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Beitrag Zweitausend Stromvertrieb | TIC GmbH
Andrea ist offline Andrea


Gelegenheits-User

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05.07.2000 23:32 Zum Anfang der Seite springen
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Text Zeus Strom AG

Zitat:
Original von TeslaNet
Hallo liebe strom-magazin.de Leser,

tatsächlich versuch(t)en die Stromlieferanten in um Ihre Pflichten zu drücken. Aber die Frage bleibt trotzdem - warum wechseln.

Organisieren Sie sich doch einfach im ADEW e.V. und sparen Sie ohne Wechsel. Denn mal ehrlich, wenn ein anderer Versorger für Preis X liefern kann, dann kann das Ihr Versorger doch auf jeden Fall auch - und das mit höherer Sicherheit.

verfassungswidrig ist.

Wussten Sie, daß Sie ein Recht auf die "preisgünstigste Versorgung" hatten und diese nachträglich mit unser Hilfe einfordern können?


[Dieser Beitrag wurde von Redaktion - Strom Magazin am 04.07.2000 editiert.]



Hallo liebe Strommagazin-Leser,

wußten Sie eigentlich, daß es in den meisten-wenn nicht sogar in allen alten- Bundesländern vor der Liberalisierung eine Preisaufsichtsbehörde gab, bei der sich alle Stromversorger ihre Strompreise genehmigen lassen mußten? Dabei wurde nur eine ganz bestimmte Gewinnmarge genehmigt und der Verbraucher so geschützt !!!!!

In Bayern gibt es diese Behörde sogar noch immer, die Strompreise der Vor-Ort-Versorger müssen dort immer noch genehmigt werden.

Wenn ein neuer Händler zum Preis X liefern kann, bedeutet daß noch lange nicht, daß der Vor-Ort-Versorger es auch kann, ohne auf Dauer bankrott zu gehen. Denn bei manchen neuen Stromanbietern geht es nicht um Gewinn, sondern nur darum, möglichst viele Neukunden zu gewinnen. (z.B. Yello)

Trotzdem ist der ADEW sicher eine gute Sache, nur verlangen Sie bitte nicht von Ihrem bisherigen Versorger (vor allem wenn er nicht zu den ganz Großen gehört), sich selbst durch Niedrigpreise das eigene Grab zu schaufeln. Denn sonst bleiben am Ende nur die Mega-Konzerne übrig, und die diktieren dann wieder die Preise. Dann wäre der Wettbewerb im Eimer..........

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Wolfgang ist offline Wolfgang


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07.07.2000 08:05 Zum Anfang der Seite springen
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Text Zeus Strom AG

Wirklich eine echt super Idee dieses ADEW: einfach den alten Versorger auf günstigere Strompreise verklagen.

Das hat mich auf die Idee gebracht, meinen Lebensmittelladen von gegenüber vor Gericht zu zerren. Der soll mir gefälligst dieselben Preise anbieten wie Aldi.

Echt super Idee! Werde mir überlegen, wen ich noch so alles verklagen könnte.

Wirklich super Idee!

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Dennis ist offline Dennis


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10.07.2000 07:46 Zum Anfang der Seite springen
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Achtung Zeus Strom AG

Guten Tag liebe Leute,

an dieser Stelle mal ein Hinweis:
Dies ist ein Forum zum Thema ZEUS - also führt doch bitte allgemeine Debatten über ADEW, Aldi & Co in den dafür vorgesehenen Foren !

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Dennis ist offline Dennis


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10.07.2000 07:56 Zum Anfang der Seite springen
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Achtung Zeus Strom AG

Weiteres Vorgehen Zeus:

Die Zeus wird in den nächsten Tagen alle Verträge mit Endkunden kündigen. Die betroffenen Kunden haben dann zwei Möglichkeiten:

a) Sie wollen bei Ihrem lokalen Versorger bleiben - dann müssen Sie nix machen :-(

b) Sie suchen sich umgehend einen neuen Versorger. Dann bitte erstmal Vertrag machen und dann das lokale EVU schriftlich informieren, das Sie wechseln wollen und die Pflichtversorgung bis zur Lieferung durch den neuen Anbieter in Anspruch nehmen möchten. Tun Sie das nicht, greift leider Variante a automatisch.


