» Zum Gasrechner

Der Stromrechner

Postleitzahl Kilowattstunden pro Jahr
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Gehe zu
Beitrag Erfahrungsbericht zur Rechnungspraxis bei Flexstrom (von der Redaktion geändert) | Jahrerechung anfechten?
wron65 ist offline wron65


Gelegenheits-User

Dabei seit: 15.05.2011
Beiträge: 10
15.05.2011 11:47 Zum Anfang der Seite springen
Nehmen Sie wron65 in Ihre Freundesliste auf Email an wron65 senden Beiträge von wron65 suchen
Daumen runter! FlexStrom: kein Bonus, falsche Abrechnung

Hallo alle zusammen,
hier unsere Erfahrungen mit der Firma FlaxStrom:
Den Wechsel haben wir beantragt im Dezember 2007, am 27.12.2007 haben wir dann eine Bestätigung erhalten, daß der Lieferbeginn voraussichtlich am 01.02.2008 erfolgt, was dann auch mit einem Schreiben vom 09.01.2008 bestätigt wurde und bis dahin alles wunderbar funktioniert hat. Aber dann...

Preiserhöhung in Form eines Werbeflayers zum 01.10.2008, die wir eigentlich nur rein zufällig aufgemacht und auch nur im Zusammenhang mit einem eventuellen Mehrverbrauch verstanden hatten - wir haben ja ein Paket von 3600 kWh gekauft und im Voraus bezahlt. Aus dieser “Wurfsendung” ging auch nichts anderes hervor. Am 14.10.2008 kam dann ein erneutes Schreiben mit den neuen Konditionen ab 01.02.2009, worauf wir uns entschieden hatten, den Vertrag zum 31.01.2009 zu kündigen. Diese wurde dann auch am 02.12.2008 von FlexStrom zu diesem Termin bestätigt. Zum Verständnis: 01.02.2008 bis 31.01.2009 sind für uns immer noch 12 Monate.
Am 08.06.2009 kam die erste Rechnung, bei der der Rechnungsbetrag grob zu stimmen schien, ohne jedoch, daß der versprochene Aktionsbonus berücksichtigt wurde und der Zeitraum der Abrechnung merkwürdigerweise nicht 12 sondern nur 11 Monate betrug. Per Mail haben wir den Aktionsbonus angefordert und als Antwort einen Hinweis auf einen angeblichen falschen Zählerstand bekommen(!), den wir moniert haben sollen. Ab dem Zeitpunkt wurde es interessant, da wir uns die Rechnung etwas genauer angeschaut hatten und festgestellt, daß bis auf den Anfangszählerstand nichts mehr gestimmt hat:
1. Der Abrechnungszeitraum (wie bereits erwähnt) wurde auf 11 Monate verkürzt
Hier aus den AGBs Pkt. 2.3: “Der Vertrag hat eine Mindestlaufzeit von 12 Monaten ... Das Recht zu ordentlichen Kündigung während dieser Midestlaufzeit ist ausgeschlossen...”
2. Der Zählerstand am "Ablesung Ende" war tatsächlich falsch (anteilig für 11 Monate 200kWh zu viel), obwohl der korrekte Stand zum 31.02.2008 sowohl an FlexStrom als auch an den Verteilnetzbetreiber übermittelt und sogar bestätigt wurde.
3. Das Paketvolumen wurde um ca. 10% auf 3250 kWh reduziert
4. Der vertraglich vereinbarter und vorausbezahlter Paketpreis wurde erhöht und anteilig mit dem teureren Tarif abgerechnet
5. Mit dem teueren Tarif wurden ca. 700KWh mehr abgerechnet als in der selben Rechnung ausgewiesen
Lt. Rechnung: Summe für Tarif 1590: 1322,9 kWh
Abgerechnet im teueren Paket: Anteilig Paket im Tarif 1590: 885kWh + der gesamter Mehrverbrauch: 1134kWh =2019kWh !!!
6. Der gesamte Mehrverbrauch wurde mit dem teurerem Tarif abgerechnet - eine [Von der Redaktion vorsorglich gelöscht, im Hinblick auf eventuelle Rechtsgründe] Masche, die alle betrifft, bei denen eine Rechnungsstellung mit Mehrverbrauch und mit zwei Tarifen gestellt wurde. Hierzu konnte man eine Bespiel-Endrechnug auf den Internetseiten von FlexStrom finden, aus denen hervorging, daß es sich um die normale Vorgehensweise handelt, bei denen die Kunden vorsätzlich eine zu hohe Rechnung gestellt bekommen. Diese Beispielrechnug wurde allerdings von FlexStrom bereits entfernt, kann aber von mir jede Zeit präsentiert werden. (Für die Betroffenen: bitte den in der Rechnung angegebenen Gesamtverbrauch in dem teueren Tarif mit der Summe des Paketanteils und des mit dem teueren Tarif abgerechneten Mehrverbrauchs vergleichen! => siehe oben, Pkt. 5 - Zahlen aus unserer Rechnung)
7. Der Aktionsbonus wurde nicht berücksichtigt (abgesehen davon, daß der Abrechnungszeitraum seitens FlexStrom vertragswidrig verkürzt wurde, steht weder in unserem Vertrag noch in den AGBs etwas davon, daß der Aktionsbonus an eine Mindestlaufzeit gebunden ist. Eine Änderung des so oft zitierten AGB-Punktes 7.3 wurde offenbar später vorgenommen, in dem eine Mindestvertragslaufzeit von 12 Monaten hinzugefügt wurde
8. Die einzelnen Rechnungsposten wurden falsch zusammenaddiert!!! In diesem Fall allerdings zu unserem Vorteil (48,52€), weshalb in der ersten Durchsicht wir davon ausgegangen sind, daß nur der Aktionsbonus fehlt.

