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Als Kernkraftwerk bezeichnet man ein Wärmekraftwerk, das überwiegend der Stromversorgung dient. Bei einem Kernkraftwerk wird die bei der Kernspaltung in einem Reaktor freigesetzte Kernbindungsenergie in Wärme und über einen Wasser-Dampf-Kreislauf mittels Turbine und Generator in elektrische Energie umgewandelt.
In Deutschland sind 17 Kernkraftwerke mit einer elektrischen Bruttoleistung von 21 723 Megawatt in Betrieb (Stand: Ende 2005). Im Jahr 2005 erzeugten sie 163 Milliarden Kilowattstunden elektrischen Strom, das entspricht einem Anteil von 26,3 Prozent an der öffentlichen Stromversorgung in Deutschland. 16 Kernkraftwerke - insbesondere Versuchs-, Prototyp- und Demonstrationsanlagen, die in den 60er und 70er Jahren errichtet wurden - wurden bisher außer Betrieb genommen, darunter auch die fünf Blöcke des Kernkraftwerks Greifswald, die AKWs Stade und Obrigheim.
Das Kernkraftwerk Brokdorf war im Jahr 2005 "Weltmeister in der Stromproduktion" mit einer Erzeugung von 11,98 Milliarden Kilowattstunden. Platz 3 belegte das Kernkraftwerk Isar-2 (11,71 Milliarden Kilowattstunden) und Platz 4 das Kernkraftwerk Neckar-2 (11,57 Milliarden Kilowattstunden). Im Jahr 2005 befanden sich hinsichtlich der Leistungsstärke sechs deutsche Kernkraftwerke unter den weltweiten "Top Ten".
In der Bundesrepublik Deutschland gibt es die folgenden Kernkraftwerke: GKN-1 Neckar, GKN-2 Neckar, KBR Brokdorf, KKB Brunsbüttel, KKE Emsland, KKG Grafenrheinfeld, KKI-1 Isar, KKI-2 Isar, KKK Krümmel, KKP-1 Philippsburg , KKP-2 Philippsburg, KKU Unterweser, KRB B Gundremmingen, KRB C Gundremmingen, KWB A Biblis, KWB B Biblis und KWG Grohnde .
Die folgenden Kernkraftwerke sind außer Betrieb: HDR Großwelzheim (Betriebsdauer: 1969 bis 1971), KKN Niederaichbach (1972-1974), KWL Lingen (1968-1977), KRB-A Gundremmingen (1966-1977), MZFR Leopoldshafen (1965-1984), VAK Kahl (1960-1985), AVR Jülich (1966-1988), THTR Hamm-Uentrop (1983-1988), KKR Rheinsberg (1966-1990), KGR 1-5 Greifswald (1973-1990), KNK Leopoldshafen (1977-1991), KWW Würgassen (1971-1994), KMK Mülheim-Kärlich (1986-1988), KWO Obrigheim (1968-2005) und KKS Stade (1972-2003).
Kernkraftwerke werden nach verschiedenen Kriterien in verschiedene Klassen eingeteilt. Kriterium "Moderator": Leichtwasserreaktor, Schwerwasserreaktor und Graphitreaktor.
Kriterium "Reaktorkern" bzw. "Energieübertragung": Druckwasserreaktor, Siedewasserreaktor, Druckröhrenreaktor, Gasgekühlter Reaktor, Hochtemperaturreaktor und Brutreaktor. Zudem gibt es noch den Forschungsreaktor.
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