Zur Zeit versuchen diverse EVU die von der Zeus nicht bezahlten Rechnungen bei den Endkunden einzutreiben. Dies ist nicht zulässig, da ein schuldrechtliches Verhältnis nur zwischen dem EVU und der Zeus besteht. Die EVU haben die Chance, ihre Forderungen zur Insolvenztabelle anzumelden.

Die Zeus wird wohl ihrerseits prüfen, welche Kunden beliefert wurden :-)) aber nicht bezahlt haben bzw. zurückgebucht haben - aus welchen Gründen auch immer. Die ZURECHT bestehenden Forderungen der Zeus werden gegenüber den betreffenden Kunden geltendgemacht. Vorgeschaltet ist eine Prüfung, ob die Forderung berechtigt ist durch den Insol-Verwalter. Wer zwischenzeitlich an die EVU bezahlt hat, hat Pech gehabt, die Forderung der Zeus greift trotzdem. Gegebenenfalls muss man zusehen, die Kohle vom EVU widerzubekommen. Argumente hier: bedrohung durch EVU mit liefersperre etc.

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JoJO ist offline JoJO


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10.07.2000 09:38 Zum Anfang der Seite springen
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Achtung Zeus Strom AG

"Zur Zeit versuchen diverse EVU die von der Zeus nicht bezahlten Rechnungen bei
den Endkunden einzutreiben. Dies ist nicht zulässig, da ein schuldrechtliches
Verhältnis nur zwischen dem EVU und der Zeus besteht. Die EVU haben die
Chance, ihre Forderungen zur Insolvenztabelle anzumelden."

Hallo Dennis,

dazu eine kleine Geschichte aus dem Leben:

also, der Kuno will ein neues Fahrrad kaufen. Zufällig hat er mitgekriegt, dass Andreas seins verkaufen will. Also treffen sich die beiden und vereinbaren, daß der Kuno das Rad bekommt und dafür dem Andreas 200 DM bezahlt. Da der Kuno nicht so viel Geld bei sich hat, verspricht er die 200 DM am nächsten Tag zu bezahlen und nimmt das Fahrrad gleich mit. Am nächsten Tag gibt Kuno dem Neptun 200 DM und beauftragt ihn, das Geld dem Andreas zu bringen. Der Neptun nimmt die 200 DM und versäuft es im nächsten Gasthaus.

Von wem will Deiner Meinung nach der Andreas die 200 DM haben?

Der Kuno ärgert sich jetzt, daß er jetzt insgesamt 400 DM abdrücken muß und daß er versuchen muß, die 200 DM von Neptun zurückzubekommen und daß er nicht beim Händler um die Ecke eingekauft hat, der ihm das gleiche Fahrrad für 250 DM verkauft hätte.

So und jetzt zur Erklärung:

Das Vertragsverhältnis bezüglich der Netznutzung besteht immer zwischen dem örtlichen Netzbetreiber (NB) und dem Kunden! Der Kunde hängt ja am Netz und nimmt sozusagen eine Dienstleistung vom NB an. Das bedeutet aber auch, daß der Kunde für die Netznutzung zu bezahlen hat. Ob er das Geld über Dritte, als einen Händler, an den NB zahlt, ist ihm selbst überlassen. In dem Falle, daß der Dritte das Geld nicht pflichtgemäß an den NB übergibt, muß der Kunde im Zweifelsfalle erstmal doppelt bezahlen und kann dann versuchen, den einen Teil vom Händler zurück zu fordern.

Achtung! Viele werden jetzt sagen, daß Sie ja mit dem Vertrag die Vollmacht zum Abschluß von Verträgen mit dem NB an den Händler gegeben haben. Der Händler kann jedoch maximal einen Netzanschlußvertrag im Namen des Kunden abschließen. Trotzdem bleibt der Kunde Vertragspartner des NB!!!!

