Auch die Elektroheizung geht mit der Zeit. Sind eher die klobigen Nachtspeicheröfen sowie Radiatoren bekannt, von der flachen Variante bis hin zum Badheizkörper, gibt es doch mehr Auswahl, als manch einer erwarten würde. Das ändert aber nichts daran, dass die Elektroheizung einer der oder sogar die umstrittenste Heizungsart ist.
Von den einen als "Stromfresser" und "Umweltkiller" verschrien, argumentiert die Gegenseite, weitestgehend unabhängig vom Öl- und Gasmarkt zu sein. Des Weiteren ist eine Elektroheizung wartungsfrei, verursacht weder Dreck noch weitere Kosten. Verfechter verweisen außerdem stets auf die günstigen Anschaffungskosten gegenüber anderen Systemen. Positive Darlegungen, die aber nicht mit den negativen in Relation gesetzt werden können.
Dass sie ihre Wärme mit dem Strom der Steckdose produzieren ist allen gemein, dennoch gleicht nicht jede Elektroheizung der anderen. So gibt es beispielsweise Radiatoren und Heizlüfter, die zwar schnell Wärme produzieren, diese aber nicht lange vorhalten, weshalb diese Form der Elektroheizung auch nur in kleineren, selten genutzten Räumen aufgestellt werden sollte.
Hohe Strompreise machen Elektroheizung teuer
(Foto / Abb.: Emmi/mediapartis - Fotolia.com)
Speicherheizungen laden sich auf, um die Wärme über den Tag verteilt abzugeben. Flächenspeicherheizungen nutzen in der Regel immer teurer werdende Tagstromtarife, während Nachtspeicherheizungen mit den etwas günstigeren Nachtstromtarifen heizen. Der Exot der Elektroheizung ist der Infrarotheizer. Er überzeugt sowohl dadurch, dass er platzsparend ist, als auch mit seiner Optik – er kann zum Beispiel als Spiegel oder Bild getarnt werden. Der große Nachteil ist, dass diese Elektroheizung meist mit Tagstrom betrieben wird.
In einem Punkt überzeugen die Anhänger der Elektroheizung auf jeden Fall, nämlich was die Kosten der Anschaffung betrifft. Das Problem ist, dass jemand, der von vornherein mit Strom heizte, selten eine Verrohrung im Haus hat. Die Kosten für eine Umrüstung können dann entsprechend hoch sein.
Dagegen steht, dass Heizstromtarife sehr teuer sind und die Preise in den vergangenen Jahren auch erheblich angehoben wurden – Wettbewerb unter den Stromanbietern gibt es bei Heizstrom kaum. Das bedeutet, dass viele Nutzer an ihren Grundversorger gebunden sind. Dieser ist oftmals nicht nur teuer; der Verbraucher kann sich die Art und Weise der Stromgewinnung auch nicht aussuchen (Stichwort Ökostrom). Wer darüber hinaus zwei Zähler besitzt, je einen für Haushalts- und Heizstrom, muss für letzteren monatliche Gebühren an den Energielieferanten entrichten.
Der Einbau einer neuen Heizung will gut überlegt sein, schließlich bestimmt die Heizart die Folgekoste für Jahrzehnte. Unser Heizungsvergleich gibt einen Überblick über verschiedene Heizsyteme.
Heizungen im VergleichNachtspeicherheizungen: Förderung für den Austausch
Nachtspeicherheizungen lassen sich wegen hoher Strompreise heute nicht mehr so günstig betreiben wie einst. Doch immerhin gibt es für den Austausch alter Nachtspeicherheizungen Förderung vom Staat.
Nachtspeicherheizung