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Beitrag Zweitausend Stromvertrieb | TIC GmbH
Berni98 ist offline Berni98


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Achtung Zeus Strom AG

Hallo zusammen,

leider war ich auch bei Zeus Strom AG angemeldet.

Am 13.07.2000 habe ich von meinen Regionalversorger erfahren, daß gegen Zeus ein Insolvensverfahren läuft.

Ich bin der Sache nachgegangen und habe heute (20.07.2000) bei Amtsgericht Hamburg angefragt. Tel.: 040/428 630 9-13 Uhr Sprechzeit
Das Amtsgericht hat mir folgende Auskunft erteilt:
Gegen Zeus ist ein vorläufiges Insolvensverfahren am 04.07.2000 eröffnet worden.
Aktenverzeichnis: 67gIN156/00
Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Axel Breutigam (der Name kann Falsch geschrieben sein) Tel.: 040/303010 Fax.:040/30301111

Daraufhin habe ich die Rechtsanwaltskanzlei angerufen.
Hr. Breutigam war nicht zusprechen aber ein anderer Rechtsanwalt, der mit den Fall vertraut ist.
Auf meine Frage hin, daß mein Regionalversorger geschrieben hat, daß Zeus nie Strom geliefert hat ?
Meinte er das stimmt nicht Zeus hat bis zum 30.06.2000 Strom geliefert.
Die Kunden bekommen bis zu dem Zeitraum eine Abschlußrechnung gestellt und ich solle Ihm das Schreiben meines Regionalversorgers zufaxen.

Das sind meine aktuellsten Informationen.
Ruft doch mal selber bei dem Rechtsanwalt an und erkundigt euch ?
Bitte stellt seine Antwort hier ins Board.

Danach habe ich meinen Stromverbrauch bis 30.06.2000 ( Anzahl der Tage) ausgerechnet und mit dem Strompreis multipliziert.
Meine Abschlagszahlungen zusammen gezählt.
Und beides von einander abgezogen.
Erstaunlicherweise muß ich nach meiner Rechnung noch ca. 15,00 DM nachzahlen.
Zum Glück habe ich die letzte Abschlagszahlung vom Juni in der 6 Wochenfrist rückgebucht. Sonst hätte ich warscheinlich einen größeren Verlust.

Danke nochmal für den hinweiß mit der 6 Wochenfrist !!!

Bei Best Energy habe ich mich heute auch noch angemeldet, weil die Konditionen recht gut sind und ein solide Gesellschaft dahinter steht.

Gruß
Bernhard

PS: Vielleicht hat jemand ja noch neuere News.

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JoJO ist offline JoJO


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Text Zeus Strom AG

Hallo tat,

ich bin mal gespannt, bis es zur "Fahrradgeschichte" das erste Gerichtsurteil gibt. Kann sein, daß das gar nicht mehr lange dauert, denn die Liste der potentiellen Konkursanwärter dürfte bei den derzeit angebotenen Dumpingpreisen jeden Tag länger werden. Mal sehen, wer am Ende derjenige ist, der am meisten draufzahlt. In der Regel erwischt es erfahrungsgemäß meistens die "Kleinen", also den Endkunden.

Ich wünsche keinem, daß er über's Ohr gehauen wird. Aber wahrscheinlich wird's den einen oder anderen treffen.

Apropos, weiß hier jemand Bescheid, ob die Geschichte stimmt, daß Zeus die Bank gewechselt hat?? Wäre ja clever, von einem gelöschten Konto kann man wahrscheinlich nicht zurückbuchen. Vielleicht kann ja hier mal wer seine Erfahrungen posten?

Gruß

JoJo

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tat ist offline tat


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21.07.2000 19:12 Zum Anfang der Seite springen
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Text Zeus Strom AG

Zitat:
Original von JoJO
Hallo tat,

ich bin mal gespannt, bis es zur "Fahrradgeschichte" das erste Gerichtsurteil gibt. Kann sein, daß das gar nicht mehr lange dauert, denn die Liste der potentiellen Konkursanwärter dürfte bei den derzeit angebotenen Dumpingpreisen jeden Tag länger werden. Mal sehen, wer am Ende derjenige ist, der am meisten draufzahlt. In der Regel erwischt es erfahrungsgemäß meistens die "Kleinen", also den Endkunden.