Das gilt jedoch nur für den Fall, daß der Händler tatsächlich die vom Kunden verbrauchte Energie eingespeist hat. Hat er das nicht, kommt ja die Energie vom Netzbetreiber, so daß der Kunde auch die an den NB bezahlen muß. Das bedeutet aber, daß der Kunde eventuell an den Händler bezahlte Energiekosten zurückfordern kann.

Natürlich wird das den neuen Anbietern nicht gefallen, da die ja den Kunden möglichst vom NB loslösen wollen. Man sollte aber mal versuchen, sich von einem Händler nur ein Angebot für die Lieferung der Energie + Stromsteuer + Mehrwertsteuer machen zu lassen, mit dem Hinweis, daß man die Netznutzungsentgelte direkt an den NB zahlt. Bei den gegenwärtig angebotenen Preisen von 17 Pf oder weniger, müsste der Lieferant also bei dieser Entkoppelung der Preise dem Kunden fast was dafür bezahlen, daß der seine Energie nimmt. Dazu eine kleine Rechnung:

Netznutzungsentgelt netto: 12,5 Pf/kWh
zzgl. KA (mindestens) 2,6 Pf/kWh
zzgl. Stromsteuer 2,5 Pf/kWh

Zwischensumme 17,6 Pf/kWh
zzgl. Mwst 2,8 Pf/kWh

Endpreis ohne Energie 20,4 Pf/kWh

Bei einem Komplettpreis von 17 Pf/kWh müsste der Händler bei einer Entkoppelung der Preise also theoretisch pro verbrauchter kWh 3,4 Pf (!!) an den Kunden bezahlen.

Kaufmännisch und auch kartellrechtlich höchst interessant!

Gruß an alle Interessierten,

JoJo

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burner ist offline burner


Starter

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13.07.2000 18:51 Zum Anfang der Seite springen
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Text Zeus Strom AG

Ich habe Ende letzten Jahres die Fa. Zeus mit der Stromlieferung beauftragt.
Da Zeus mir weder eine Auftragsbestätigung zugesandt, noch Abbuchungen vorgenommen hat, habe ich die Sache ruhen lassen, und die Postings hier im Forum verfolgt.
Am 03.07.00 (!, s. Beitrag von Martin) bekam ich eine Kündigungsbestätigung meines alten EVU, die Zeus Strom AG habe den Versorgungsvertrag gekündigt, Kündigung sei wirksam zum 30.06.00, und daß, sollte keine Belieferung mit dem neuen Versorger zustandekommen, ein neuer Vertrag zu den Bedingungen des Allgemeinen Tarifs ohne weitere schriftliche Vereinbarung zustandekommt.
Heute bekam ich ein Schreiben von der best energy, die im Zuge der "Neuorientierung" Augenzwinkern der Zeus Strom AG das Privatkundengeschäft übernimmt. Das Anschreiben ist sehr diffus gehalten, so geht z. B. nicht klar daraus hervor, ob die Belieferung von nun an automatisch durch best energy erfolgt, oder ob ich bei meinem alten EVU bleibe (was ich vorzöge, denn dieser bietet mir für meine Verhältnisse ähnliche Konditionen wie best energy). Allerdings lag ein Auftragsformular bei, sodaß ich davon ausgehe, wenn ich das nicht ausfülle, bleibt alles so wie es war.
Was bleibt ist die Suche nach einem günstigeren Anbieter, der nicht pleite geht bevor er überhaupt anfängt zu arbeiten.
Jedenfalls werde ich weiter intensiv die Newsgroups verfolgen und mit großem Bedacht wählen!

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tat ist offline tat


Gelegenheits-User

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17.07.2000 23:44 Zum Anfang der Seite springen
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Lampe Zeus Strom AG

> burner > erstellt am 13.07.2000 um 19:51 Uhr

> Heute bekam ich ein Schreiben von der best
> energy, die im Zuge der "Neuorientierung"
> der Zeus Strom AG das Privatkundengeschäft
> übernimmt. Das Anschreiben ist sehr
> diffus gehalten, so geht z. B. nicht klar
> daraus hervor, ob die Belieferung von nun
> an automatisch durch best energy erfolgt,
> oder ob ich bei meinem alten EVU bleibe
> (was ich vorzöge, denn dieser bietet mir
> für meine Verhältnisse ähnliche Konditionen
> wie best energy). Allerdings lag ein
> Auftragsformular bei, sodaß ich davon
> ausgehe, wenn ich das nicht ausfülle,
> bleibt alles so wie es war.