Da auf unsere Aufforderungen, uns eine korrigierte Endabrechnung zu senden, nur Hinhaltetaktik folgte, wurde der bereits eingezogene Betrag zurückgebucht und die erteilte Einzugsermächtigung entzogen.
Seit dieser Zeit gab es einen regen Schriftverkehr:
1. 08.06.2009: Rechnung Nr. 1 über 188.11€
2. 30.07.2009: 1. Mahnung zu Rechnung Nr. 1
3. 10.08.2009: 2. Mahnung zu Rechnung Nr. 1
4. 01.10.2009: Rechnung Nr. 2 über 236,63€ (der Additionsfehler wurde korrigiert mit eine Begründung: “aufgrund eines manuellen (!!!) Rechenfehlers wurde auf Ihrer Schlussrechnung ... ein falscher Endbetrag ausgewiesen...
5. 14.10.2009: 1. Mahnung zu Rechnung Nr. 2
6. 28.10.2009: 2. Mahnung zu Rechnung Nr. 2
7. 13.11.2009: ein Droh-Anruf einer gewissen Fr. Kuntz, mit einer deutlichen Aufforderung den Endbetrag zu überweisen, da sonst gerichtliche Folgen drohen.
8. 11.12.2009: Forderung vom Inkasso Syllego über 938,- € (!!!)
9. 14.12.2009: korrigierte Forderung vom Inkasso-Büro Syllego über insgesamt 274,58 €

Nach dem erneuten Widerspruch passierte erstmal 11 Monate nichts!!!

10. 19.11.2010: neue Rechnung Nr. 3 über 145,55€ (nur noch der vertraglich vereinbarter Tarif, aber Abrechnungszeitraum 11 Monate und der Aktionsbonus fehlte immer noch; siehe auch http://www.vzhh.de/energie/30195/flexstr...erichtigen.aspx)
11. 09.12.2010: 1. Mahnung zu Rechnung Nr. 3
12. 17.12.2010: 2. Mahnung zu Rechnung Nr. 3
13. 03.02.2010: neue Rechnung Nr. 4 über den gleichen Betrag von 145,55 €
14. 17.02.2011: ein Wunder: per Mail: “Wir werden den Bonus auf der Rechnung gutschreiben.”
15. 18.02.2011: neue Rechnung Nr. 5 über den gleichen Betrag von 145.55 € (der Aktionsbonus wurde erneut nicht berücksichtigt
16. 08.03.2011. 1. Mahnung zu Rechnung Nr. 5
17. 17.03.2011: 2. Mahnung zu Rechnung Nr. 5
18. 03.05.2011: “zweite 1. Mahnung” zu Rechnung Nr. 5
19. 14.05.2011: "zweite 2. Mahnung" zu Rechnung Nr. 5

Fortsetzung folgt!

