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Beitrag Flexstrom AGBS vom 01.04.2011 | ärger mit flexstrom
50Hz ist offline 50Hz


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03.08.2011 10:31 Zum Anfang der Seite springen
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Neues Preisblatt ab 1. 10. 2011 !

Hallo und viele Gráe an alle Forenteilnehmer,

ich habe nun per Email die neue Preisliste und AGBs erhalten :

http://download.flexstrom.de/2011/07/FS_...Privat_0711.pdf

Mir f„llt auf, dass mein Tarif berhaupt nicht dabei ist, denn die Regionalzonen beginnen erst ab 10, ich habe aber Regio 6.

Im Anschreiben ganz unten : " ... Selbstverst„ndlich sind Sie nicht verpflichtet, dem neuen Preisblatt zuzustimmen. ", daher will ich der neuen Preisliste und den AGB ( 24.6.2011 ) widersprechen, was ist zu beachten ?

Danke fr jede Hilfe

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gotti ist offline gotti gotti ist männlich


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03.08.2011 10:55 Zum Anfang der Seite springen
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Strompreise Flex

Hallo 50Hz,

wenn ich mir die Strompreise (Grundgebühr und Arbeitspreis) ansehe, dann gibt es n u r ein Wahl und die heißt:

Sofort kündigen. Da gibt es genügend Anbieter, die günstiger sind.
Und vor allem: Keine Vorauszahlung, kurze Kündigungsfristen und keine Insolvenzgefahr und weniger Ärger.

gotti

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GUMPi1407 ist offline GUMPi1407 GUMPi1407 ist männlich


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03.08.2011 11:06 Zum Anfang der Seite springen
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Hallo 50Hz,

danke für die Information über die Mitteilung FlexStroms hinsichtlich AGB und Preisliste. Reichst du bitte den den gesamten Text der E-Mail nach? Danke im Voraus.

Interessant finde ich vor allem, dass FS nun also doch eine Preisliste veröffentlicht - und die darin enthaltenen Preise für Bestandskunden.

Was es zu beachten gilt?

1.) Die Wahrung der Widerspruchsfrist (6 Wochen).
2.) Die Sicherstellung (und Beweisbarkeit) des Zugangs des schriftlichen Widerspruchs in den Empfangsbereich von FlexStrom.

Tipp: Den Widerspruch sowohl per E-Mail mit entsprechendem Betreff (z.B. "Widerspruch AGB & Preisliste zu Vertragsnr. 1234..."), da es eine automatische Empfangsbestätigung mit Wiedergabe des Betreffs seitens FS gibt, als auch in Schriftform per Post, Bote oder pers. Einwurf m. Zeugen vornehmen.

Also nichts, was nicht ohnehin bekannt sein dürfte.

Grüße aus Berlin


/e: Vor der Kündigung steht hier eindeutig der rechtzeitige Widerspruch gegen die neuen AGB! In aller Deutlichkeit gilt festzustellen: Jeder, der den neuen AGB nicht fristgerecht widerspricht und sie demnach als Vertragsbestandteil akzeptiert, verliert den möglichen Anspruch auf die Bonuszahlung ohne Vertragsverlängerung über das erste Belieferungsjahr hinaus. Ohne Schachtelsatz und verkürzt:
Kein Widerspruch gegen die neuen AGB = kein Bonus bei Kündigung zum Ende des ersten Belieferungsjahres!

Darüber hinaus sind weitere Änderungen in den AGB vom 24.06.2011 "versteckt", so etwa für Gewerbekunden eine Preisanpassungsklausel für einseitige Preiserhöhungen im Rahmen der Billigkeit.

Kurzzitate zu FlexStrom:
LG Heidelberg im Urt. v. 29.12.2010, 12 O 76/10 KfH: "versuchte Bauernfängerei", "mehr als Augenwischerei"

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50Hz ist offline 50Hz


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Themenstarter Thema begonnen von 50Hz

03.08.2011 12:35 Zum Anfang der Seite springen
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immer noch Flex

Hallo GUMPi1407,
Die Email enth„lt lediglich den Betreff " Z„hlerstand und neues Preisblatt ... " mit der Aufforderung, den Z„hlerstand bis sp„testens 30. September abzulesen und ein Angebot fr ™kostrom.

Mein Vertrag l„uft noch bis 1. Quartal 2012, durch eine vorzeitige Kndigung wrde ich meinen Bonus verlieren, da noch keine 12 Monate, ich werde deshalb Widerspruch einlegen.
Allerdings ist im Moment noch unklar, ob es fr meine Regionalzone berhaupt eine Preis„nderung gibt oder es wurden zwischenzeitlich die Regionalzonen ge„ndert ??

Gráe

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GUMPi1407 ist offline GUMPi1407 GUMPi1407 ist männlich


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03.08.2011 13:06 Zum Anfang der Seite springen
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.