1.
Best Energy übernimmt keine Verpflichtungen der Zeus AG. Damit ist Best Energy kein rechtlicher Nachvolger der Zeus AG und kann auch keine Rechte der Zeus AG übernehmen. Also kann keine "Belieferung von nun an automatisch durch best energy" in Rahmen vom Vertrag mit der Zeus AG erfolgen. Weder unter den mit Zeus Gleichen noch (wie es ist) unter den schlechteren Tarifbedingungen.

2.
Ob Sie sich für Best Energy entschieden haben, oder für einen anderen alternativen Stromversorger, die lückenlose Stromlieferung ab 01.08.2000 (wenn ich mich nicht irre, das ist der Tag der Kündigung seitens Zeus) nicht möglich wäre. Man muß also für eine gewisse Zeit vom Ortsversorger beliefert werden (bestenfalls bis zum Herbst).

Deswegen lohnt es sich, sich mit dem Ortsversorger im voraus in Verbindung zu setzen und die Stromlieferung ab 01.08 (oder ab einem evtl. anderem Kündigungstag des Vertrages mit der Zeus AG) unter einem von Ihnen gewälten Tarif des Ortsversorgers zu beantragen. So vermeiden Sie den vermutlich ungünstigeren Tarif der Pflichtversorgung.

Wenn Sie im kurzen einen alternativen Versorger wählen möchten, sollen Sie möglichst ein Tarif mit einer kürzeren Kündigungsfrist wählen (vielleicht auch das Tarif für Pflichtversorgung - s. auch "4").

Übrigens sind die Verbraucherschützer der Meinung, daß Kündigungsfrist für die Pflichtversorgung nicht länger als 3 Monaten sein darf. Versucht Ihr Ortsversorger Ihnen eine Pflichtversorgung mit einer mehr als 3-monatigen Kündigungsfrist erzwingen, wenden Sie sich am besten zu einer Verbraucherzentrale.

3.
In Ihrem spezifischen Fall (es gab weder Lieferbestätigung von Zeus noch Abbuchungen) würde ich raten, sich im Verbindung mit dem Ortsversorger zu setzen, um zu klären, ob es Stromlieferungen (bzw. Bezahlungen von Rechnungen des Ortsversorgers) von der Zeus AG für Sie gab.

3.1
Bei einer positiven Antwort (was aber kaum wahrscheinlich ist) waren Sie von der Zeus versorgt, ohne das zu bezahlen oder zu erfahren. Da es die Panne von der Zeus ist (schliesslich haben Sie Einzugsermächtigung gesendet), sollen Sie nur zum 01.08 (oder zu einem anderen evtl. Kündigungsfrist - s. den Brief von Best Energy) den Zählerzustand ablesen und den Beiden (der Zeus AG und dem Ortsversorger, der ab dem Kündigungstag einspringt) schriftlich mitteilen (Kopien sich lassen). Dann sollen Sie eine evtl. Abbuchung seitens Zeus AG (oder des rechtlichen Nachfolgers) nicht verpassen und mit den Zeusischen Tarifen und Ihrem tatsächlichen Stromverbrauch vergleichen. Falls nötig Einspruch legen und ein entsprechendes Teil des Betrages zurückzufordern.

3.2.
Am wahrscheinlichsten gab es aber keine Leistungen seitens Zeus für Sie. Da Sie auch keine Vertragsbestätigung von der Zeus AG bekamen und keine Bezahlungen stattfanden, würde ich Sie raten (falls der Ortsversorger nichts von Ihrem Konto abgebucht hätte), sich mit dem Ortsversorger zu vereinbahren, die Stromversorgung mit für Sie am Günstigsten von Ortsversorgertarifen (gelegentlich auch in Rahmen Ihren vorigen Vertrag mit dem Ortsversorger) rückwirkend zu bezahlen und darüber die Zeus AG schriftlich mitteilen. Dabei sollen Sie auch den Auftrag bei der Zeus AG kündigen. Begründung: keine Versorgungsbestätigung und auch keine Leistungen in der Vergangenheit und nun Insolvenzverfahren.