Ich wünsche keinem, daß er über's Ohr gehauen wird. Aber wahrscheinlich wird's den einen oder anderen treffen.

Apropos, weiß hier jemand Bescheid, ob die Geschichte stimmt, daß Zeus die Bank gewechselt hat?? Wäre ja clever, von einem gelöschten Konto kann man wahrscheinlich nicht zurückbuchen. Vielleicht kann ja hier mal wer seine Erfahrungen posten?

Gruß

JoJo



1.
Ja, Zeus hat die Bank gewechselt. Die ersten 2 Abbuchungen von meinem Konto wurden in eine Bank und die Weiteren in eine andere Bank überwiesen. Das läßt sich durch die BLZ verfolgen, die in Deinem Kontoausdruck erscheinen sollten.
Das Recht, in bis zu 6 Wochen eine Lastschriftüberweisung zu stornieren, hat das Bankwechsel nicht verletzt. Nach der 6-wochigen Frist ist es sowieso schwer, obwohl es ein positives Gerichtsurteil zu dieser Frage gibt.

2.
Gerichtsurteil (bzw. Urteile) zur "Fahrradgeschichte" wird (wahrscheinlich) lange auf sich warten lassen (mehrere Instanzen usw.). Wichtig in diesem Zusammenhang ist, falls es zwangsläufig zur Doppelzahlung (erst der Zeus AG, später dem Ortsversorger) kommt, die doppelte Zahlung "unter Vorbehalt" machen. Dann könnte man von einem "fremden" Gerichtsurteil ohne weiteren Zeit- und Geldverlusten evtl. profitieren.

So war es in der letzten Zeit mit den Sozialangaben von Weihnachts- und Urlaubsgelder (solange es um Arbeitslosengeld handelt, die Krankenkassen versprechen, Geld den allen Betroffenen zurückzuzahlen; so wird es auch in der Frage um Verfassungswidrigkeit von Grunderwerbsteuer beim Kauf einer "gebrauchten" ETW für Eigennutzung). Falls Urteil positiv, profitiert man davon (weil man Einspruch helegt hat). Falls negativ, trägt man keine Gerichtskosten usw. smile

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Andrea ist offline Andrea


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26.07.2000 00:49 Zum Anfang der Seite springen
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Text Zeus Strom AG

Hallo tat,

das mag schon sein, daß es mehrere gibt, die "Denkfehler" in Sachen Netznutzung machen. Schließlich ist es auch für alle auf dem Strommarkt ein völlig neues Gebiet, auf dem sich kaum einer richtig auskennt.

Und Recht hast Du sicher auch damit, daß die Vor-Ort-Versorger die Netzkunden möglichst umgehend informieren sollten, wenn ein Händler die Netznutzungsgebühren und/oder die reinen Stromgebühren nicht bezahlt.

Nur kann ich Deinem Beispiel mit Zeuss-Fahrrad etc. bzw. Milchkauf und Deinen daraus resultierenden Schlußfogerungen ehrlich gesagt nicht ganz folgen. Wer was wann wem zu zahlen hat ist eigentlich ganz klar, vertraglich vielleicht aber nicht immer genau festgeklopft. In diesem Zusammenhang wäre eine getrennte Rechnung (Netznutzungs-Gebühr vom Netzbetreiber und Stromentgelt vom Händler)eigentlich fast schon wünschenswert. Auch für den Kunden. Aber davon wollen vor allem die Händler nichts wissen. (Dabei sind wir es im Telekommunikationsbereich ja gewöhnt !)

Für alle Beteiligten wäre es wünschenswert, wenn in sich der Markt bald eingespielt hat. Bis dahin heißt es allerdings: wachsam sein und nicht alles glauben !

