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Beitrag Flexstrom AGBS vom 01.04.2011 | ärger mit flexstrom
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14.12.2011 16:49 Zum Anfang der Seite springen
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RE: Re:

Hallo roadrunner,

§315 BGB greift im Falle von einseitigen Preisanpassungen, sofern diese von beiden Vertragsparteien vereinbart wurden. Dies ist vorliegend jedoch nicht der Fall. FlexStrom hat sich für Verträge mit Privatkunden nicht das Recht zur einseitigen bzw. billigen Preisanpassung vorbehalten (Ausnahme: USt, StromSt und andere gesetzl. veranlasste Abgaben). Ziffer 7.8 der FS-AGB ab Stand 20.04.2011 zeigt auf, wie eine derartige Klausel lauten kann - gilt bei FlexStrom jedoch ausdrücklich nur für Gewerbekunden. Die Rechtslage ist, auch wenn FlexStrom bzw. zumindest der Callcenter-Mitarbeiter das anders sieht, eindeutig.

Von Telefonaten mit FlexStrom kann ich nur abraten, es sollte stets ausschließlich schriftlich Korrespondenz geführt werden! Zu den Gründen: Die Kosten trägt der Kunde, doch nutzen wird es ihm grds. nicht, da im Callcenter ohnehin keine Entscheidungsträger an die Strippe zu bekommen sein dürften, nur mit (ausweichenden bis beschwichtigenden) Standardantworten zu rechnen ist. Der Inhalt von Telefonaten lässt sich im Streitfall grds. nicht wirksam beweisen, was sich FS offenbar durchaus zu nutze macht! Besser: Nur schriftlich mit FlexStrom kommunizieren!

Strafanzeigen gegen FlexStrom (z.B. wg. Betrug) haben m.E. keine Aussicht auf Erfolg, solange nicht entsprechend deutliche Beweise mitgeliefert werden. Auch hier im Forum lässt sich nachlesen, dass bereits mehrere Personen es mit Strafanzeigen versucht haben, doch bislang wurde noch jede Strafanzeige gg. FS seitens der jeweiligen Staats- bzw. Amtsanwaltschaft eingestellt.

Das besondere Missbrauchsverfahren nach §31 EnWG bei der Bundesnetzagentur erscheint mir im vorliegenden Fall als ungeeignetes Mittel, zumal es grds. gebührenpflichtig ist. Im Falle einer Ablehung des Antrags fallen mind. € 50,- Gebühren an, die je nach Umfang des Verfahrens auch deutlich höher ausfallen können. Zumindest sollte man m.E. zuvor Kontakt mit dem Bund der Energieverbraucher e.V. und dem Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. aufnehmen.

Es führen bekanntlich viele Wege nach Rom, doch nun zu dem Weg, den ich an Deiner Stelle (vorerst) gehen würde:

Im vorliegenden Fall würde ich unbedingt die Abschläge auf Basis der wirksam vereinbarten Konditionen (Vertragsschluss bzw. ausdrücklich zugestimmte Preisanpassung) zuverlässig überweisen - andernfalls begibt man sich in eine unnötig schlechte Position! Ferner würde ich auf jede Mahnung etc. per E-Mail unter Verweis auf den Widerspruch und die wirksam vereinbarten Konditionen reagieren. Ansonsten würde ich abwarten und Tee trinken.

Falls Du keinen Tee magst oder aus sonstigen Gründen nicht nur abwarten möchtest, so kannst Du Dich an die seit 01.11.2011 tätige Schlichtungsstelle Energie e.V. wenden, die sich kostenfrei um eine außergerichtliche Lösung bei Problemen mit Energieversorgern bemüht:

www.schlichtungsstelle-energie.de

Eventuell führt dieses ja zu einem (schnelleren) Einlenken von FlexStrom, bevor am Ende der Rechtsweg beschritten werden muss.

Viel Erfolg weiterhin, lass Dich nicht unterkriegen!

Kurzzitate zu FlexStrom:
LG Heidelberg im Urt. v. 29.12.2010, 12 O 76/10 KfH: "versuchte Bauernfängerei", "mehr als Augenwischerei"
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roadrunner ist offline roadrunner


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15.12.2011 11:07 Zum Anfang der Seite springen
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RE: Re:

Hallo GUMPi1407,

vielen Dank für die Ratschläge.