Hallo 50Hz,

es handelt sich also anscheinend wieder einmal um eine verwirrende Mitteilung seitens FS. verwirrt

Auf Grundlage der Schilderung sollte es sich rechtlich nur um die Aufforderung zur Mitteilung des Zählerstandes handeln - nicht mehr, nicht weniger. Sowohl für die Wirksamkeit von AGB-Änderungen als auch Preisanpassungen sind die ausdrückliche Mitteilung zur Genehmigung durch den Kunden Wirksamkeitsvoraussetzung, so bei AGB-Änderungen der deutliche Hinweis auf die sechswöchige Widerspruchsfrist. Eine derartige Mitteilung eines "Preisblatts" ist m.E. durch den Kunden keinesfalls als Mitteilung einer Preisanpassung für den bestehenden Vertrag zu verstehen!

Zur Regionalzone u.w.: Im Onlineportal von FS ist der seitens FS für gültig befundene Taríf ersichtlich. Sollte hier ein abweichender Tarif ggü. der Vertragsbestätigung vorzufinden sein, ist davon auszugehen, dass FS meint eine Preisanpassung wirksam vorgenommen zu haben, worauf ggf. entsprechend reagiert werden sollte.

Grüße aus Berlin


P.S.: Für verbindliche Rechtsauskünfte, insbesondere unter Würdigung aller Aspekte des Einzelfalls, sollte man sich an einen Rechtsanwalt oder eine sonstige zur Rechtsberatung ermächtigte Stelle wenden (z.B. Verbraucherzentrale).


/e: Im Thementitel ist eine Preiserhöhung zum 01.10.11 benannt, die ich jedoch in der weiteren Schilderung nicht wiedergefunden habe. Wie wurde die besagte Preiserhöhung bitte in der E-Mail mitgeteilt? Eine vollständige Kopie des Textes der betr. E-Mail - ohne jegliche Namen - ist dem Verständnis generell zuträglicher als Auszüge bzw. eine Schilderung.

Kurzzitate zu FlexStrom:
LG Heidelberg im Urt. v. 29.12.2010, 12 O 76/10 KfH: "versuchte Bauernfängerei", "mehr als Augenwischerei"

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columbus1111 ist offline columbus1111


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03.08.2011 13:36 Zum Anfang der Seite springen
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Neue Preise

Hallo,
diese Preisliste ist mir unverständlich. Wenn man die gegenwärtig angebotenen Preise betrachtet, sind das stellenweise 50% Erhöhung! Wer soll denn das mitmachen? Oder ist das der Versuch, das Strompreisniveau in Deutschland generell anzuheben? Oder stellt FS sein Firmenkonzept um?
Nur gut, das ich mit der Firma keinen Vertrag mehr habe. Warte nur noch auf die Schlußrechnung (seit März).
Grüße

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03.08.2011 14:00 Zum Anfang der Seite springen
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RE: Neue Preise

Moin columbus1111,

was ich so sehe dürften das die Preise sein, die man von den "Angeboten" für das zweite Vertragsjahr her kennt.

Die in der Preisliste enthaltenen Preise sind wohl als "Bestandskundenpreise" zu verstehen, die, wie wir es ja bereits von vorherigen Preiserhöhungen her kennen, deutlich über dem durchschnittlichen Grundversorgungspreis und noch deutlicher über den werbewirksamen Neukundenkonditionen von FS liegen. Neukunden werden seitens FS diese Preisliste wohl nicht zu Gesicht bekommen - wobei der Status "Neukunde" bei FS offensichtlich ja nur wenige Monate währt.

[Von der Redaktion vorsorglich gelöscht im Hinblick auf eventuelle Rechtsgründe] Es ist ja nicht so, als ob nur mit günstigen Neukundenkonditionen, hohen Bonusauslobungen sowie einer "passenden" Story ("konzernunabhängig", "den Strommarkt bewegen und die Vorherrschaft von Stromkonzernen und Stadtwerken brechen", "Ihr Partner für preiswerten Strom" usw.) Kunden geködert werden, um schließlich von der Unwissenheit, Passivität, Duldsamkeit oder auch Ignoranz vieler sodann als Bestandskunden oder gar Stammkunden anzusehenden Kunden zu profitieren. FS hilft menschlichen "Schwächen" ja gerne nach, ganz im Sinne der "Kundenbindung". Augenzwinkern

Grüße aus Berlin

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50Hz ist offline 50Hz


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03.08.2011 18:55 Zum Anfang der Seite springen
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***

Ich habe also jetzt der Ordnung halber mal die korrekte Bezeichnung in die šberschrift gesetzt,
von einer Erh”hung wird ja nicht gesprochen.
_____________________

Die šberschrift im Anschreiben ( Zitat ) :