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tat ist offline tat


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26.07.2000 10:27 Zum Anfang der Seite springen
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Text Zeus Strom AG

Zitat:
Original von Andrea
Hallo tat,
...
Nur kann ich Deinem Beispiel mit Zeuss-Fahrrad etc. bzw. Milchkauf und Deinen daraus resultierenden Schlußfogerungen ehrlich gesagt nicht ganz folgen. Wer was wann wem zu zahlen hat ist eigentlich ganz klar, vertraglich vielleicht aber nicht immer genau festgeklopft.



Hallo Andrea,

"mein" Beispiel mit einem "Zeus-Fahrrad" ist nur eine Antwort auf eine Frage des Authors einer anderen "Fahrradgeschichte", nichts mehr.

Für Zeus-Kunden wichtig ist, daß sie (in der Mehrheit) nur ein Stromversorgungsvertrag hatten und zwar mit der Zeus AG. Der Vertrag läuft nur zum 31.08 ab, wenn der Kunde nicht von sich noch früher gekündigt hat. Dabei sieht der Vertrag keine weitere Pflichten seitens des Kunden voraus, außer die nach dem Tarif und dem Stromverbrauch angemessenen Rechnungen von Zeus zu begleichen. Laut Vertrages ist der Kunde keinesfalls für Zeussiche Pflichten vor dem Ortsversorger verantwortlich.

Auch falls die "stromspezifischen" Gesetze das anders verordnern ("Pflichtversorgung"), bleiben mindestens 2 Fragen:
1. ob so ein Benachteilen von Verbrauchern nicht gegen allgemeinere Gesetze verstößt (Verbraucherschutz, allgemeines Zivilrecht usw.), und
2. ob der Ortsversorger SEINE Pflichte vor dem "Pflichtversorgten" erfüllt hat.

Zum Beispiel bin ich sicher, daß der Ortsversorger den "Pflichtversorgten" in einer bestimmten Frist über das Übernahme der Pflichtversorgung mitteilen soll. In den 2 mir bekannten Fallen in Dortmund bekamen die Zeussische Kunden immer noch keine ofizielle (und keine unofizielle auch) Mitteilungen von der Dortmunder EW AG. Schon interessant ist die Tatsache, daß die DEW AG lautstark vor den Korrespondenten die "Pflichtversorgungsförderungen" an "180 vorigen Kunden" von Zeus proklamiert und kein Schreiben an die Leute sendet. Dabei wird am 31.07 genau 6 Monaten dem Inkrafttreten des Vertrages mit Zeus und dem Beenden des mit DEW.

Die evtl. Forderungen der Ortsversorger sind also nicht unumstrittig. Wer diese widerstandlos akzeptiert, wird selbst schuld. Bezahl also (falls Druck unerträglich wird, um die weitere Stromversorgung zu sichern) die nachträglichen Rechnungen des Ortsversorgers "unter Vorbehalt...". Dann wirst wahrscheinlich auch Du von evtl. positiven Gerichtsentscheidungen profitieren.

Zitat:

In diesem Zusammenhang wäre eine getrennte Rechnung (Netznutzungs-Gebühr vom Netzbetreiber und Stromentgelt vom Händler)eigentlich fast schon wünschenswert. Auch für den Kunden. Aber davon wollen vor allem die Händler nichts wissen. (Dabei sind wir es im Telekommunikationsbereich ja gewöhnt !)


Für mich nicht wünschenswert. Eine Aufsichtbehörde und eine Regulierung der Netznutzungs-Gebühr vielleicht. Die Zeit dafür ist aber bereits verpasst.