Ich halte es auch für angemessen, den alten Abschlag (vor Preisanpassung) zu überweisen, oder von mir aus sollen die den neuen bis zur klärung abbuchen. Jedenfalls werde ich jetzt keine neue Einzugsermächtigung erteilen, da dies u.U. als Zustimmung zu den neuen Konditionen gewertet werden könnte.

Vielen Dank für den §315, zusammen mit §133 und §157 (Treu und Glauben) müsste das Handeln von FS von jedem Richter als rechtswidrige, einseitige Preisanpassung gekippt werden können...und nicht wie von der Hotline geschildert "Vorschlag für Belieferungskonditionen für die nächste Periode" durchgehen können...

Was ich auf jeden Fall sicherstellen wollte (nicht, dass ich hier falsch liege...):
Die Aussage "(ich) werde meine Lastschriftzustimmung widerrufen" (falls gewisse Umstände eintreten) ist noch kein rechtskräftiger Widerruf, sehe ich das richtig? Mir wurde gestern im Telefonat vorgeworfen, dass ich widerrufen haben soll, was ich aber anhand des obigen Satzes immer noch anders sehe...Oder sehe ich das falsch?

Gruß,
rr

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16.12.2011 13:06 Zum Anfang der Seite springen
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RE: Re:

Hallo Roadrunner,

was genau meinst du mit "Preiserhöhung"?

Bei mir war es die "Abschlagsrechnung" für das neue Vertragsjahr, in der sie einfach einen anderen als den von mir gebuchten Tarif eingesetzt haben.

Die anschließende Aussage Flexstroms war zuerst, den alten Tarif gebe es nicht mehr. Später haben sie es dann so dargestellt, dass es immer noch der gleiche Tarif sei - nur der Name und auch die Konditionen hätten sich geändert ... einfach lächerlich.

Ich habe jedenfalls gleich widersprochen und poche nun darauf, dass ein Vertrag ja keineswegs eine einseitige Veranstaltung zugunsten Flexstroms ist. Wenn sie mir einen neuen Vertrag aufdrücken wollen, dann müssen sie zuerst den alten aufkündigen. Da sie dies nicht fristgerecht getan haben, läuft der alte Vertrag für mich weiter und ich überweise meine selbstkalkulierten Vorauszahlungen.

Was das Inkasso betrifft: Lies, was ich dazu in meinem Blog geschrieben habe:
http://meine-aufreger.blog.de

Auch wenn GUMPI meint, es nützt nix - wenn ich nochmal Post vom Inkassoladen bekomme, werde ich Strafanzeige wegen Nötigung erstatten. Es ist Inkassobüros ausdrücklich verboten, strittige Forderungen einzutreiben! Es geht hier nur um die Ausübung unzulässigen Drucks mithilfe überzogener Gebühren.

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16.12.2011 13:50 Zum Anfang der Seite springen
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RE: Re:

Zitat:
Original von nachteuleAuch wenn GUMPI meint, es nützt nix - wenn ich nochmal Post vom Inkassoladen bekomme, werde ich Strafanzeige wegen Nötigung erstatten. Es ist Inkassobüros ausdrücklich verboten, strittige Forderungen einzutreiben! Es geht hier nur um die Ausübung unzulässigen Drucks mithilfe überzogener Gebühren.


Hallo nachteule,

meine Aussagen betreffs Strafanzeigen gegen FlexStrom beziehen sich, wie aus dem jeweiligen Zusammenhang erkennbar sein sollte, auf Strafanzeigen gegen FlexStrom in Folge der Nichtzahlung des Bonus bei Kündigung zum Ende des ersten Belieferungsjahres sowie auf die Praxis der Vornahme einseitiger Preiserhöhungen - und auf nichts anderes.

Solltest Du dem Inkassounternehmen ausdrücklich mitgeteilt haben, dass Du die Forderung als unberechtigt ansiehst, so kann es sich u.U. tatsächlich um versuchte Nötigung nach §240 StGB durch das Inkassounternehmen handeln.