4.
Für die Mehrheit von Zeussichen Kunden sieht das Ganze etwas anders als für Sie.

Kunden hatten eine Bestätigung des Inkrafttreffens des Vertrages mit der Zeus AG (evtl. auch seitens des Ortsversorgers) und haben diese Leistung auch bezahlt. Und viele haben die (allen oder meisten) Lastschriftabbuchungen nicht storniert. Was nun?

Was die Stromversorgung im nähersten Zukunft (nach dem Kündigungstag) angeht, s. Punkt "2" oben.

Am besten auch den Zählerzustand zum Kündigungstag (s. den Brief von Best Energy) ablesen und den Beiden (Zeus für Endabrechnung und dem Ortsversorger für Zukunft) mitteilen.

Das Hauptproblem - Zeus hat keinen Strom ins Ortsnetz geliefert, keine Netznutzungsgelder dem Ortsversorger bezahlt usw.

Eigentlich ist das das Problem der Beziehungen zwischen Zeus und dem Ortsversorger, wenn die Beiden miteinander entsprechende Verträge hatten. Die Ortsversorger versuchen aber das Problem an die Verbraucher abzuwalzen. Dabei reden sie wieder um "Pflichtversorgung", obwohl es eine Versorgung in Rahmen einer Vereinbarung zwischen Zeus und dem Ortsversorger war und alle Ansprüche an die Zeus AG in Rahmen des Insolvenzverfahren sollen geleitet werden. Bestätigung dafür könnte auch die Tatsache sein, daß man den Kunden über eine evtl. "Pflichtversorgung" rechtzeitig und nicht nach 4-6 Monaten (wie es oft gescha) informieren muß. Dann könnten die Kunden die Überweisungen zugunsten der Zeus AG noch rechtzeitig stornieren und die "Pflichtrechnungen" des Ortsversorgers von diesen Beträgen begleichen.

Wird Ihr Ortsversorger sowas von Ihnen verlangen, mit der Stromabschaltung drohen usw., wenden Sie sich am besten zur Verbraucherzentrale und/oder einem Anwalt usw.

Die evtl. Sozialhilfeempfänger könnten auch ein spezifisches Trick verwenden. Man stellt einen Zwieantrag und bietet das Sozialamt (auf Wahl des Sozialamtes) entweder um eine Hilfe gegen den Druck des Ortsversorgers oder um eine einmalige Hilfe für rückgängige Bezahlung der "Pflichtversorgung" des Ortsversorgers. Das Sozialamt soll zwangsläufig entweder die Unterstützung gegen den Ortsversorgers schenken, oder die einmalige Hilfe leisten.

Das Begleichen von Rechnungen des Ortsversorgers, die eigentlich die Zeus AG bezahlen muß, soll (um Stromabschalten zu verhindern!!!) nur "unter Vorbehalt von ..." (lieber einen Anwalt fragen) geleistet werden, um nicht wie eine Anerkennung zu gelten.

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tat ist offline tat


Gelegenheits-User

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18.07.2000 12:42 Zum Anfang der Seite springen
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Text Zeus Strom AG

Zitat:
Original von Andrea
Liebe(r) tat,
gute Tipps in Ihrem letzten Beitrag, aber auch wieder ein gravierender Denkfehler:
Der Netzkunde haftet für die Netznutzungsgebühren dem Netzbetreiber. Das ist nun mal so. Und wenn der Händler die bereits vom Netzkunden kassierten Netznutzungsgebühren nicht an den Netzbetreiber weiterleitet, so ist das für den Netzkunden natürlich höchst ärgerlich und unangenehm, es entbindet ihn aber nicht von der Pflicht, dem Netzbetreiber seine ja tatsächlich erbrachten Leistungen zu bezahlen.