Grüß, tat

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JoJO ist offline JoJO


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26.07.2000 15:24 Zum Anfang der Seite springen
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Text Zeus Strom AG

Hallo tat,

vielleicht hab' ich mich undeutlich ausgedrückt. Das Vertragsverhältnis zwischen dem Netzbetreiber und dem Kunden k a n n n i c h t auf den Händler übertragen werden. Der Kunde kann dem Händler lediglich die VOLLMACHT ZUM ABSCHLUSS eines Netznutzungsvertrages erteilen. Vertragspartner bezüglich der Netznutzung und auch des Netzanschlusses ist IMMER der Kunde!!! Somit ist der Kunde letztendlich auch der Schuldner gegenüber dem Netzbetreiber. Das ist auch logisch und einleuchtend, da letztendlich der Kunde am Netz hängt und entscheidet, in welchem Umfang er das Netz des Betreibers nutzt. Um es dem Kunden einfacher zu machen, hat sich mittlerweile die Vorgangsweise durchgesetzt, daß der Händler das Inkasso der Netznutzungsentgelte vollzieht und dann an den Netzbetreiber weitergibt. Dazu sind die meisten Händler vom Kunden befugt. Dieses Prozedere löst den Kunden jedoch nicht aus der Pflicht dafür zu sorgen, daß Netznutzungsentgelte termingerecht und in der vereinbarten Höhe beim Netzbetreiber eingehen. Sollte also ein Händler mit den Netznutzungsentgelten "durchbrennen", besteht weiterhin der Anspruch auf Zahlung der Netznutzungsentgelte gegenüber dem Kunden. Die Verpflichtung zur Bezahlung der verbrauchten ENERGIE besteht nur gegenüber dem Händler, sofern der wirklich Energie in das Netz des Bertreibers eingespeist hat. Es handelt sich also um zwei Verträge, die der Kunde abschließen bzw. abschließen lassen MUSS. Deshalb muß letztendlich der Kunde auch ZWEI Verträge erfüllen. Wenn Du die Fahrradgeschichte nun doch nochmal ließt, wirst Du feststellen, daß genau das das Problem bei der ganzen Sache ist. Wie bereits an anderer Stelle angedeutet, wird dieses Problem von Händlern gerne in den Hintergrund gestellt. Schau doch mal auf Deinem Vertrag nach, welche VOLLMACHTEN Du Deinem Händler gegeben hast.

Im Falle von Zeus geht das ganze sogar noch ein Stück weiter. Zufällig liegt mir eine Kopie eines Kündigungsschreibens von Zeus vor.

Zitat: "Vorsorglich weisen wir darauf hin, Daß die Kündigung nur den Stromlieferung betreffen. Der Netznutzungsvertrag bleibt von der Kündigung unberührt."
(Ich habe die Rechtschreibfehler bewußt abgetippt.)

Daraus läßt sich ableiten, daß Zeus der Annahme ist, daß zwischen dem Kunden und dem Netzbetreiber bereits ein Vertrag mit allen Rechten und Pflichten besteht. Dieser Vertrag wird durch die Kündigung der Energielieferung NICHT berührt.

Viele Grüße

JoJo

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tat ist offline tat


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28.07.2000 13:36 Zum Anfang der Seite springen
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Text Zeus Strom AG