Grüße aus Berlin

Kurzzitate zu FlexStrom:
LG Heidelberg im Urt. v. 29.12.2010, 12 O 76/10 KfH: "versuchte Bauernfängerei", "mehr als Augenwischerei"

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16.12.2011 21:41 Zum Anfang der Seite springen
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RE: Re:

Hallo zusammen,

@nachteule: Genau den von Dir geschilderten Sachverhalt meine ich unter "Preiserhöhung". Jedoch habe ich nicht die 4 od 8 oder wieviel auch immer Wochen eingehalten (Sommerurlaub kam dazwuschen), und habe kurz vor Eintritt der neuen Periode widersprochen. Mittlerweile habe ich verstanden, dass eine einseitige Anpassung des Vertrags nicht an einer Frist gebunden ist.

Ich werde es genau so machen: zuerst werde ich der Mahnung per Mail widersprechen und daraufhin meinen alten Abschlag überweisen. in der Zwischenzeit werde ich hoffentlich die Endabrechnung fü die alte Periode bekommen haben (steht seit Sept. aus) und ich stelle mich jetzt schon auf ausreichend Disskussionsstoff ein.... böse Ich werde berichten, wenn es soweit ist.

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10.01.2012 13:05 Zum Anfang der Seite springen
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Re:

Hallüle und freues Neues...

Die Geschichte mit dem Flex-Verein geht weiter...Was bisher geschah (nach meinem letzten Posting hier)

Ich habe genau den Betrag überwiesen, den ich für richtig halte (nach altem Tarif). Gleichzeitig habe ich per Mail der Mahnung widersprochen und den Sachverhalt zum X-ten Mal geschildert

11 Tage später bekomme ich die Rückmeldung auf meiner Mail:

Sinngemäß: <Es ist der alte Tarif, in neuen Regionen unterteilt.... Die Konditionen gelten nur bestimmte Zeit für Neukunden.... Es gelten unsere neue Bedingungen>

Zu der Weihnachtszeit war ich etwas länger weg, dann ist wohl auch die erste Abrechnung gekommen, die ich mir telefonisch "bestellt" habe. Bereits am 06.01. hatte ich auch die Mahnung dazu, ich soll bitte den Betrag aus der ersten Abrechnung und die Diffrenz, die ich bei meiner Überweisung gekürzt habe, überweisen...

Stichwort Endabrechnung: Es wurden nicht transparent 2xx Gratis kWh verrechnet, obwohl es nach meiner Rechnung 3xx sein müssten. "Zufällig" wurden auch die 135,- Euro Gutschrift für den vertragsabschluss nicht abgezogen. Naja, überrascht mich auch nicht wirklich...

Also erstmal Mail geschrieben, und um Korrektur der Rechnung gebeten.

Noch mal für mich - ab wann dürfte ich wohl eine Anzeige bei der Polizei erstatten, die dann auch berechtigt wäre? Oder lieber erst die Schlichtungsstelle Energie kontaktieren?

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07.02.2012 12:42 Zum Anfang der Seite springen
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Re:

Tag wieder,

ich berichte mal weiter...die unendliche Geschichte geht weiter:

Mittlerweile habe ich die korrigierte Rechnung bekommen. Was sich daraus und in den darauffolgenden Mails mit FS feststellen lässt:

- Tatsächlich waren 160 Frei-kWh vergessen worden - dies wurde korrigiert.

- Die 135 Euro Bonus wurden mit dem 1. Abschlag für die nächste Periode berücksichtigt. Zusätzlich wurde die Preisgarantie i.H.v. 72,- für die 2. Periode berechnet, obwohl ich dieser bereits in der 1. Periode widersprochen und somit abbestellt hatte.

Somit habe ich ein grundsätzliches Verständnisproblem:

1. FS pocht darauf, dass für das 2. Vertragsjahr kein neuer Vertrag Zustande kommt, sondern lediglich eine Preisanpassung, die dann auch einseitig Bestand haben soll. Steht das nicht in widerspruch mit folgendem Urteil:
http://www.energieverbraucher.de/files_d...88_3779__12.pdf
(gefunden hier
http://www.energieverbraucher.de/de/Ener...tDetail__11746/)

2. Wenn es dann um den gleichen Vertrag handeln sollte, ist denn dann rechtens, dass FS automatisch eine Preisgarantie wieder dazu bucht, obwohl ich diese ausdrücklich in dem 1. Jahr abbestellt habe und angeblich "kein neuer Vertrag" zu Stande gekommen sein soll?