Liebe(r) Andrea,

für Lob bedanke ich mich.

Zum "Denkfehler".
Wenn das "ein gravierender Denkfehler" ist, dann nicht allein der meiner.

Lies bitte, z.B., an
Zitat:
http://www.strom-magazin.de/news.phtml?action=Show&NewsID=2517

Derzeit werden auch Fälle bekannt, in denen die Regionalversorger die Schulden der Zeus Strom AG von den Kunden kassieren wollen. "Der Regionalversorger hat einen Vertrag mit der Zeus Strom AG - für nicht gezahlte Rechnungen sind also nicht die Verbraucher, sondern die Zeus Strom AG zuständig", stellt die Hamburger Verbraucherschützerin klar.


(Es handelt sich um Ella Castello von der Hamburger Verbraucherschutzzentrale).

Ich bin kein Rechtsanwalt. Und ich habe sogar das entsprechende spezifische "Stromgesetzt" (bzw. die Gesetze; der Gesetzname bedingt) nicht einmal durchgelesen, weil ohnehin was zu tun habe. Aber ich bin sicher, daß der Ortsversorger dem Kunden unverzüglich (bzw. in einer angemessenen Frist) mitteilen soll, daß nun die Pflichtversorgung in Frage kommt bzw. zu kommen droht. Sonst würde das "Stromgesetzt" gegen die allgemeine Gesetzgebung verstossen und in entsprechenden Teilen nichtig, weil den Kunden unangemessen benachteilt. Zumindest wenn nicht der Kunde in der "Pflichtcharakter" der Stromversorgung selbst schuld ist.

Und die Tatsache, daß der Ortsversorger (die Dortmunder EW, z.B.) den Kunden (meinen Bekannten), die ab 01.02.2000 von Zeus Strom bekommen sollten, immer noch (!) nichts über ihre evtl. Probleme mit der Zeus AG mitteilt, diese Tatsache (falls vorhanden) macht jede evtl. Ansprüche des Ortsversorgers auf eine "Pflichtversorgung" seit 01.02.2000 und auf damit verbundene "Rechte" bezüglich Kunden eben lächerlich. Auch vom gesetzlichen Sicht. Schließlich ist der Kunde nicht verpflichtet, ein Internetforum (Zeitungen usw.) zu lesen. Und trotztdem soll rechtzeitig informiert werden.

Ähnlich denken auch die Verbraucherzentralen, zumindest die Hamburger Zentrale. Hoffentlich haben die Verbraucherschützer die Gesetzkentnisse, oder?

Auch eine evtl. Vereinbarung zwischen der Zeus AG und dem Ortsversorger, die den Kunden benachteiligt wäre in entsprechenden Teilen nichtig. Schon weil der Kunde kein Kentnis über diese Vereinbarung hat.

Bestenfalls also gibt es kein Grund die falsch als "Pflichtversorgung" bewertete Stromversorgung zweites mal zu bezahlen.

Schlechtenfalls gibt es eine Kollision zwischen einem spezifischen "Stromgesetz" (bzw. den Mehreren) oder seiner Interpretation von Ortsversorgern und der allgemeineren Gestztsprechung (Verbraucherschutz usw.). Dann soll man Gerichtsverfahren und entsprechende Gerichtsentscheidungen erwarten. Um von einer evtl. positiven (Muster)Gerichtsentscheidung zu profitieren, soll man die rückwirkende Rechnungen vom Ortsversorger "ausdrücklich unter Vorbehalt der Rückforderung nach endgültiger rechtskräftiger Entscheidung über den o.a. Sachverhalt" (etwa so Augenzwinkern ) begleichen (falls überhaupt).

Eben sich schweigend dem Druck des Ortsversorgers zu beugen, wäre das schlechteste Lösung.

Grüß, tat

P.S. Klar, sollen die Ortsversorger nicht verteufelt werden. Einige haben sogar wirklich günstige Tarife entwickelt (Solinger Stadtwerke in ihrem Gebiet, z.B.). Aber sind sie auch nicht die "unschuldige Opfer" von "bösen Neulingen". Und ihre Ziele (wie auch die Ziele von neuen Anbietern) unterscheiden sich (leider) von den Interessen von Kunden. Sonst wäre keine Lieberalisierung notwendig.