Zitat:
Original von JoJO
Hallo tat,

vielleicht hab' ich mich undeutlich ausgedrückt. Das Vertragsverhältnis zwischen dem Netzbetreiber und dem Kunden k a n n n i c h t auf den Händler übertragen werden. Der Kunde kann dem Händler lediglich die VOLLMACHT ZUM ABSCHLUSS eines Netznutzungsvertrages erteilen. Vertragspartner bezüglich der Netznutzung und auch des Netzanschlusses ist IMMER der Kunde!!! Somit ist der Kunde letztendlich auch der Schuldner gegenüber dem Netzbetreiber. Das ist auch logisch und einleuchtend, da letztendlich der Kunde am Netz hängt und entscheidet, in welchem Umfang er das Netz des Betreibers nutzt. Um es dem Kunden einfacher zu machen, hat sich mittlerweile die Vorgangsweise durchgesetzt, daß der Händler das Inkasso der Netznutzungsentgelte vollzieht und dann an den Netzbetreiber weitergibt. Dazu sind die meisten Händler vom Kunden befugt. Dieses Prozedere löst den Kunden jedoch nicht aus der Pflicht dafür zu sorgen, daß Netznutzungsentgelte termingerecht und in der vereinbarten Höhe beim Netzbetreiber eingehen. Sollte also ein Händler mit den Netznutzungsentgelten "durchbrennen", besteht weiterhin der Anspruch auf Zahlung der Netznutzungsentgelte gegenüber dem Kunden. Die Verpflichtung zur Bezahlung der verbrauchten ENERGIE besteht nur gegenüber dem Händler, sofern der wirklich Energie in das Netz des Bertreibers eingespeist hat. Es handelt sich also um zwei Verträge, die der Kunde abschließen bzw. abschließen lassen MUSS. Deshalb muß letztendlich der Kunde auch ZWEI Verträge erfüllen. Wenn Du die Fahrradgeschichte nun doch nochmal ließt, wirst Du feststellen, daß genau das das Problem bei der ganzen Sache ist. Wie bereits an anderer Stelle angedeutet, wird dieses Problem von Händlern gerne in den Hintergrund gestellt. Schau doch mal auf Deinem Vertrag nach, welche VOLLMACHTEN Du Deinem Händler gegeben hast.

Im Falle von Zeus geht das ganze sogar noch ein Stück weiter. Zufällig liegt mir eine Kopie eines Kündigungsschreibens von Zeus vor.

Zitat: "Vorsorglich weisen wir darauf hin, Daß die Kündigung nur den Stromlieferung betreffen. Der Netznutzungsvertrag bleibt von der Kündigung unberührt."
(Ich habe die Rechtschreibfehler bewußt abgetippt.)

Daraus läßt sich ableiten, daß Zeus der Annahme ist, daß zwischen dem Kunden und dem Netzbetreiber bereits ein Vertrag mit allen Rechten und Pflichten besteht. Dieser Vertrag wird durch die Kündigung der Energielieferung NICHT berührt.

Viele Grüße

JoJo



Hallo JoJo,

letztes Mal lasse ich mich noch einmal zu den vermutlichen Verpflichtungen seitens Kunden vor dem Ortsversorger, falls der Kunde einen gültigen Vertrag mit einem alternativen Stromversorger (hier Zeus) hatte und seine Zahlungspflicht nie verletzt hat. Weiter würde ich (höhstens) die neue Information (bezüglich Zeus und nicht der Fahräder Augenzwinkern ) hier zu Verfügung stellen ohne mich in Diskussionen hereinziehn lassen - das raubt mir Zeit.

1.
Vor allem. Meine Meinung bleibt unverändert: die evtl. Forderungen des Ortsversorgers sind keinesfalls unumstritten und sollen vom Kunden nicht ohne Gegenwehr eingenommen werden. Die Grunden für diese Meinung und davon folgende Konsequenzen und Tips habe ich nicht einmal veröffentlicht (s. oben).