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07.02.2012 15:55 Zum Anfang der Seite springen
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RE: Re:

Hallo roadrunner,

hinsichtlich des Bezugs auf das von der VZ Hamburg erwirkte Urteil empfiehlt es sich u.U. direkt an die VZ Hamburg zu wenden, siehe: http://www.vzhh.de/energie/30195/5000-eu...-flexstrom.aspx

Einen belastbaren Widerspruch gegen das besagte Urteil vermag ich hier nicht zu erkennen. Jedoch in jedem Fall einen Widerspruch gegen die gültige Rechtslage!

Zu 1.: Selbstverständlich handelt es sich bei einer Vertragsverlängerung nicht um einen neuen Vertrag, wie es ja Flexstrom nach Ihren Angaben auch sieht. Doch für jede wirksame Vertragsänderung (hier: Preisanpassung), sofern nicht Gegenteiliges explizit bestimmt ist (was hier nicht der Fall ist), ist bei gegenseitigen Verträgen die ausdrückliche und übereinstimmende Erklärung aller Vertragsparteien notwendig. Ein wirksames einseitiges Preisanpassungsrecht besteht hier, im Gegensatz zu den m.E. (bewusst) irreführenden Angaben Flexstroms, nicht! Pacta sunt servanda - Verträge sind einzuhalten. Der Vertrag ist m.E. zu den einvernehmlich und wirksam zu Vertragsbeginn vereinbarten Konditionen fortzuführen. Nach laufender Rechtsprechung des BGH gilt übrigens auch die weitere Begleichung von angeforderten Abschlägen etc. nicht als Zustimmung zu der Preiserhöhung.

Sollte Flexstrom nicht einlenken, ich würde es stets mehrfach im direkten Kontakt per E-Mail versuchen und mich ggf. unmittelbar an den Vorstandsvorsitzenden wenden, so ist der Rechtsweg zu beschreiten. Seit 01.11.2011 ist ja die Schlichtungsstelle Energie e.V. tätig, die nach dem vergeblichen Einigungsversuch mit Flexstrom eingeschaltet werden darf und außergerichtlich vermitteln wird. Leider ist jedoch zu erwarten, dass Flexstrom die Schlichtung letztlich ablehnen wird, so dass es wohl sodann auf den Klageweg hinauslaufen wird, um zu seinem Recht zu kommen.


Zu 2.: Das "automatische" Hinzubuchen der "optionalen Preisgarantie" seitens von Flexstrom ist ohnehin als "versuchte Bauernfängerei" (Zitat des LG Heidelberg) zu werten. Ohne Zustimmung des Kunden läuft auch hier gar nichts, um es salopp auszudrücken. Der etwaig ausbleibende Widerspruch, für den Flexstrom dem Kunden eine Frist von 10 Tagen einräumt, ist nicht als Zustimmung zu werten! In dem von Ihnen beschriebenen Fall schon gar nicht...

Es empfiehlt sich wohl nochmals der seitens Flexstrom hinzugefügten "optionalen" Preisgarantie zu widersprechen. Sollte Flexstrom wider Erwarten an selbiger festhalten, bietet sich auch hier das Beschreiten des Rechtsweges an (z.B.: Schlchtungstelle, Mahnbescheid, VZ, RA, Gericht...).

Grüße aus Berlin

Kurzzitate zu FlexStrom:
LG Heidelberg im Urt. v. 29.12.2010, 12 O 76/10 KfH: "versuchte Bauernfängerei", "mehr als Augenwischerei"
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roadrunner ist offline roadrunner


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15.02.2012 19:57 Zum Anfang der Seite springen
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Re:

....und noch 1/2 Updates meinerseits....

1. Ich habe die Schlichtungsstelle kontaktiert, Woche später immer noch keine Rückmeldung
2. Tatsächlich hat FS mir jetzt ein Schreiben vom Inkassobüro schicken lassen - ich fasse es nicht... Was wäre an der Stelle die richtige Reihenfolge:

- Widerspruch gegen das Inkassoschreiben an FS?
- Anzeige wg. Nötigung? (nach welchem § wäre das begründet, §240 StGB?)
- Mahnbescheid übers Internet? Kann man überhaupt einen Mahnbescheid für Beträge erstellen lassen, die noch nicht bezahlt sind, sprich für den strittigen Betrag, der vom Inkasso gefordert wird? So nach dem Motto "ich sehe die Forderung nicht als begründet"?
Theoretisch kann ich die 72,- Euro Preisgarantie für das 2. Vertragsjahr anmahnen, weil sie ohne meine Zustimmung zugebucht wurden.
- Wie platziere ich auch meine Kündigung dazwischen?