Fakt ist, daß wir bereits von einem Rechnungsbetrag von 236,63€ in der Zwischenzeit bei 145,55€ angekonmmen sind, ohne daß der Aktionsbonus und der korrekte Abrechnungszeitraum berücksichtigt wurden

Dazwischen liegen ca. 27 Monate eines regen Brief- und Mailverkehrs , in dem wir FlexStrom immer wieder aufgefordert hatten uns eine korrekte Rechnung zu senden, damit wir den noch ausstehenden Betrag überweisen können, oder alternativ den von uns nicht anerkannten Betrag gerichtlich einzufordern. Weder das Eine noch das Andere ist geschehen.
In der Zwischenzeit haben wir uns erlaubt, mit einer vorherigen Ankündigung, für alle uns entstandenen Kosten einen Schadenersatz und Aufwandsentschädigung einzufordern (5 x Einschreibebrief, Beratung bei der Verbraucherzentrale, ca. 30 Mails...), was wir dann bei einem eventuellen gerichtlichen Verfahren sebstverständlich auch fordern werden.

Im Gegenteil zu vielen anderen Betroffenen, haben wir den Vorteil, daß nicht wir unserem Geld hinterher rennen müssen, sondern (was natürlich auch nicht bestritten wird) FlexStrom einen Restbetrag zu erhalten hat. Bei dieser Dreistigkeit geht es uns schon lange nicht mehr um den Aktionsbonus sondern ums Prinzip und wir sind gerne bereit diese Streitfrage auch gerichtlich klären zu lassen.
Eines muß man FlexStrom allerdings lassen, sie haben hier eine gewisse Gesetzeslücke gefunden, für die es scheinbar niemanden gibt, der bei solchen “Bagatellschäden” zuständig wäre oder sich hierfür zuständig fühlt und die Interessen der Kunden vertritt. So muß jeder Kunde selbst sein Recht einklagen. Bei so kleinen Beträgen scheuen natürlich viele den Weg zum Anwalt und nur so kann diese Firma wahrscheinlich einen Zusatzertrag in Millionen Höhe "erwirtschaften", ohne daß sie offenbar wirklich etwas zu befürchten hat.
Empfehlung: Bei Problemen die teuere Holtline nicht benutzen und einen Einschreibebriefe würde ich nur noch frühstens beim Widerspruch an das Inkassobüro versenden, da dies die Situation nicht verbessert und unnötig Geld und Aufwand kostet. Per Mail (diese dann schön speichern) funktioniert der ganze "Spaß" genau so gut oder schlecht smile

##############
03.09.2011
Nachtrag: Nach dem letzten Widerspruch habe ich im Zusammenhang mit der noch ausstehenden korrigierten Endabrechnung seit fast 4 Monaten nichts mehr von Flexstrom gehört.

#############
22.10.2014
Und nach über drei Jahren geht es doch weiter:

20. 06.09.2013 Schreiben vom Insolvenzverwalter mit der Aufforderung, den nicht anerkannten Betrag von 145,55 € zu überweisen => erneuter Widerspruch, mit der Begründung, daß die Forderung von 2009 nach drei Jahren verjährt ist.
21. 10.10.2014 Schreiben vom Inkassobüro Synergie mit einer Aufforderung den Betrag von 152,33 € zu überweisen (inklusive Zinsen). Interessant: Synergie Inkasso beruft sich auf §195 und §199 und schreibt, deß die Rechnungen der Stromversorger der allgemeinen Verjährungsfrist von drei Jahren unterliegen (der Anspruch entstand 2009) und im nächsten Satz schreiben sie, daß in unserem Fall keine Verjährung eingetreten ist. => erneuter Widerspruch und der "Spaß" geht sicherlich weiter

Dieser Beitrag wurde schon 2 mal editiert, zum letzten mal von wron65 am 22.10.2014 09:31.

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden
columbus1111 ist offline columbus1111


Routinier

Dabei seit: 17.01.2011
Beiträge: 147
15.05.2011 21:11 Zum Anfang der Seite springen
Nehmen Sie columbus1111 in Ihre Freundesliste auf Email an columbus1111 senden Beiträge von columbus1111 suchen
RE: FlexStrom: kein Bonus, falsche Abrechnung

Zitat:
Original von wron65

Empfehlung: Bei Problemen die teuere Holtline nicht benutzen und einen Einschreibebriefe würde ich nur noch frühstens beim Widerspruch an das Inkassobüro versenden, da dies die Situation nicht verbessert und unnötig Geld und Aufwand kostet. Per Mail (diese dann schön speichern) funktioniert der ganze "Spaß" genau so gut oder schlecht smile


ABER: Kündigung schriftlich per Post! Punkt 2.5. der AGB von FS.