Diese Meinung teile ich nicht allein. Oben habe ich die ähnliche Meinung einer Verbrauchschützerin samt Link benannt. Und nun noch ein Beweis dafür, wenn möglicherweise in einem speziellen Fall - ein Artikel in der Dortmunder Ausgabe von "Westf. Rundschau", 26.07.2000. Zitat (Entschuldigung für Kommentare, einige nicht bedeutsame Verkürzungen und evtl. Tippfehler):
Die 180 Dortmunder Kunden, die ... zum ... Stromanbieter "Zeus" gewechselt sind, brauchen keinesfalls weitere Rechnungen an die DEW (Dortmunder Ortsversorger.- tat) bezahlen. Der Jurist der Verbraucher-Zentralle in Dortmund, Jürgen Schröder, will sich die Argument der DEW nicht zu eigen machen. Das Unternehmen hatte darauf hingewiesen, dass nie ein Vertrag zwischen DEW und "Zeus" zustande gekommen sei, "Zeus" nie Strom geliefert hätte. Die DEW habe im Rahmen ihrer gesetzlichen Verpflichtung "Zeus"-Kunden Strom geliefert - und will nun Geld dafür.
All dies, meint Schröder, sei für die Kunden nicht ersichtlich gewesen.
(Auch heute gibt es keine ofizielle Mitteilungen über einen solchen Zustand an Dortmunder "Zeus"-Kunden von der DEW! Und das manchmal seit 6 Monaten vermutlicher Pflichtversorgung!- tat) "Die Verbraucher haben geglaubt, dass sie den Strom von "Zeus" bekommen und ihn auch bezahlt", sagt er. Die DEW hätte schließlich auch die Kündigungen bestätigt. Und nur weil die DEW kein Geld von "Zeus" bekommen hätte, dürfe sie nicht die Kunden zum zweiten Mal zur Kasse bitten. Dafür gebe es "keine rechtliche Grundlage". ... Bereits gezahltes Geld könne zürück gefordert werden.
Keine rechtliche Grundlage also. Und sogar "Geld zurück"-Anspruch für die Nachgiebigen, was ich (immer noch) bezweifeln würde. So veräussern sich (einige) Juristen.

Gegenmeinungen von Juristen habe ich (noch?) nicht gehört.

2. "Netznutzungsentgeld"
Die Kunden haben der Zeus AG keine "VOLLMACHT ZUM ABSCHLUSS eines Netznutzungsvertrages" erteilt, sondern (Zitat) beauftragte
"die ZEUS Strom AG mit der Lieferung meines gesamten Bedarfs an elektrischer Energie für meinen Haushalt" und (ein anderer Satz!- tat) erteilte "der ZEUS Strom AG die Vollmacht, meinen bisherigen Stromlieferungsvertrag in meinem Namen zu kündigen und alle hierzu erforderlichen Erklärungen und Handlungen vorzunehmen".

Für den gesunden Verstand ist es klar, daß (rechtlich gesehen) die Vollmacht nichts direkt mit der zukunftigen Stromversorgung zu tun hatte, sondern ausschließlich mit der Kündigung der vorigen Vertrag! Und zwar, der Vollständigen. Der Kunde hatte keine getrennte "Strom-" und "Netznutzungsverträge".

Wenn Zeus also GEGEN der Wille und OHNE KENTNIS des Kunden ein Netznutzungsvertrag mit dem Ortsversorger abgeschlossen hat, bzw. nur ein TEIL des ursprunglichen Vertrag mit dem Ortsversorger gekündugt, darf es keine Nachteile und Verpflichtungen für den Kunden haben!

Wenn es auch GESETZLICH (ohne jedliche spezielle Vollmacht vom Kunden zu erteilen) anders geregelt werden mag, sind die evtl. Forderungen des Ortsversorgers immer noch umstritten. Meines Verstehens nach (vom Sicht des Gesetzgebers und der Gerichte, hoffentlich, auch) befinden sich Unternehmen und Geschäftsleute in solchen speziellen Fällen im Klärungspflicht. Bezüglich Falls "Zeus" bedeutet das, daß der Ortsversorger in seiner Kündigungsbestätigung darauf den Kunden aufmerksam machen soll, daß er (der Kunde) vor dem Ortsversorger für evtl. Versäumnisse der Zeuss AG in der Zahlungspflicht steht. Das wurde nicht gemacht (in Dortmund).

Auch wenn ('kann heute weder bestätigen, noch bestritten) hat ZEUS "Vorsorglich" mitgeteilt, daß "die Kündigung nur den Stromlieferung betreffen. Der Netznutzungsvertrag bleibt von der Kündigung unberührt.", versteht kein ..., hm, Normalverbraucher, daß es in sich eine Gefahr des Doppelzahlens für die Netznutzung verbirgt. Der Ortsversorger hat auch keine Aufklärung in diesem Zusammenhang den Kunden (in Dortmund) mitgeteilt. So eine Vereinbarung zwischen Zeus und dem Ortsversorger überschreitet also die der Zeus AG erteilte Vollmacht erheblich und das Schweigen des Kunden darf nicht als eine Art Bewilligung betrachtet werden (der hat eben nichts verstanden).

