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Die Erdwärme-Pumpe – eine Alternative zur Ölheizung

Wärmepumpen nutzen die Wärme aus der Umwelt, um Energie zu erzeugen. Die Erdwärme-Pumpe nutzt die Wärme, die im Erdboden enthalten ist, um damit Gebäude zu beheizen.

Wärmepumpen arbeiten mit Luft, Grundwasser oder Erdwärme und bringen die Basistemperatur auf ein höheres Niveau. Damit werden Ressourcen geschont, was die Erdwärme-Pumpe gerade im Hinblick auf die Zukunft zu einer interessanten Heizalternative macht.

Wie funktioniert eine Erdwärme-Pumpe?

Um die in der Tiefe der Erde enthaltene Wärme zu nutzen, sind Bohrungen nötig, die die Erdwärme-Pumpe im Vergleich zur Luft-Wärmepumpe in den Anschaffungskosten teurer machen. Bei der Erdwärme-Pumpe werden verschiedene Systeme eingesetzt, wie Erdwärmekollektoren und Erdwärmesonden. Über einen Verdampfer wird die Wärme auf ein flüssiges Kältemittel übertragen, das sich erhitzt und verdampft. Wird das Kühlmittel wieder verflüssigt, wird Wärme abgegeben. Die so entstehende Wärme wird an das Heizsystem weitergeleitet. Die Erdwärme-Pumpe benötigt elektrischen Strom als Antriebsenergie. Für diesen Wärmepumpenstrom gibt es spezielle Tarife bei den Stromanbietern.

Erdwärmepumpe Die Erdwärme-Pumpe macht die im Erdboden gespeicherte Wärme nutzbar. (Foto / Abb.: Dirk Schumann / Fotolia.com)

Lohnt sich die Erdwärme-Pumpe für jeden?

Zunächst einmal sind die Anschaffungskosten einer Erdwärme-Pumpe im Gegensatz zu anderen Heizungen im Vergleich relativ hoch. Aufgrund der nötigen Bohrungen kommt sie eher bei einem Neubau in Frage. Die Betriebskosten sind dafür gering. Zu berücksichtigen ist der zusätzliche Stromverbrauch der Erdwärme-Pumpe. Ansonsten kommt es auf die Jahresarbeitszahl an, ob sich eine Erdwärme-Pumpe lohnt. Eine effiziente Pumpe kann ökonomisch sinnvoll sein, zumal man sich durch eine solche Heizungs-Lösung weniger abhängig von den steigenden Energiepreisen für andere Energiequellen macht.

Welchen Umweltvorteil bietet die Erdwärme-Pumpe?

Eine Erdwärme-Pumpe bietet den Vorteil, dass sie die Erdwärme oder Geothermie nutzt und man sich damit – abgesehen von der Stromzufuhr als Antriebsenergie – von steigenden Rohstoffpreisen unabhängig macht. Zudem fallen im Vergleich zu anderen Heizsystemen die CO2-Emissionen geringer aus. Es gibt jedoch auch Kritikpunkte, wie die zum Teil klimaschädlichen Kühlmittel. Der Energieverlust kann auch relativ hoch sein, was ebenfalls dafür spricht, die Effizienz der geplanten Erdwärme-Pumpe zu berücksichtigen und genau zu rechnen. Generell bietet es sich bei Wärmepumpen an, diese mit einer Niedrigenergieheizung – z.B. Fußbodenheizung oder Deckenheizung – zu kombinieren, da hierbei eine relativ niedrige Wassertemperatur und somit wenig Strom zur Erwärmung der Umweltwärme nötig ist. Zudem empfiehlt es sich oft, eine Erdwärme-Pumpe mit Solarenergie zu kombinieren.

Video: Die Funktionsweise der Erdwärme-Pumpe

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