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Beitrag Rhein(fall)power | Neckermann Strom
StephanL ist offline StephanL


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E:Veen Energie: Beitragsdesaster

Liebe User,

hat jemand von euch Erfahrungen mit E:veen Energie aus Hannover?

Habe zum Jahreswechsel meinen Stromanbieter gewechselt mit Verbrauchsprognose und dementsprechenden Tarif.
Hat auch gut und pünktlich geklappt.

Überraschung:
1.)Abschlagszahlungen fielen höher aus wie in der Vermittlung angezeigt.
2.)Es wurde neben den übermittelten Fälligkeitsterminen zur Abbuchung weitere Abbuchungen von meinem Konto vorgenommen (also außerhalb des gesendenten Abschlagsplan).

Ich habe versucht telefonisch wie auch per Email Kontakt aufzunehmen und die Situation zu klären.
Einzige Einlassung: 2-Zeiler -> "aus diversen Gründen können wir keinen niedrigeren Abschlag abbuchen"

Wieder Anrufe: ich wurde gar nicht mehr durchgestellt geschweige denn bearbeitet.
Auf Emails keine Reaktion.

Ich ließ einen zuviel abgebuchten Beitrag zurückbuchen.
Ich ließ einen zu hohen Abschlag zurückbuchen.

Reaktion:
"Wir stufen Sie in den Selbstzahler-Modus ein und berechnen ca. 150€ Kosten die bis zum xx.xx.2016 zu leisten sind."
Neuer Abschlag noch höher.
"Zahlen Sie diesen auf die Bankverbindung bis zum xx.xx.2016 ein."

Heute schaue ich auf mein Konto und es wurde entgegen des Selbstzahlermodus wieder abgebucht - wieder ein höherer Betrag!

Ich erreiche das Unternehmen nicht. Scheinbar auch inhaltlich nicht.
Ich kann keine Klärung erwirken.
Ich möchte lediglich eine Abbuchung nach meinem Verbrauch haben, wie auch beim Online-Abschluss angezeigt - und kein großartiges Guthaben aufbauen.

Ich habe die korrekten Beiträge selber an den Stromanbieter überwiesen (nach Vermittlungsangebot).
Ich habe von meinem alten Stromanbieter die an E:veen Energie übermittelte Verbrauchsprognose für 2016 angefordert und erhielt sogar einen noch niedrigeren Verbrauch. Somit verstehe ich die Grundlage E:veen Energie nicht, mir höhere Beiträge in Rechnung zu stellen.

Wie verhält man sich nun richtig?
Gibt es Grundlagen?

Viele Grüße
Stephan

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04.03.2016 18:56 Zum Anfang der Seite springen
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RE: E:Veen Energie: Desaster

Hallo Stephan,

Ja, es gibt "Grundlagen": u.a. 1.) das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005 [für Verbraucher sehr wichtig die §§ 20a, 36, 38, 40, 41, 111a und 111b] sowie 2.) die für den Vertrag bei Abschluss verwendeten AGB des Versorgers [wobei die Wirksamkeit der AGB unter dem Vorbehalt steht, dass diese a) wirksam in das Vertragsverhältnis einbezogen wurden und dass b) die AGB-Klauseln nicht im Widerspruch zu gesetzlichen Bestimmungen bzw. zur Rechtsprechung stehen; insbesondere, den Kunden nicht unangemessen benachteiligen - siehe bspw. §§ 305 - 310 BGB].

Zu den Abschlägen:
§ 40 Abs. 2 bestimmt - Zitat "Wird eine Vorauszahlung vereinbart, muss sich diese nach dem Verbrauch des vorhergehenden Abrechnungszeitraums *** richten. Macht der Kunde glaubhaft, dass sein Verbrauch erheblich geringer ist, so ist dies angemessen zu berücksichtigen. Eine Vorauszahlung wird nicht vor Beginn der Lieferung fällig."
§ 9 Abs. 3 der e:veen-AGB beinhaltet die entsprechende vertragliche Klausel !

Berechnung: Vorjahresverbrauch (ersatzweise Prognose des Netzbetreibers) in kWh x Arbeitspreis in Ct/kWh + Grundpreis in €/Mon. x 12 (alternativ €/Jahr) = Abschlags-Summe : Anzahl der Abschläge (im Regelfall 12 oder 11) = mtl. Abschlags-Betrag !


Anmerkung zu "Reaktion: 'Wir stufen Sie in den Selbstzahler-Modus ein und berechnen ca. 150€ Kosten die bis zum xx.xx.2016 zu leisten sind.' Neuer Abschlag noch höher.":

Selbstverständlich sind die "ca. 150€ Kosten" unzulässig und NICHT zu bezahlen; § 12 Abs. 2 der e:veen-AGB sieht für "Selbstzahler" eine Gebühr von 3€/Mon. vor, wobei die Angemessenheit des Betrages durchaus fraglich sein könnte!

Falls eine einvernehmliche Lösung mit der 'e:veen eG' kurzfristig nicht möglich sein sollte, würde ich mich mit einer -für private Verbraucher kostenfreie- Beschwerde an die www.schlichtungsstelle-energie.de wenden (das ist frühestens möglich 4 Wochen nach der ersten Reklamation gegenüber dem Versorger - siehe §§ 111a und 111b EnWG).


PS: Für mich stellt sich die Frage, ob diese (ehrenamtlich geführte?) Genossenschaft den Anforderungen des Geschäfts überhaupt gewachsen ist (siehe Negativ-Beispiele 'EnerGenSüd eG' und 'Energiegenossenschaft Nordwest eG').

