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In einer Strombörse verhandeln Stromanbieter und Kunde. Es gibt sowohl die Möglichkeit standardisierte, als auch "maßgeschneiderte" Produkte zu erwerben. Der Börsenhandel verringert die Transaktionskosten. Zudem wird vorallem das Ausfallrisiko minimiert. Aber eine Strombörse ist deshalb auch ein Handelsplatz, auf dem Faktoren wie Brennstoffkosten sowie Unsicherheiten über den Elektrizitätsverbrauch, zum Beispiel aufgrund klimatischer Einflüsse etc., die Angebot und Nachfrage nach Strom beeinflussen, in den Strompreis eingerechnet werden.
Es müssen standardisierte Produkte existieren, beispielsweise hinsichtlich Qualität, Liefermenge, Lieferort und Lieferzeitraum. Teilnehmer am Börsenhandel können Stromerzeuger, Großkunden, Stromhändler und Weiterverteiler sein. Entsprechend kann der Strompreis schwanken. Die Börse übernimmt zudem Abrechnung, garantiert die Einhaltung der Kontakte und überwacht die Leistungen. Sie ist eine sogenannte Clearing-Stelle. Zu Beginn werden höchstwahrscheinlich echte Stromlieferungen im Vordergrund stehen, daneben dürfte sich schnell ein Terminmarkt mit beispielsweise Anleihen, Aktien und Devisen entwickeln.
Die Strombörse soll im idealtypischen Modell, für mehr Wirtschaftlichkeit, Flexibilität und Transparenz sorgen, unabhängigen Anbietern neue Absatzchancen eröffnen, allen Interessenten einen Marktzugang ermöglichen und neue Instrumente zur Absicherung von Preisrisiken entwickeln.
Die erste Strombörse gab es 1971 in Norwegen. In Deutschland sollen ab Mitte 2000 die Leipziger Power Exchange (EPX) und die Europe Energy Exchange (EEX) in Frankfurt/Main starten.
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