Deswegen ist dem Kunden Vorsicht vor den Behauptungen von Stromversorgern aller Art geboten.

[Dieser Beitrag wurde von tat am 18.07.2000 editiert.]

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TOM ist offline TOM


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Zunge raus! Zeus Strom AG

HALLO IHR ZEUS GESCHÄDIGTEN,

nachdem ich seit Monaten auf den drohenden ZEUS Konkurs hingewiesen habe ist es also tatsächlich passiert. JUBEL! Ich geschieht ZEUS Recht!

Nochmal der ultimative Tipp zum Geld zurück:
Bei Einzug durch ZEUS gilt die Wochen Frist fürs rückbuchen nicht. Wenn eure Bank zickt.

Verweist auf das Bundesgerichtshourteil
BGH Az. XI ZR 258/99 vom 06.06.00.
Danach kann der Kunde unbefristet die Rückbuchung verlangen. Der mit dem Widerspruch zur Abbuchung geltend gemachte Anspruch auf Kontoberichtigung unterliegt keiner Befristung und erlischt erst mit Genehmigung der abbuchung.

Also macht eurer Bank Druck.
M.e.dürften unberechtigte weitere Abbuchungen nicht automatisch der Konkursmasse zufallen.
Sonst könnte eine Firma die Konkurs ist der Halben Republik ins Girokonto greifen und dürfte es behalten.
EUER TOM

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Andrea ist offline Andrea


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18.07.2000 23:10 Zum Anfang der Seite springen
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Text Zeus Strom AG

Liebe(r) tat,

gute Tipps in Ihrem letzten Beitrag, aber auch wieder ein gravierender Denkfehler:
Der Netzkunde haftet für die Netznutzungsgebühren dem Netzbetreiber. Das ist nun mal so. Und wenn der Händler die bereits vom Netzkunden kassierten Netznutzungsgebühren nicht an den Netzbetreiber weiterleitet, so ist das für den Netzkunden natürlich höchst ärgerlich und unangenehm, es entbindet ihn aber nicht von der Pflicht, dem Netzbetreiber seine ja tatsächlich erbrachten Leistungen zu bezahlen. Und der Netzbetreiber hat in so einem Fall theoretisch tatsächlich das Recht, mit Abklemmen zu drohen. Doch denke ich, daß kein Netzbetreiber diese Drohung bisher wahr gemacht hat. Die EVUs sind dann doch, totz teilweise gegenteiliger Darstellung in Presse, etc. keine Monster !!
Die lassen auch die abgewnderten Kunden nicht einfach im Dunkeln sitzen, auch wenn sie mit manchen Händlern jede Menge Ärger haben und zusehen müssen, wie sie zu ihrem Geld kommen.
Auf diesem Gebiet gibt es vertraglich noch viel zu regeln, doch kann ich nur jedem empfehlen, auch wenn es lästig ist, sich den Netznuztungsvertrag sorgfälitg durchzulesen und aufzubewahren (auch wenn der Händler ihn im Namen vom Kunden unterschrieben hat).

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JoJO ist offline JoJO


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Text Zeus Strom AG

Hallo tat,

mich würde interessieren, wie Du über die Geschichte mit dem Fahrrad zwei oder drei Artikel weiter oben denkst! Danke für die Antwort.

Bis bald,

JoJo

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tat ist offline tat


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Text Zeus Strom AG

Zitat:
Original von JoJO
Hallo tat,

mich würde interessieren, wie Du über die Geschichte mit dem Fahrrad zwei oder drei Artikel weiter oben denkst! Danke für die Antwort.