Grüße

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden
wron65 ist offline wron65


Gelegenheits-User

Dabei seit: 15.05.2011
Beiträge: 10

Themenstarter Thema begonnen von wron65

16.05.2011 01:57 Zum Anfang der Seite springen
Nehmen Sie wron65 in Ihre Freundesliste auf Email an wron65 senden Beiträge von wron65 suchen
RE: Kündigung schriftlich per Post

Definitiv ja!!!

Um sicher zu gehen per Einschreibebrief (das auf jeden Fall kurz vor dem Ablauf der Kündigungsfrist, wenn man dann nicht mehr die Zeit hat, eine Bestätigung der Kündigung abzuwarten), sonst hat man unter Umständen das Problem, die ausgesprochene Kündigung nachzuweisen. Es soll schon mal vorgekommen sein, daß Briefe an FlexStrom gelegentlich verloren gehen smile

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden
KCH ist offline KCH KCH ist männlich


Fachmann

Dabei seit: 10.11.2007
Beiträge: 207
16.05.2011 13:38 Zum Anfang der Seite springen
Nehmen Sie KCH in Ihre Freundesliste auf Email an KCH senden Beiträge von KCH suchen
RE: Kündigung schriftlich per Post

Zitat:
Original von wron65
Definitiv ja!!!

Um sicher zu gehen per Einschreibebrief (das auf jeden Fall kurz vor dem Ablauf der Kündigungsfrist, wenn man dann nicht mehr die Zeit hat, eine Bestätigung der Kündigung abzuwarten), sonst hat man unter Umständen das Problem, die ausgesprochene Kündigung nachzuweisen. Es soll schon mal vorgekommen sein, daß Briefe an FlexStrom gelegentlich verloren gehen smile


Hallo,
auch ein Einschreibebrief ist kein Nachweis für eine ausgesprochene Kündigung!!! Die einzige, gerichtlich verwertbare Methode habe ich hier schon öfter aufgezeigt und bin jetzt zu faul, es nochmals zu tun.

Und: auch wenn in den AGB`s steht, Kündigungen dürfen nur per Post erfolgen, so ist das nicht rechtlich bindend.
Gruß KCH

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden
rase ist offline rase rase ist männlich


Starter

Dabei seit: 10.08.2011
Beiträge: 1
Herkunft: Rheinland-Pfalz
10.08.2011 16:37 Zum Anfang der Seite springen
Nehmen Sie rase in Ihre Freundesliste auf Email an rase senden Beiträge von rase suchen
RE: FlexStrom: kein Bonus, falsche Abrechnung

Auf Anraten eines Flexstrom-Kunden, der aus den Jahren 2010/11 auch keinen 120 Euro-Bonus in der Schlußrechnung erhalten hatte (ich war genau 12 Monate bei Flexstrom), habe ich nach 5-6 maligem email-Wechsel mit dem dortigen Kundendienst (immer kamen durch die Art Ihrer Ausweichtaktik schon dreiste Antworten) beim Amtsgericht ein Mahnverfahren erwirkt, das - sobald man die 23 Euro Gerichtsgebühr bezahlt hat - an Flexstrom (ich hatte als Gegner angegeben: Robert Mundt, Flexstrom AG) losgeschickt wird. 2 Tage später hatte ich eine korrigierte Schlußrechnung von Flexstrom ( 120,00 standen plötzlich drin). Außerdem wurden mir auch die Kosten des Mahnverfahrens (23.-) erstattet.
In diesem Zusammenhang weise ich auf das Urteil des AG Tiergarten v. 24.1.2011 hin, das Flexstrom dazu verurteilt, den Bonus auch an Kunden zu zahlen, die genau 12 Monaten Kunde waren. Alles Wichtige darüber erfährt man auf der Seite der Stiftung Warentest. Flexstrom hat gg. das Urteil keinen Widerspruch eingelegt.

Wenn sie sich also stur stellen, hilft das Mittel des "Mahnbescheids" (im internet dazu alles unter diesem Stichwort). Das Ganze ist bequem online durchzuführen.

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden
Neues Thema erstellen Antwort erstellen