "zusammengestückelt" wurde. Solche Umbauten werden gern mal in "Nachbarschaftshilfe" durchgeführt. Da kommt es schon mal vor, dass der "Elektriker" nicht genau weiß, was er wo aufklemmt.

Erste Regel ist, mit dem Vermieter ein sachliches, von Vorwürfen freies und freundliches Gespräch zu suchen. Vielleicht könnt Ihr gemeinsam zum Feierabend der Praxis mal alle Verbraucher einschalten und dann die Sicherungen zu Deinem Zähler rausnehmen. Dann stellt sich schnell heraus, wenn Verbraucher aus der Praxis auf Deinen Zähler laufen.

Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, muß zum einen die Installation korrigiert werden - am besten von einer Fachfirma. Dann muß man versuchen, den entstandenen Schaden zu schätzen. Auch hier ist wieder zuerst ein vernünftiges Gespräch zu führen.

Ich würde meinen, dass es hier keine "Verjährung" gibt, da es sich klar um einen versteckten Mangel handelt. Vielleicht könnt Ihr statt einer Ausgleichszahlung z.B. eine gekürzte Miete erreichen.

Wenn Ihr die Gespräche zu zweit führt und auch den Test gemeinsam begleitet, ist das für den Fall eines möglichen späteren Rechtsfalles sicher von Vorteil.

Aber der Vermieter muß ja nicht unbedingt etwas von den fehlerhaften Anschlüssen wissen und steht Eurem Wunsch vielleicht aufgeschlossen gegenüber.

Der Umbau des Zählers und der Sicherungen in Eure Wohnung ist vermutlich nicht ganz billig. Da kommen schnell ein paar tausend Öre zusammen. Darüber wird er dann nicht begeistert sein. Ohne seine Zustimmung geht das aber nicht. Und es ist die Frage, ob es sich für Euch rechnen würde, den Umbau selbst zu finanzieren.

Aber auch das korrekte Aufklemmen kann Gesld kosten, wenn man erst einmal die Stromkreise bestimmen muß. Das geht meist nur zu zweit und dauert gern mal einen ganzen Tag.

Lass´ hören, wie es weiter geht.

So long

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12.10.2007 17:00 Zum Anfang der Seite springen
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verrückt Stromzähler

Nochmals hallo!!!!

Vorab möchten wir uns für die super schnellen Reaktionen bei Euch bedanken!

Haben nun mal vor, die Zahnarztpraxis aufzusuchen und unseren Zähler zu checken!

Wir haben aber vor, in dem Sicherungskasten, der sich in unserer Wohnung befindet, den FI-Schalter umzulegen, dann müssten doch sicherlich sämtliche Stromfresser unsererseits abgeschalten sein, also auch die Heizung!
Wenn wir das gemacht haben, wollen wir uns mal den Zähler vorknöpfen! Denken, dass sich ja dann nichts mehr an unserem Zähler drehen sollte, oder?
Das heißt, sollte also ein "Fremdverbraucher" an unserem Stromzähler mit dranhängen, dann könnte ich das auch so feststellen!?!?!
Wenn ich mir den Stromzähler nun mal so vor mir bildlich vorstelle, sehe ich da irgendwelche Kabel herausgehen oder
ein Kabel? Das müssen wir auf jeden Fall auch beachten!
Wieviele Kabel dürfen also max. zu sehen sein? Der Stromzähler muss glauben wir auf jeden Fall verplombt sein oder? Habe hier im Forum gelesen, dass ein Kabel irgendwie "versteckt" befestigt ist, wie und wo könnte ich so etwas sehen?
Was können wir evtl. noch für eine Probe machen?
Ist es uns als Mieter erlaubt, die Hauptsicherung am Stromzähler direkt mal auszuschrauben, so dass wenn es wirklich der Fall wäre und Geräte der Zahnarztpraxis angeschlossen wären, in diesem Moment ausfallen, oder darf ich diese Sicherung nicht einmal anfassen?

Also bitte, bitte, seid nicht genervt mit unseren Fragen!
Sind für jede Hilfe dankbar!