Bis bald,

JoJo



Zitat:
Original von JoJO

...
also, der Kuno will ein neues Fahrrad kaufen. Zufällig hat er mitgekriegt, dass Andreas seins verkaufen will. Also treffen sich die beiden und vereinbaren, daß der Kuno das Rad bekommt und dafür dem Andreas 200 DM bezahlt. Da der Kuno nicht so viel Geld bei sich hat, verspricht er die 200 DM am nächsten Tag zu bezahlen und nimmt das Fahrrad gleich mit. Am nächsten Tag gibt Kuno dem Neptun 200 DM und beauftragt ihn, das Geld dem Andreas zu bringen. Der Neptun nimmt die 200 DM und versäuft es im nächsten Gasthaus.
Von wem will Deiner Meinung nach der Andreas die 200 DM haben?
...




Deine Fahradsgeschichte hat mit Zeussicher Geschichte nichts zu tun.

Die richtige Geschichte s. unten.

Also der Kuno will ein Fahrrad kaufen. Zufällig hat er mitgekriegt, daß Zeus seins verkaufen will. Also treffen sich die Beiden und vereinbaren, daß der Kuno das Rad bekommt und dafür dem Zeus 200 DM bezahlt.

Da der Kuno in Deutschland wohnt und Zeus auf Olymp in Griechenland sitz, soll das Fahrrad durch das deutsche Netz von Autobahnen fahren (bzw. gefahren werden) und am Ende durch ein privates Ortsnetz einer Stadtwerke zum Kuno kommen. Keinen Ausweg in Sicht.

Deswegen vereinbaren sich Zeus und die Stadtwerke, daß das Fahrrad zum Kuno durchs Ortsnetz darf, wofür Zeus Netzentgelt von (z.B.) DM 100 bezahlt. Darüber hinaus haben diese miteinander vereinbart, daß die Stadtwerke ein eigenes gleiches Fahrrad dem Kuno im Namen von Zeus liefert, falls das Zeussische Fahrrad nicht (bzw. nicht rechtzeitig) das Ortsnetz erreicht. Das evtl. Fahrrad der Stadtwerke soll Zeus für 90 DM (oder für 900 DM - egal) rückwirkend und extra bezahlen.

Dem Kuno ist sowohl von Zeus (mit einem Blitz), als auch von der Stadtwerke (per Post) mitgeteilt worden, daß die Stadtwerke ihm keine Fahrräder in eigenem Namen mehr liefert, sondern der Kuno nun Zeus oder im Namen von Zeus beliefert wird. Zeus kassiert seine DM 200 von Kuno (in Rahmen der Vereinbahrung mit dem Kuno), der Kuno wird mit einem Fahrrad beliefert, nutzt es und macht nach 6 Monaten kaputt.

Die Stadtwerke muß feststellen, daß Zeus keine DM 100 Netzentgelt überwiesen hat. Auch keine Zeussische Fahrräder sind zum Ortsnetz geliefert worden. Das eigene Fahrrad der Stadtwerke, mit dem der Kuno (in Rahmen der Vereinbarung zwischen der Stadtwerke und Zeus und nicht zwischen der Stadtwerke und dem Kuno!) beliefert wurde, ist wiederum von Zeus nicht bezahlt.

Von wem also darf die Stadtwerke das Geld (100+90=190, bzw. 100+900=1000 DM - egal) verlangen? Glaubst Du, daß vom Kuno???

Oder noch einfacher. Du gehst in Onkel-Zeus Laden und kaufst dort ein. Z.B., kaufst Du dort Milch, das dem Produzent vom Onkel Zeus (noch) nicht bezahlt worden ist. Dann geht Onkel Zeus Pleite. Ob der Michproduzent sich von DIR Geld verlangen wagen würde (auch wenn er Deine Anschrift und von die Dir verbrauchte Milchmenge kannte)??? Ob die allgemeine Gesetzgebung die solchen dreisten Ansprüche unterstützt würde????

Zurück zur Geschichte mit dem Fahrrad. Auch wenn die spezifische "Fahrräderversorgungsgesetzgebung" eine "Pflichtversorgung" mit finanziellen Verpflichtungen des Kunos vor der Stadtwerke voraussieht, sollte die Stadtwerke dem Kuno über das Inkrafttreten der Pflichtfahräderversorgung rechtzeitig mitteilen. Die hat aber 6 Monaten lang geschwiegen (so in Dortmund) und nun sucht (so die Presse) den Schuldigen.

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