VG,
rr.

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15.02.2012 21:23 Zum Anfang der Seite springen
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RE: Re:

Zitat:
Original von roadrunner
Hallo roadrunner,
bin etwas in Eile...
Zitat:
[i] Ich habe die Schlichtungsstelle kontaktiert, Woche später immer noch keine Rückmeldung

Was haben Sie sich von der Schiedsstelle versprochen? Ich sehe diese nur als Augenwischerei zum Stillhalten der Unzufriedenen an. Ist aber meine persönliche Meinung.

Zitat:
[i]Tatsächlich hat FS mir jetzt ein Schreiben vom Inkassobüro schicken lassen - ich fasse es nicht...

Was gibts da nicht "zu fassen"? Viele Firmen reagieren so in der Absicht, den widerspenstigen Kunden einzuschüchtern.

Zitat:
[i]- Widerspruch gegen das Inkassoschreiben an FS?

Aber ja! Nur nicht den Widerspruch an FS, sondern an das durch FS mittlerweile beauftragte Inkassobüro. Und zwar innerhalb 14 Tagen mit der Aufforderung nachzuweisen, auf wessen Grundlage (schriftliche Belege) dieses Büro in Erscheinung tritt. Und natürlich den Nachweis der Bevollmächtigung durch FS dazu!

Zitat:
[i]- Anzeige wg. Nötigung? (nach welchem § wäre das begründet, §240 StGB?)

Bei meiner, zugegebenermaßen, etwas flüchtigen Übersicht über Ihre Korrespondenz kann ich keine Anzeichen von Nötigung, ja noch nicht mal einen Anfangsverdacht sehen. Bringt außer Schreibarbeit nichts, weil das Verfahren dann eh irgendwann eingestellt wird.

Zitat:
[i]- Mahnbescheid übers Internet? Kann man überhaupt einen Mahnbescheid für Beträge erstellen lassen, die noch nicht bezahlt sind, sprich für den strittigen Betrag, der vom Inkasso gefordert wird? So nach dem Motto "ich sehe die Forderung nicht als begründet"?
Theoretisch kann ich die 72,- Euro Preisgarantie für das 2. Vertragsjahr anmahnen, weil sie ohne meine Zustimmung zugebucht wurden.

Mahnbescheid über Internet? Warum nicht? Dennoch fallen aber erstmal Kosten für Sie an. Und mit dem Mahnbescheid ist es wie mit der Kindererziehung: man muß mit den Folgen leben können, sprich: kommt es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung, kann der vermeintlich gut gezielte Schuß nach hinten losgehen. Denn in Ihrem Fall haben Sie ja garnichts an Forderungn, die Sie per Mahnbescheid von FS einfordern könnten. Die 72,- Euro Preisgarantie sind doch wohl der vom Inkassobüro eingeforderte Betrag, wenn ich das so richtig sehe?

Zitat:
[i]- Wie platziere ich auch meine Kündigung dazwischen?

Wieso "dazwischen"? Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Die Kündigung können Sie jederzeit auch in laufenden Auseinandersetzungen mit FS diesem Versorger gegenüber aussprechen, natürlich unter Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften.

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16.02.2012 11:00 Zum Anfang der Seite springen
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RE: Re:

Danke für Deine Unterstützung, KCH.

Zitat:
[i]Was haben Sie sich von der Schiedsstelle versprochen? Ich sehe diese nur als Augenwischerei zum Stillhalten der Unzufriedenen an. Ist aber meine persönliche Meinung.

Nicht viel, war aber ein Versuch wert.

Zitat:
[i]- Widerspruch gegen das Inkassoschreiben an FS?

Aber ja! Nur nicht den Widerspruch an FS, sondern an das durch FS mittlerweile beauftragte Inkassobüro. Und zwar innerhalb 14 Tagen mit der Aufforderung nachzuweisen, auf wessen Grundlage (schriftliche Belege) dieses Büro in Erscheinung tritt. Und natürlich den Nachweis der Bevollmächtigung durch FS dazu!