Liebe Grüße aus Bayern,

Lementine

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Fachmann

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12.10.2007 20:19 Zum Anfang der Seite springen
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Stromzähler

Soo, also wieder der Reihe nach!:-)

1.) Wenn der FI nur euren Wohnraum absichert, wird in der
Praxis nicht das Licht ausgehen. Augenzwinkern

2.) Wenn alle Verbraucher aus sind, dreht sich der Zähler
noch einmal um die eigene Achse, bis der rote Strich
wieder zu sehen ist.

3.) Kabel sind nicht zu sehen, da alles direkt in der
Zählertafel verschwindet und bitte: NICHT AUFAMCHEN!!

4.) Eine weiter Probe wäre, morgens vor dem Verlassen des
Hauses alle eigenen Verbraucher auszuschalten und kurz
den Stand abzulesen. Hat er sich bis abends verändert?

5.) Wenn von der Sicherung am eigenen Zähler die Rede ist,
und es sich um eine normale Sicherung handelt (keine
Klemme), dann darf man dran.

Gruß
Stromhändler

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15.10.2007 07:49 Zum Anfang der Seite springen
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RE: Stromzähler

MoinMoin,

wenn alle Sicherungen raus sind, sollte sich tatsächlich der Zähler nicht mehr bewegen, sonst hängt noch etwas anderes daran.

Ob Du die Geräte vorher alle ausschaltest, hängt von den Geräten ab. Ist nicht immer zwingend nötig, schadet aber auf keinen Fall.

Die Hauptsicherung (meist roter Schalter unter dem Zähler) kannst Du jederzeit herausnehmen. Es sollte ja nur Deine Anlage betreffen.

Wenn dann in der Praxis Geräte ausfallen, ist klar, dass hier etwas falsch angeschlossen ist. Deshalb am besten zusammen mit dem Vermieter nach Praxisschluß (oder vor Öffnung der Praxis) durchführen. Außerdem reagieren vielleicht die medizinischen Geräte auf Stromausfall etwas empfindlich - das sollte aber der Zahnarzt wissen.

Der Zähler sollte tatsächlich verplombt sein. Es kommt allerdings auch immer wieder vor, dass Elektriker die Plombe brechen und dann keine Erneuerung beim Netzbetreiber beantragen. Manchmal dürfen Elektriker sogar selbst eine neue Plombe anbringen.

Als Laie erkennst Du am Zählerschrank oder Sicherungskasten gar nichts und läßt hier auch besser die Finger weg. zu gefährlich.

Und nochmal - nicht alles was falsch angeschlossen ist, wurde vorsätzlich falsch angeschlossen. Der Vermieter sollte aber Fehler anstandslos beheben lassen.

Bis bald

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Mix am 15.10.2007 07:50.

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21.10.2007 17:55 Zum Anfang der Seite springen
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Daumen hoch! Stromzähler

Hallo,

also nochmals vielen, vielen Dank für die Hilfe von Euch!

Mittlerweile hat sich die Sache aufgeklärt!
Gott sei Dank!!!!!

Also der mir bekanntgegebene Stromverbrauch wurde tatsächlich gar nicht verbraucht, sondern es war auf Grund dessen, dass ich den Stromanbieter wechseln wollte, eine "Proforma-Auskunft" meines bisherigen Stromanbieters an den neuen Anbieter. Eigentlich ja auch eine Frechheit!
Nun gut, wir machten aber trotz alledem den "Test" ob unser Stromzähler stehen bleibt und haben also den Stand selber abgelesen! Und? Der Zähler blieb stehen und wir hatten einen um 900 kwh niedrigeren Verbrauch als letztes Jahr um diese Zeit.
Unser allgemeiner zuvor tatsächlicher Verbrauch 2005 mit 6.500 kwh und jetzt 4500 kwh ist darauf zurückzuführen, dass wir ein 550 l Aquarium hatten, das wir jetzt nicht mehr haben, der Verbrauch ist zwar immer noch sehr hoch, jedoch haben wir auch hier schon den Bösewicht gefunden.
Es ist unser Kaffeeautomat, den wir ständig "ungenützt" laufen haben, das heißt auf die Stundenanzahl und aufs Jahr gerechnet sind das ca. 1300 - 1500 kwh, das wird ab sofort anders! Ist ja noch einmal gut gegangen! ;-))

Also, wie gesagt, vielen Dank für die hilfreichen Tips von Euch!

Liebe Grüße,

Lementie

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