Viele Grüße, tat.

P.S. Bist Du, JoJo, ein Ortsversorger? Oder Besitzer dessen Aktionen?

P.P.S. Ich habe mich daran errinert, daß es noch eine weitere Vollmacht gegeben hat. Es gab einen Brief von Zeus (daß die Ortsversorger die Vollmacht in ORIGINAL verlangen) mit der Bitte, die beilegenden Vollmachten unterschreiben und zurückzuschicken. Ich kann nicht ausschließen, daß diese sich von der ursprünglichen Vollmacht unterscheiden.

Falls es so ist, bleiben trotzdem mehrere Fragen offen:
- ob so eine (unter einem falschen Vorwand erschwindete) Vollmacht rechtskräftig ist;
- die Klärungspflicht des Ortsversorgers bleibt davon unberührt (solange es um die mehrmonatigen NICHTBelieferungen des Stromes und NICHTBezahlungen seitens Zeus handelt);
- die Höhe der Forderungen (wenn überhaupt) ist bestritten.

Wäre ich der brave Zeus-Kunde (mein Vertrag mit Zeus kam wegen meines Umzuges nie zustande, aber das ist eine andere Geschichte), würde ich all diese Fragen den Gerichten klaren lassen (und es kommt darauf!). Und wie man das mit Mindestanstrengungen (auch von finanzieller Sichtweise) macht, das habe ich früher beschrieben.

Schlimmstenfalls verliert man auf diesen Weg ein paar Mark Postgebühren und bezahlt aber dem Ortsversorger nur etwas später. Bestenfalls verliert man NUR Postgebühren.

P.P.S. Ich habe die Rechtschreibfehler unbewußt gemacht. unglücklich

[Dieser Beitrag wurde von tat am 28.07.2000 editiert.]

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rob ist offline rob


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12.08.2000 00:09 Zum Anfang der Seite springen
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Daumen hoch! Zeus Strom AG

An alle ehemaligen Zeus-Kunden,

auch bei mir wollte der Regionalversorger nach der Pleite mit Zeus von mir nochmals Geld für den gleichen Zeitraum haben. Er hat sich dabei auf seine Versorgungspflicht berufen. Das dieser Sachverhalt aber etwas komplex ist und ich nicht nachweisen kann wer mir nun letztendlich den Strom geliefert hat, habe ich eine anderen Paragraphen gefunden der viel einfacher und sehr leicht zu verstehen ist.

Nach §2 der Allgemeinen Bedingungen für die Elektrizitätsversorgung von Tarifkunden (AVBEltV) muß nämlich der Versorger den Kunden unverzüglich schriftlich bestätigen das ein neuer Versorgungsvertrag zustandegekommen ist. Da ich aber zum 1.2. meinen alten Vertrag gekündigt habe und mein Versorger die MKW AG mich erst am 28.7. darüber informiert hat das ich wieder ihr Kunde bin hat sie gegen dieses Gesetz verstoßen. Dies hat die MKW AG mir jetzt auch bestätigt und ich habe mich dann entschieden ab dem 28.7. wieder Kunde der MKW AG zu werden. Der zwischenzeitlich verbrauchte Strom wurde mir von der MKW AG somit auch erlassen.

Ich hoffe mit diesem Beitrag eine etwas einfachere Lösung geschaffen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

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JoJO ist offline JoJO


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14.08.2000 08:25 Zum Anfang der Seite springen
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Text Zeus Strom AG

Hallo tat,

schön, daß Du noch mal gepostet hast. Aber ich geb`s in Deinem Fall jetzt auf. Wenn Du sagst, Du bräuchtest keinen Netznutzungsvertrag, dann muß ich wohl bei der ganzen Liberalisierungsgeschichte etwas komplett falsch verstanden haben. Vielleicht solltest Du einfach mal zu Deinem Netzbetreiber oder Deinen Händler gehen und Dir dir Geschichte mit dem Wettbewerb nochmal erklären lassen. Aber anscheinend willst Du`s einfach nicht glauben, daß seit ein paar Monaten auch der Kunde bestimmte Verpflichtungen hat und evtl. auch Risikien eingehen muß.