Zitat:
[i]Mahnbescheid über Internet? Warum nicht? Dennoch fallen aber erstmal Kosten für Sie an. Und mit dem Mahnbescheid ist es wie mit der Kindererziehung: man muß mit den Folgen leben können, sprich: kommt es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung, kann der vermeintlich gut gezielte Schuß nach hinten losgehen. Denn in Ihrem Fall haben Sie ja garnichts an Forderungn, die Sie per Mahnbescheid von FS einfordern könnten. Die 72,- Euro Preisgarantie sind doch wohl der vom Inkassobüro eingeforderte Betrag, wenn ich das so richtig sehe?



Es ist folgendermaßen gelaufen (ausgedachte Zahlen zur Vereinfachung)
Mein Abschlag im 1. Jahr war 150 pro quartal.
FS hat mir "dieses eine Schreiben" geschickt, von wegen "neue Konditionen" etc. Nach diesem Schreiben war meine Quartalszahlung plötzlich (hier von mir gerundet) ca 200



So wie hier im Forum oft empfohlen habe ich dann nach meinen alten Konditionen nur 150 überwiesen, weil ich die 200 nicht als vertragskonform ansehe (begleitet durch entsprechend Korrespondenz per Mail). Dadurch entstand eine Differenz von 50,-, die jetzt vom Inkasso eingesammelt werden sollen.

In dieser Zeit habe ich die korrigierte Jahresendabrechnung bekommen, die ich dann auch bezahlt habe. Darin sind die 72,- nicht aufgeführt

Die 72,- kommen zum Vorschein nur in dem oben gezeigten Schreiben von FS, mit diesem zweideutigem Zusatz "zzgl. optionale Preisgarantie". Da ich diese bereits schon einmal abbestellt habe, konnte ich nicht ahnen, dass FS dies automatisch in das 2. Jahr hinein bucht.

Da wurden die 72,- für das 2. Jahr mit dem Bonus aus dem 1. Jahr verrechnet, und wurde mit der 1. Zahlung für Jahr 2 beglichen. Da dies aber absolut intransparent für mich war und der Bertrag nur in den Nachkommastellen von meiner gewöhnlichen Abschlagszahlung war ist mir das nicht aufgefallen.
In kurz: Ich habe die 72,- für das 2. Jahr bereits bezahlt, obwohl ich sie nicht haben wollte und explizit schon mal abbestellt hatte.

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Schlussabrechnung

Hallo Leute,

habe das Thema hier schon länger verfolgt.

Heute habe ich die Schlussabrechnung von Flexstrom erhalten. Mein Vertrag habe ich nach einem Jahr zum 01.02.2012 gekündigt. Wie ihr es euch erahnen könnt, melde ich mich hier nicht gerade an, um Positives zu berichten :/

1. Ich habe am Anfang für ein Jahr bezahlt. Aufgrund der Preiserhöhung soll ich nun natürlich nachzahlen.
Im Schreiben steht, der noch offene Betrag wird von meinem Konto abgebucht. Das ist mir allerdings neu, dass die eine Einzugsermächtigung für mein Konto haben. Ich habe damals selbst überwiesen.
Wie soll ich mich in diesem Punkt verhalten ?

2. Ich habe damals dummerweise meinen Zählerstand zum 01.10.2011 an Flexstrom mit deren Internetseite übersendet. Kann sich jemand erinnern, ob man damit auch eine Zustimmnung zur Preisanpassung gegeben hat. Ich kann mich nicht an einen solchen Hacker bei der Seite erinnern.
Im EMail Verkehr teil Flexstrom mir immer nur mit, ich habe damals mit meiner IP den Zählerstand und die Zustimmung gegeben.
Wie soll ich mich da noch verhalten. Die schreiben immer das gleiche.

3. Natürlich ist auch der Bonus umstritten. Er steht mir nicht zu.
Gibt es da aktuell neue Entscheidungen um die Sache vorran zu bringen. Weil der EMailverkehr mit Flexstrom bringt einen nicht weiter... die schreiben immer das gleiche zurück.


Um eine schnelle Antwort wäre ich sehr dankbar.
Ich denke, dass ich am Montag erstmal in meiner Bank anrufe und denen mitteile, dass Flexstron nichts von meinem Konto abbuchen darf.

Danke schonmal- El B@rt0

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