Z„hlerstand und neues Preisblatt fr Ihren Vertrag

Sehr geehrter Herr " 50Hz ",

es ist soweit:
Ihr Z„hlerstand muss abgelesen werden. Bitte nehmen Sie diese Zwischenablesung bis allersp„testens zum 30. September 2011 vor, da ab dem Folgetag ein neues Preisblatt gilt.
...
____________________
***

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03.08.2011 19:16 Zum Anfang der Seite springen
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Re: ***

Was soll man dazu noch sagen? Augen rollen

Ist ja schön für FS, dass ihrerseits also ein "neues Preisblatt gilt". Da FlexStrom jedoch keine entsprechende Preisanpassungsklausel in den AGB und somit kein Recht zur einseitigen Vertragsänderung hat, dürfen sie auch nicht einseitige Preisanpassungen vornehmen (von der Weitergabe etwaiger Änderungen bei explizit in der jeweiligen AGB-Fassung genannten Preisbestandteilen wie z.B. der Umsatzsteuer abgesehen). An der Rechtmäßigkeit der als "neues Preisblatt" getarnten Preiserhöhung habe ich daher so meine Zweifel. Zudem fehlt offensichtlich der Hinweis auf das mit der unterjährigen Preiserhöhung einhergehende Sonderkündigungsrecht.

In jedem Fall sollte man Widerspruch gegen das "neue Preisblatt" erheben!
Vorsorglich sollte auch den mitgesannten AGB widersprochen werden, die FS offensichtlich versucht den Kunden mit dem "Preisblatt" unterzuschieben.

------

Das Schreibens von FS, so wie es hier bislang veröffentlicht wurde (Zitate angepasst/verändert):

Zitat:
Betreff: Zählerstand und neues Preisblatt für Ihren Vertrag

Sehr geehrter *Kunde*,

es ist soweit:
Ihr Zählerstand muss abgelesen werden. Bitte nehmen Sie diese Zwischenablesung bis allerspätestens zum 30. September 2011 vor, da ab dem Folgetag ein neues Preisblatt gilt.

http://download.flexstrom.de/2011/07/FS_...Privat_0711.pdf
Zitat:
Selbstverständlich sind Sie nicht verpflichtet, dem neuen Preisblatt zuzustimmen."

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LG Heidelberg im Urt. v. 29.12.2010, 12 O 76/10 KfH: "versuchte Bauernfängerei", "mehr als Augenwischerei"

Dieser Beitrag wurde schon 6 mal editiert, zum letzten mal von GUMPi1407 am 03.08.2011 20:23.

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Manolo ist offline Manolo


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04.08.2011 20:34 Zum Anfang der Seite springen
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Re: ***

Hallo in die Runde...

habe diese Mail auch erhalten und jetzt widersprochen gegen die AGB's und das Preisblatt.

Wie ist das denn eigentlich - muss man jetzt trotzdem den Zählerstand bis zum September melden, obwohl der Vertrag länger geht?

Bin auch ein wenig ratlos, da ich so eine Geschichte noch nicht hatte. In den vergangenen Jahren habe ich immer wieder gewechselt, je nachdem, wo es am günstigsten war. Alles ziemlich problemlos, obwohl der eine oder andere Anbieter organisatorisch etwas schwächelt. Gerade, wenn es so Einfach gehen soll, ist es besonders kompliziert.

Nun gut, nur mit Flexstrom bin ich wohl auch auf die Nase gefallen. Warte auf eine Bestätigung und habe schon mal auf den Rechtsweg hingewiesen, da ich bereit bin, das durchzustehen.
Die Zusendung der AGB's vom Dezember habe ich auch übersehen.

Leider sind die Mails tatsächlich etwas "getarnt" - wie Werbung, was man schnell mal löscht, bzw. gar nicht erst öffnet. Ab sofort bin ich vorsichtiger damit.
Dieses ist die Absender-Adresse von der die Mail kam: info@emarsysreply.flexstrom.de
Finde ich clever gemacht, da das Wort Flexstrom in der Post-Liste schon nicht mehr angezeigt wird, weil die Adresse zu lang ist. Jedenfalls ist das in meinem Mail-Programm so. Nur wegen der Worte "neues Preisblatt" habe ich die Mail überhaupt geöffnet und gelesen.

Finde das übrigens sehr anerkennenswert, daß Diejenigen, die bereits Erfahrungen sammeln durften, hier hilfreich Infos geben. Danke dafür!