Und tschüss!

JoJo

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stephan ist offline stephan


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15.08.2000 11:53 Zum Anfang der Seite springen
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cool Zeus Strom AG

[QUOTE]Original von rob
[b]An alle ehemaligen Zeus-Kunden,

Wirklich interessant, alle ZEUS-Beitraege zu lesen. Anscheinend habe ich Glück gehabt, daß ich nie auch nur einen Beitrag an Zeus geleistet habe. Ende 1999 aufgrund einer stromtarife.de-Empfehlung angemeldet, zog sich das Verfahren wie Kaugummi, bis schließlich Anfang 2000 das Schreiben kam, daß ich ab 1.2.2000 Kunde der Zeus AG sein werde. Danach tat sich nichts, bis ich Zeus ultimativ aufforderte, das Schreiben "mit Strom" zu füllen, da ich sonst vom Vertrag zurücktreten würde. Es tat sich wieder nichts, weswegen ich auch "best.energy" , die sich bei mir als Nachfolger vor wenigen Wochen vorstellten, mitteilte, daß ich nie Kunde von Zeus geworden bin. Auch von dort kam keine Antwort.
Insgesamt bin ich doch ein wenig verschreckt worden von diesem all zu liberalem Verhalten der neuen Stromanbieter.
Hat jemand eine Idee, welcher wirklich seriöse Anbieter zur Zeit in Frage kommt ?!

P.S.: Ein Hinweis zur oft erwähnten 6-Wochen-Frist bei Lastschriften: Es hjandelt sich hier um eine Frist aus dem Lastschrift-Abkommen zwischen den Kreditinstituten, welches nicht den Bankkunden betrifft. Streng genommen, kann der Bankkunde auch nach Ablauf der sechs Wochen die Lastschrift zurückgeben. Das Problem hat dann die Bank, die dieses natürlich gern auf ihren Kunden abwälzen möchte ;-)
[Dieser Beitrag wurde von stephan am 15.08.2000 editiert.]

[Dieser Beitrag wurde von stephan am 15.08.2000 editiert.]

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hardy ist offline hardy


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30.10.2001 11:34 Zum Anfang der Seite springen
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Achtung Zeus Strom AG

Habe neulich eine Rechnung von Zeus (genauer von Axel Breutigam) erhalten, über ein Jahr nachdem ich zwangsweise wieder bei meinem örtlichen Versorger "eingemeindet" wurde, da Zeus nicht mehr lieferte.

Zugegeben hat Zeus einige Abschläge nicht eingezogen. Allerdings hat auch mein Alt/Neu-Versorger einen Monat rückwirkend berechnet. In der Rechnung steht, ich hätte nie einen Abschlag gezahlt, was ebenfalls nicht stimmt. Die angegebenen Zählerstände scheinen einfach aus dem Abschlag hochgerechnet zu sein, die korrekten Stände sind natürlich nicht mehr nachzuvollziehen.

Dieser (angebliche?) Anwalt lehnt telefonische Anfragen ab.

Hat jemand schon Erfahrungen gemacht bzw. kennt weitere Hintergründe? Mir scheint das ziemlich unseriös, evtl wieder ein Trittbrettfahrer? Oder zumindest ein Anwalt, der einfach versucht, (für sich) noch rauszuholen, was rauszuholen ist?

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AY4 ist offline AY4


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31.10.2001 12:52 Zum Anfang der Seite springen
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Text Zeus Strom AG

Wende dich doch mal an den Konkursverwalter mit dieser Rechnung, der wird sicher nicht damit einverstanden sein, dass jemand versucht, Geld, das in die Konkursmasse gehört, an ihm vorbei zu lotsen.
Tschüs,
AY4

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