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Nach aktuellen Zahlen des Bundesverbandes WindEnergie (Stand: 30. September 2001) sind in Deutschland 10 474 Windkraftanlagen mit einer Gesamtkapazität von 7494 Megawatt installiert. Sie können einen potenziellen Beitrag von 2,9 Prozent zur Deckung des Strombedarfs in Deutschland leisten.
In den ersten neun Monaten des Jahres 2001 gingen bundesweit 1115 Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 1399 Megawatt neu ans Netz. Das sind fast 40 Prozent mehr als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Bei gleich bleibender Dynamik des Windkraft-Ausbaus geht der Verband davon aus, dass bis 2005 etwa 20 Millionen Tonnen Kohlendioxid allein durch die Nutzung des Windes eingespart werden können. Das wäre gut ein Viertel der von der Bundesregierung im gleichen Zeitraum anvisierten 80 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Reduktion. Derzeit sind in der Branche fast 35 000 Menschen beschäftigt. Durch den geplanten Bau von Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee könnten allein in Niedersachsen 25 000 neue Jobs entstehen. Hinzu kämen weitere 4000 Stellen für Wartung und Betrieb.
Bei der regionalen Verteilung der Windkraft-Leistung in Deutschland bleibt Niedersachsen mit knapp 400 Megawatt neu installierter Leistung im Jahr 2001 weiterhin vor Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen das Windland Nummer eins. Zwischen Harz und Nordsee drehten sich Ende Juni 2854 Anlagen mit 2147 Megawatt. Niedersachsen ist damit das erste Bundesland, das die 2000-Megawatt-Schwelle überschritten hat. Die Windkraft deckt fast 8,5 Prozent des niedersächsischen Strombedarfs. Den größten Windstrom-Anteil gibt es bundesweit allerdings in Schleswig-Holstein: Dort können die insgesamt 2230 Anlagen mit 1407 Megawatt mittlerweile etwa 25 Prozent des Strombedarfs decken. Es folgen Mecklenburg-Vorpommern mit knapp 17 Prozent (773 Anlagen / 545 Megawatt) und Sachsen-Anhalt mit über neun Prozent (682 Anlagen / 654 Megawatt).
Marktführer in den ersten neun Monaten dieses Jahres ist das Auricher Unternehmen Enercon mit einem Anteil von 36,2 Prozent an der neu installierten Leistung. In der Hersteller-Rangliste folgen die Unternehmen Vestas Deutschland GmbH aus Husum (Marktanteil: 17,7 Prozent), Nordex AG aus Hamburg (10,2 Prozent), Enron Wind aus Salzbergen (9,6 Prozent) und die NEG Micon Deutschland GmbH aus Ostenfeld (neun Prozent). Der Umsatz der Branche betrug im vergangenen Jahr annähernd vier Milliarden Mark. Eine moderne Windkraft-Anlage der Megawatt-Klasse hat eine Nennleistung von 1,5 Megawatt, einen Rotordurchmesser von 70 Metern und eine Nabenhöhe von bis zu 100 Metern. Ein Windrad erzeugt durchschnittlich etwa 3,5 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr.
Weltweit war Ende Juni 2001 eine Windkraft-Leistung von 19 500 Megawatt installiert, davon über 10 000 in Europa. Zu den führenden Ländern gehören nach Deutschland Spanien (2750 Megawatt), die USA (2500 Megawatt) und Dänemark (2400 Megawatt).
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