Ich hätte bei der 'e:veen eG' aus mehreren Gründen erst gar nicht unterschrieben. An Ihrer Stelle würde ich zum nächstmöglichen Termin kündigen und mir eine günstigen seriösen Anbieter suchen - bspw. die www.maingau-energie.de oder gemäß Empfehlungen und Wechselkonzept des gemeinnützigen e.V. www.bezahlbare-energie.de !

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StephanL ist offline StephanL


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08.03.2016 08:54 Zum Anfang der Seite springen
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RE: E:Veen Energie: Desaster

Hallo REWE47,

vielen Dank für die umfangreiche Einlassung.

Einen Antrag bei der genannten Schlichtungsstelle habe ich bereits eingereicht. Bin ebenso gespannt, ob da aktiv etwas erwirkt werden kann (ich kann ja berichten).
Eine Kündigung wurde ebenfalls gleich vorgenommen - und bestätigt.

Ich habe von E:veen Energie tatsächlich einen Abschlagszahlungsplan in 12 Abschlägen erhalten, beginnend ab Februar ´16.
Die ersten Abbuchungen fanden aber bereits im Januar statt - war sofort befremdlich für mich.
Dazu die ca. 10% höhere Abschlagshöhe wie beim Check24-Vermittlungsangebot.
Screenshots hatte ich damals extra angefertigt.
Als ehemaliger Flexstrom-Kunde bin ich eher vorsichtig, was solche Abweichungen betrifft, da es mMn unbedingt gilt, aufgestaute Guthaben bei den Billigheimern zu vermeiden, da man diesem später nur hinterher läuft.

Deshalb bin ich der Meinung, dass es E:veen Energie nicht gestattet ist, abweichend von meinen getätigten Verbrauchsangaben einen höheren Verbrauch mit höheren Abschlag zu prognostizieren, richtig?

Das bestätigt auch der von Ihnen genannte § 40 Abs. 2 EnWG zu den Abschlagszahlungen.

Daraus resultierend ist auch meine Rückbuchung falscher Beträge legitim, oder?
(mehrfach schriftlich/ fernmündlich angemahnt).

Somit sind die Forderungen der Firma hinsichtlich Kosten- und Aufwandserstattungen sowie Einstufung in Selbstzahlermodus eh nicht haltbar, oder?

Dazu kommt aus meiner Sicht für E:veen Energie erschwerend, dass sie zu keinem Zeitpunkt eine höhere Verbrauchsprognose von meinem ehem. Anbieter erhalten haben, SONDERN eine sogar deutlich günstigere wie meine eigene Abschätzung zu Vertragsbeginn.

Meine Taktik wäre jetzt:
- vollumfänglich den Forderungen E:veen Energie schriftlich widersprechen
- die günstigere Verbrauchsprognose des ehem. Anbieters hinzufügen
- auf Anpassung des monatlichen Beitrags bestehen (mit 14-tägiger Fristsetzung)
- auf SEPA-Abbuchung der korrekten Beiträge bestehen
- künftige höhere Beiträge erneut zurückbuchen lassen
- regulären Beitrag pünktlich, monatlich überweisen (um in keine Schuldnersituation zu geraten)


Was halten Sie davon?
Gibt es Stolperfallen?

Viele Grüße
StephanL

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11.03.2016 08:22 Zum Anfang der Seite springen
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RE: E:Veen Energie: Desaster

Hat keiner weitere Ideen oder sogar Erfahrungen?

Es sind nunweitere Forderungen der E:veen Energie eingegangen: ca. 50€.

Somit habe ich zum Anbieterwechsel einen Vertrag mit ca. 316€ Gesamtkosten für 12 Monate abgeschlossen.

E:veen Energie hat darauf zusätzlich weitere 200€ geltend gemacht.
Verweist mittlerweile auf kostenpflichtiges Inkasso-Verfahren.
Bereits geleistete Zahlungen werden nicht angerechnet.
Einstufung in den Selbstzahler-Modus.
Trotzdem erfolgen weitere Abbuchungen von meinem Konto.

Inhaltlich derzeit keine Einlassung des Anbieters.

Vorschläge?

Mfg
Stephan

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11.03.2016 12:13 Zum Anfang der Seite springen
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RE: E:Veen Energie: Desaster

Hallo Stephan,

da die Schlichtungsstelle Energie ja inzwischen eingebunden ist, würde ich erst einmal abwarten, welche Antwort die von E:Veen bekommen (die SE setzt sich mit dem Versorger in Verbindung und der hat innerhalb von drei Wochen Stellung zu nehmen).

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14.03.2016 10:16 Zum Anfang der Seite springen
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RE: E:Veen Energie: Desaster

Hallo REWE47,

danke für deine Nachricht.

Ja - ich werde das jetzt mal von den Fachleuten auseinander nehmen lassen.
Habe allen Schreiben und Forderungen der E:veen Energie per Einschreiben widersprochen.

Am Wochenende habe ich mich dennoch hingesetzt und mal alles auseinandergepflückt,
mit folgendem Ergebnis:

- die E:veen Energie hat entgegen dem Vermittlungsangebot:
13 Abschläge (anstatt 12) festgesetzt (vermutlich um die Abschlagshöhe niedrig zu halten).

den 13. Abschlag nicht in der Abschlagstabelle aufgeführt, sondern in einem Nebensatz formuliert (war nicht sofort erkennbar)

den Verbrauch entgegen des Vorjahresverbrauchs (übermittelt durch vattenfall) um ca. 400 kWh erhöht

Somit besteht eine deutliche Differenz gegenüber dem Vermittlungsangebot (ca. 50€) und eine noch deutlichere Anhebung gegenüber der vorliegenden Jahresverbrauchsprognose (ca. 90€).

Kann mich hinsichtlich der Seriösität deiner Meinung nur anschließen.
Es bleibt spannend.

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