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columbus1111 ist offline columbus1111


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Beiträge: 147
04.08.2011 22:59 Zum Anfang der Seite springen
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Zählerstand

Hallo,
der Zählerstand wird normalerweise vom Netzbetreiber und/oder Lieferanten abgefordert. Ohne eine Aufforderung würde ich nichts schicken. Wie FS mit Post umgeht, wird hier ja ausgiebig beleuchtet. Aber den Stand ablesen und dokumentieren, kann nicht schaden.
Wie die ganze Sache weiter abläuft, wird sich erst noch zeigen. Interessant wird die Reaktion von FS auf den Widerspruch.
Grüße

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schoelpi ist offline schoelpi schoelpi ist männlich


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Dabei seit: 04.08.2011
Beiträge: 1
04.08.2011 23:47 Zum Anfang der Seite springen
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RE: Zählerstand

Hallo,

ich habe ebenfalls diese Mail von FS erhalten. Bei mir läuft der Vertrag gerade einmal seit 1.4.11. Es handelt sich - wie bei den meisten oder allen von euch vermutlich auch - um einen Pakettarif. Schon allein der Arbeitspreis würde sich für mich nach dem neuen Preisblatt um satte 51% (von derzeit 16 auf mehr als 24 Ct./kWh) erhöhen. In der Email wird dies seitens FS folgendermaßen gerechtfertigt:

"Allein nach dem Unglück im japanischen Fukushima ist der Strompreis in Deutschland um mehr als 15 Prozent gestiegen."

Ich denke, mit viel mehr Dreistigkeit und Unverschämtheit kann man als Unternehmen seine Kunden nicht behandeln. Da sich dieses Verhalten hundertprozentig mit sämtlichen im Internet gefundenen Erfahrungsberichten deckt, bin ich im Grunde genommen froh, nun einen Anlass zu haben, diesem Anbieter vorzeitig den Rücken kehren zu können.

Das Problem an der Sache ist nur:
- der vorlorene Bonus,
- ein Arbeitspreis von 16 Ct./kWh ist mittlerweile bei keinem Anbieter mehr zu erreichen.

Ich bin zwar kein Jurist, aber nach meinem Verständnis ist eine solche einseitige Preisanpassung rechtlich nicht haltbar. Einige stichhaltige Gründe hierfür wurden in einigen Beiträgen ja schon genannt, ein paar Zusätzliche erachte ich auch noch als relevant:

- Eine einseitige Preisanpassung wäre nur durch Änderung des ursprünglich abgeschlossenen Vertrags möglich (wegen Pakettarif). Hierfür ist eine explizite Einwilligung des Kunden nötig. FS scheint der Ansicht zu sein, dass die Übermittlung des Zählerstandes als Einwilligung zu bewerten ist (so interpretiere ich jedenfalls die Formulierung von FS)

- Es wird nicht explizit auf ein Sonderkündigungsrecht hingewiesen. Ich bin zwar - wie gesagt - kein Jurist, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass die Formilierung "Selbstverständlich sind Sie nicht verpflichtet, dem neuen Preisblatt zuzustimmen", nicht ausreichend ist.

- Ich kann mir schlecht vorstellen, dass eine Preisanpassung, die nur per Email (relativ gut) als Zählerableseaufforderung getarnt ist, rechtlichen Bestand haben kann. Dies scheint mir Ähnlichkeit mit der Aktion von 2010(?) zu haben, als FS versucht hat, Preiserhöhungen in Form eines Werbeflyers unterzuschieben. Hierfür ist FS ja bekanntermaßen rechtskräftig ordentlich "abgewatscht" worden. Es kann natürlich theoretisch sein, dass in den nächsten Tagen noch was schriftliches im Briefkasten auftaucht.

- In meinem Fall (Vertrag seit April 2011) unterstelle ich FS, dass bereits zu Vertragabschluss bekannt gewesen sein muss, dass die mir angebotenen Konditionen (bei einer Mindestlaufzeit von 12 Monaten) nicht über 12 Monate Bestand haben werden. Diese Tastache hätte sich in den Vertragsbedingungen bzw. AGB wiederfinden müssen.

- Eine Preiserhöhung in diesem Maße ist unbillig nach §315 BGB. Für diese Erkenntnis muss man selbst als Laie nicht besonders lange recherchieren ;-) FS muss die Angemessenheit der Erhöhung nachweisen können. Soweit ich das verstanden habe, handelt es sich eigentlich nur dann um eine angemessene Erhöhung, wenn ein etwaiger Anstieg der Strom- oder Mehrwertsteuer an den Kunden weitergegeben wird. Sonstige einseite Preisanpassungen sind - wie ja bereits in vorigen Beiträgen erwähnt - nicht durch die AGB abgedeckt. Und an dieser Sichtweise dürfte eigentlich auch die von FS so gerne angebotene "Preisgarantie" nichts ändern.

Wäre interessant zu erfahren, wie viele sich in der gleichen Situation befinden und ob es sich evtl. lohnt, mal auf breiter Front bei der Bundesnetzagentur und/oder Verbraucherschutz vorstellig zu werden.

Schöne Grüße

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von schoelpi am 04.08.2011 23:51.

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