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Wiederaufarbeitung

Bei der Wiederaufarbeitung werden Uran und Plutonium in einem komplizierten Prozess chemisch aus den abgebrannten Brennelementen herausgetrennt. Obwohl die Brennstäbe vor dem Transport und der Bearbeitung sechs bis zwölf Monate abklingen müssen, sind sie bei Ankunft in der Wiederaufbereitungsanlage noch fast 300 Grad heiß. Damit sie abkühlen und an Radioaktivität verlieren, werden sie in einem zehn Meter tiefen Wasserbecken noch einmal mindestens zwei Jahre lang zwischengelagert. Danach werden die Brennelemente zerschnitten, wobei der nukleare Brennstoff in Säure aufgelöst wird. Lösungsmittel trennen dann Uran und Plutonium, das Uran wird im folgenden Prozess gereinigt und in Nitratform aufkonzentriert, das Plutonium wird in verkapselte Behältern verpackt.

Die verbleibenden hochradioaktive Spaltprodukte werden mit Glas verschmolzen und in Edelstahlbehälter gegossen, es entstehen die sogenannten Glaskokillen. Die verstrahlten Hüllen der Brennelemente werden einzementiert. Alle diese Endprodukte bleiben im Besitz der Kernkraftwerksbetreiber, Uran und Plutonium können wieder verwendet werden, die Glaskokillen müssen zwischengelagert werden.

Die Wiederaufarbeitung steht vor allem in der Kritik, weil der Prozess noch mehr strahlenden Müll erzeugt, etwa Chemikalien, Arbeitskleidung oder Hilfsmittel. Als Ressourcenschonend beschreiben es allerdings die Befürworter.

Siehe auch Wiederaufarbeitungsanlage.

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