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Beim Treibhauseffekt handelt es sich um die natürliche Fähigkeit der Atmosphäre, die von der Erde in das Weltall abgestrahlte Wärme für einige Zeit zu speichern. Kurzweilige Sonnenstrahlung gelangt durch die Atmosphäre auf die Erdoberfläche und wird von dort als langwellige Wärmestrahlung zurück ins Weltall reflektiert.
Einige Moleküle der Atmosphäre, vor allem Wasserdampf und Kohlendioxid (Treibhausgase) können diese Wärmestrahlung absorbieren und dadurch die Wärme für einige Zeit in der Atmosphäre zurückhalten. Das Klima der Erde hat nur durch diesen natürlichen Treibhauseffekt lebensfreundliche Bedingungen: Ohne diesen natürlichen Treibhauseffekt lägen die Temperaturen der bodennahen Atmosphäre bei nur minus 18 Grad statt plus 15 Grad (im weltweiten Mittel).
Die Klimawissenschaft untersucht, ob die durch den Menschen verursachten Tätigkeiten (z. B. die verstärkte Nutzung fossiler Brennstoffe seit der industriellen Revolution) den natürlichen Treibhauseffekt verstärken. Während auf den internationalen Klimakonferenzen vor allem die Emissionsminderung von Treibhausgasen wie Kohlendioxid und Methan diskutiert wird, wird zumeist nicht erwähnt, dass Wasserdampf im Gesamtsystem der Erdatmosphäre das wichtigste Treibhausgas ist (etwa 66 Prozent), gefolgt von Kohlendioxid (etwa 29 Prozent) und den übrigen Treibhausgasen (etwa fünf Prozent) wie z. B. Methan oder Distickstoffoxid.
Der anthropogene (=durch den Menschen verursachte) Anteil an dem Treibhaussystem der Erde beträgt etwa 2,1 Prozent.
Quelle: U. Berner, H. Streif, Hrsg.: Klimafakten: der Rückblick – ein Schlüssel für die Zukunft; ISBN 3-510-95872-1; Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (2000), S. 87).
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